Detailkarte Vorbehaltsgebiet ND Scharteberg

Vorbehaltsgebiet Rohstoffabbau Scharteberg bei Kirchweiler
Vorbehaltsgebiet Rohstoffabbau Scharteberg bei Kirchweiler
Vorbehaltsgebiet Rohstoffabbau ND Scharteberg bei Kirchweiler
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Diesen Bereich am Scharteberg als Vorbehaltsgebiet auszuweisen, ist absolut irreführend. Vorbehaltsgebiete sollen der langfristigen Sicherung von Rohstofflagerstätten dienen. Hier handelt es sich jedoch um eine schon seit Jahrzehnten bestehende Grube.

 

Im Südwesten hat der Gesteinsabbau bereits die Grenzen des Naturdenkmals Scharteberg erreicht. Sprengungen in das ND hinein führten in der Vergangenheit zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen Grubenbetreiber und der Kreisverwaltung Vulkaneifel als Untere Naturschutzbehörde. In der NABU-Detailkarte ist deutlich zu erkennen, dass das Vorbehaltsgebiet über den bisherigen Abbaubereich hinaus erheblich in das ND hineinragt. In seiner Resolution hat der Kreistag Vulkaneifel jedoch gefordert, ND nicht über den bisherigen Umfang in Anspruch zu nehmen.

 

Eine Ausweitung des Abbaus am Scharteberg über den bisher genehmigten Bereich hinaus oder eine über den jetzigen Abbau hinausgehende Ausweisung von Rohstoffsicherungsflächen sind nicht akzeptabel.

     Entwässerungsgraben im NSG Dreiser Weiher
Entwässerungsgraben im NSG Dreiser Weiher

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) rät zu einem Paradigmenwechsel beim Wassermanagement im ländlichen Raum. „Die anhaltende Trockenheit der letzten Jahre macht es erforderlich, das Wasser in der Landschaft zu halten und Fließgewässern ausreichend Raum zu geben“, sagte Alexander Bonde, DBU-Generalsekretär bei der Jahrespressekonferenz, die erstmalig per Videokonferenz stattfand. In Zeiten von Hitze, Dürre und Starkregen, die der Klimawandel verursache, seien Anpassungen nötig. „Zielführend sind regionale Konzepte, die gemeinsam mit den betroffenen Akteuren aus Behörden, Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz erarbeitet werden. Unterstützung bieten digitale Systeme, die beispielsweise die Wasserverteilung in der Landschaft virtuell darstellen“, so Bonde. Auch die Wirkung der Energiewende auf den Wasserhaushalt müsse zukünftig berücksichtigt werden. Einer Studie zufolge werde sich der Wasserbedarf im Energiesektor bis 2050 in Deutschland um die Hälfte verringern. |mehr|

 

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