Detailkarte Vorrang- und Vorbehaltsgebiet Tommelberg

Vorrang- und Vorbehaltsgebiet Rohstoffabbau Tommelberg bei Winkel
Vorrang- und Vorbehaltsgebiet Rohstoffabbau Tommelberg bei Winkel
Vorrang- und Vorbehaltsbehaltsgebiet Rohstoffabbau Tommelberg bei Winkel
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Die Grube am Tommelberg dient hauptsächlich der Lagerung von Bauschutt und Straßenaufbruch. Lava wird kaum noch entnommen. Den seinerzeit ursprünglich bis 2005 befristeten Hauptbetriebsplan lässt sich der Grubenbetreiber bis heute alle 2 Jahre verlängern, da er das Kontingent der zum Abbau vorgesehenen Lava nicht in Anspruch nimmt. Daraus wird ersichtlich, dass die Grube weder im Hinblick auf einen produktions- noch den betriebsbezogenen Bedarf benötigt wird. Die Ausweisung des Vorbehaltsgebietes entspricht damit nicht den Thesen des Wirtschaftsministeriums, nach denen bei der Regionalplanung eine stärkere Berücksichtigung des Bedarfs gefordert wird.

 

Nach der von der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord formulierten naturschutzfachlichen Zielsetzung  soll der Gesteinsabbau auf bereits hochgradig vorbelastete Gebiete beschränkt werden. Die Gegend um Winkel zählt nicht zu diesen. Der Lavasandtagebau am Tommelberg ist in weitem Umkreis der einzige Tagebau.

 

Zudem führt die SGD weiter aus: „Soweit Vorrang- oder Vorbehaltsgebiete Rohstoffabbau in nicht hochgradig vorbelasteten Gebieten ausgewiesen werden sollen, liegt ein Zielkonflikt mit der Landschaftsrahmenplanung vor, der gemäß § 9 Abs. 5 BNatSchGzu begründen ist.“

 

Aus dem ausliegenden Entwurf ist keine Begründung zu ersehen.

 

Eine Vergrößerung des genehmigten Abbaubereichs am Tommelberg oder die Ausweisung des Vorbehaltsgebietes sind nicht hinnehmbar. Die Grube sollte zeitnah stillgelegt und renaturiert werden.

     Entwässerungsgraben im NSG Dreiser Weiher
Entwässerungsgraben im NSG Dreiser Weiher

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) rät zu einem Paradigmenwechsel beim Wassermanagement im ländlichen Raum. „Die anhaltende Trockenheit der letzten Jahre macht es erforderlich, das Wasser in der Landschaft zu halten und Fließgewässern ausreichend Raum zu geben“, sagte Alexander Bonde, DBU-Generalsekretär bei der Jahrespressekonferenz, die erstmalig per Videokonferenz stattfand. In Zeiten von Hitze, Dürre und Starkregen, die der Klimawandel verursache, seien Anpassungen nötig. „Zielführend sind regionale Konzepte, die gemeinsam mit den betroffenen Akteuren aus Behörden, Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz erarbeitet werden. Unterstützung bieten digitale Systeme, die beispielsweise die Wasserverteilung in der Landschaft virtuell darstellen“, so Bonde. Auch die Wirkung der Energiewende auf den Wasserhaushalt müsse zukünftig berücksichtigt werden. Einer Studie zufolge werde sich der Wasserbedarf im Energiesektor bis 2050 in Deutschland um die Hälfte verringern. |mehr|

 

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