Aktuelles rund um das Motto des NABU

"Für Mensch und Natur"

 

Ökoregelungen müssen wirken, nicht nur grün aussehen   14.07.2021

Rebhuhn - ein großer Verlierer in der freien Feldflur
Rebhuhn - ein großer Verlierer in der freien Feldflur

NABU-Forderungen an die zukünftige Agrarförderung:

 

Die Ausgestaltung der Ökoregelungen steht an. Bis zum Spätsommer sollen sie beschlossen werden. Damit diese sogenannten „Eco-Schemes“ das Artensterben wirklich stoppen, müssen sie an ausreichend hohe Standards geknüpft und attraktiv prämiert werden. |mehr|

 Das Aus für Pelz & Python in der Mode?   08.07.2021

Beschlagnahmte Taschen aus Krokodil- und Schlangenleder
Beschlagnahmte Taschen aus Krokodil- und Schlangenleder

Canada Goose hat es gerade getan, nun kündigt auch der spanische Luxus-Konzern Puig eine Kehrtwende für seine Labels wie Jean-Paul Gaultier, Carolina Herrera und Nina Ricci an. Immer mehr Designer und Luxusmarken distanzieren sich von Pelz & Pythonleder. Ein unglaublicher Durchbruch, denn nicht nur die High-Class-Kundschaft selbst ist von dem „Verzicht“ betroffen. Mehr noch: Die großen Mode-Namen prägen die Trends. Ihre glamourösen Modenschauen und schicken Social-Media-Kanäle beeinflussen, was Menschen in aller Welt in den nächsten Jahren kaufen und tragen. Entsprechend aggressiv kämpft derzeit v.a. die Branche gegen den Trend an, die bisher vom millionenfachen Export von Reptilienhäuten sehr gut lebte. Denn sie sieht, im wahrsten Sinne des Wortes, ihre „Felle“ wegschwimmen. |mehr|

  Ende des Leimrutenfangs in der EU    05.07.2021

Ein Fitis hängt an einer Leimrute
Ein Fitis hängt an einer Leimrute

Der französische Staatsrat erklärte den Leimruten-Fang mit sofortiger Wirkung für illegal. Damit ist die traditionelle Fangmethode, für die bisher eine Ausnahmegenehmigung in Frankreich bestand, nun in allen europäischen Ländern verboten. Mit dieser Methode wurden in Frankreich zuletzt jährlich etwa 40.000 Vögel qualvoll gefangen – auch geschützte Arten. Das Urteil des Staatsrats vom 28. Juni 2021 folgt dem Urteil des EuGH vom März dieses Jahres und macht Hoffnung auf weitere Verbote nichtselektiver Vogelfangmethoden in der EU. |mehr|

 Quastenflosser sind langsame Methusalems   19.06.2021

Exponat im Houston Museum of Natural Science, Houston, Texas, USA
Exponat im Houston Museum of Natural Science, Houston, Texas, USA

Leben in Zeitlupe: Der Quastenflosser ist nicht nur extrem urtümlich, er lebt auch fünfmal länger als bislang gedacht. Die Fische werden bis zu 100 Jahre alt und sind damit echte Methusalems der Fischwelt. Entdeckt haben Forscher dies anhand von bisher übersehenen Jahresringen in den Schuppen des Quastenflossers. Diese enthüllen auch, dass die „lebenden Fossilien“ erst im Alter von rund 50 Jahren geschlechtsreif werden und eine Schwangerschaft fünf Jahre dauert – so lang wie bei keinem anderen Fisch. |mehr|

  Libellen: Gewinner und Verlierer   17.06.2021

Die Feuerlibelle nimmt in Deutschland zu
Die Feuerlibelle nimmt in Deutschland zu

In den letzten 35 Jahres hat sich bei der Verteilung der Libellenarten in Deutschland viel getan. So wurden Rückgänge vor allem bei Arten an stehenden Gewässern verzeichnet. Zuwächse gab es hingegen bei Libellen, die an Fließgewässern leben und wärmere Temperaturen bevorzugen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ). Die Studie, die im Fachmagazin Diversity and Distributions veröffentlich wurde, unterstreicht die Bedeutung von Bürgerwissenschaften und Naturkundegesellschaften für die Datenerhebung sowie von Naturschutzmaßnahmen zur Verbesserung der Biodiversität. |mehr|

     Nachhaltigkeit im Sojahandel:

 

    Interessiert nicht die Bohne   21.05.2021

Sojaplantage in Brasilien
Sojaplantage in Brasilien

Zwei Drittel der weltweiten Sojaexporte (69 Prozent) liegen in der Hand von nur 22 Sojahändlern. Keine dieser Firmen setzt sich entschieden für Natur und Menschenrechte in ihren Lieferketten ein. Das hat der WWF in einem ersten, global angelegten Soja-Check herausgefunden. Maja-Catrin Riecher, Sojaexpertin beim WWF-Deutschland kommentiert: „Es ist erschreckend: Obwohl allgemein bekannt ist, dass Sojaanbau für einen großen Teil der Zerstörung von Wäldern, Savannen und Feuchtgebieten verantwortlich ist, sind die meisten großen Sojahändler so gut wie untätig. Das zeigt: Das Prinzip der Freiwilligkeit ermöglicht ungezügelte Naturzerstörung.“ Neben mehr Engagement von Sojahändlern fordert der WWF ein starkes EU-Gesetz für entwaldungsfreie Lieferketten, das Wälder und andere Ökosysteme wie Savannen und Feuchtgebiete schützt und Verbindlichkeiten für Unternehmen schafft. |mehr|

 45.000 US-Amerikaner bewerben sich für Bisonjagd im Grand Canyon NP   08.05.2021

Panorama im Grand Canyon NP
Panorama im Grand Canyon NP

Mehr als 45.000 Menschen haben sich beworben, um im weltberühmten Grand-Canyon-Nationalpark zur Populationskontrolle zwölf Bisons zu erlegen. Die Verwaltung des Nationalparks will zwölf Schützinnen und Schützen auswählen. Diese müssen zuvor ihre Fähigkeit als Jäger unter Beweis stellen.

 

Im nördlichen Teil des Nationalparks im US-Bundesstaat Arizona leben zwischen 400 und 600 Bisons. Die Verwaltung des Nationalparks befürchtet, dass die Population binnen zehn Jahren auf 1.500 Tiere anwachsen könnte. Dies hätte "verstärkte Auswirkungen auf Parkressourcen wie Wasser, Vegetation, Böden, archäologische Stätten und Werte wie Besucher-Erfahrung und Wildnis-Charakter". |mehr|

     Kleiner Vogel fliegt in unbekannten Höhen    07.05.2021

Singender Drosselrohrsänger
Singender Drosselrohrsänger

Tausende Kilometer über lebensfeindliches Salzwasser und trostlose Wüste, dazwischen immer wieder Vogeljäger: Wenn Drosselrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus) zwischen ihrem Winterquartier in den Tropen Afrikas und den europäischen Brutgebieten pendeln, müssen sie viele Gefahren überwinden. Dabei fliegen sie in Höhen, die Biologen bislang nicht für möglich gehalten hatten, wie ein Team um Sissel Sjöberg von der Universität Lund in Schweden in »Science« berichtet. Mit Hilfe kleiner Sensoren, die sie an den Vögeln befestigt hatten, maßen die Biologinnen und Biologen, dass die Tiere bis in eine Höhe von 6300 Metern aufstiegen, während sie über die Sahara flogen. Bislang ging man davon aus, dass sie konstant in einer Höhe von maximal 2000 Metern reisen würden. |mehr|

 Verbrauchertäuschung bei recycelten Verpackungen   04,05.2021

RAL Gütezeichen
RAL Gütezeichen

Es ist ein weiterer Skandal zum Thema Plastikrecycling, den die Süddeutsche Zeitung Anfang dieser Woche aufgedeckt hat: Statt vermehrt Altplastik aus der Quelle Gelber Sack zu nutzen, nimmt der Import von billigem "Recyclat" aus Asien immer weiter zu - ohne überprüfen zu können, ob es sich dabei tatsächlich um recyceltes Material handelt. "Vieles davon könnte gefälscht sein", zitiert die SZ Antonello Ciotti, Direktor von Equipolymers, einem der größten PET-Hersteller in der EU. Sein Fazit: "Beim Einkaufen könnten die Verbraucher Opfer von Greenwashing werden." Reinhard Schneider, Inhaber des Mainzer Reinigungsmittelherstellers Werner & Mertz, bekräftigt diese Aussage im Artikel: "Die Gefahr, dass Verbraucher irregeführt werden, ist hier sehr groß. Es ist wie bei der Geldwäsche, die Herkunft des PET ist nicht transparent. Sie lässt sich im Handumdrehen verschleiern."|mehr|

 Bauern müssen für Tierwohl Milliarden investieren   03.05.2021

Schweine in industrieller Massentierhaltung
Schweine in industrieller Massentierhaltung

Fünf Cent pro Mahlzeit – soviel würde eine Verbesserung des Tierwohls die Verbraucher im Schnitt kosten, rechnet eine neue Studie vor. Der Umbau der Nutztierhaltung soll aber Jahre dauern.

 

Deutschlands Nutztieren – Kühen, Hühnern und Schweinen – geht es nicht gut, das ist längst auch wissenschaftlich belegt. Eine Studie der Hochschule Hannover hatte etwa festgestellt, dass ein nicht geringer Teil der Milchkühe lahmt. Diese Beschwerden gehen auch auf Erkrankungen der Gliedmaßen zurück, die sich infolge unhygienischer oder enger Ställe mit ungeeigneten Böden mit Spalten einstellen. Um solche und andere Probleme in der Massentierhaltung zu beheben, ist die Politik gefragt – und die Gesellschaft: Denn obwohl sich viele Verbraucher darüber im Klaren sind, dass sie eigentlich kein Billigfleisch wollen, stammen die meisten Fleischprodukte in Supermärkten aus prekärer Tierhaltung – und werden trotzdem gekauft. |mehr|

 Italien plant Abschuss von Turteltauben   28.04.2021

Illegal erlegte Turteltaube
Illegal erlegte Turteltaube

Naturschützer in ganz Europa sind geschockt vom Plan der italienischen Regierung, im kommenden Herbst den Abschuss von insgesamt 7,5 Millionen Exemplaren der gefährdeten Turteltaube zu erlauben. Und das obwohl die Bestände der Art in allen Ländern der EU in den letzten Jahren dramatisch abgenommen haben. Die Europäische Kommission schätzt, dass es momentan in der EU noch zwischen 2,9 und 5,6 Millionen Brutpaare gibt. |mehr|

Wie geht es dem Eisvogel nach den Eiswochen des

 

Winters?   21.04.2021

Eisvogel mit erbeutetem Fisch
Eisvogel mit erbeutetem Fisch

Der vergangene Winter kam spät. Aber dann kam er mit Macht. Nach wochenlangem trüb-nassen und milden Winterwetter wurde es im Februar sonnig – und eiskalt. Vielerorts purzelten die Temperaturen auf neue Kälterekorde und sorgten bis ins Flachland für arktisch anmutende Verhältnisse mit hohem Schnee und großflächiger Vereisung. Trotz eines sehr milden Zwischenspiels im März blieb es bis zum Monatsende im Nordosten so kalt, dass manche Teiche und Seen ihre Eisdecke nur teilweise abschmelzen konnten. Das sind bitter harte Zeiten für Vögel, die vom Fischfang leben und daher zum Überleben auf freies Wasser angewiesen sind, vor allem Rohrdommel und Eisvogel. |mehr|

 Die Waldzerstörungs-Weltrangliste   14.04.2021

Die EU zählt zu den größten Treibern von Waldzerstörung. Das zeigt ein heute veröffentlichter WWF-Report, der die Auswirkungen von Handelsbeziehungen auf die Entwaldung und Naturzerstörung von 2005 bis 2017 untersucht. 16 Prozent der globalen Tropenabholzung im Zusammenhang mit dem internationalen Handel gehen demnach auf das Konto der EU. Sie liegt damit auf Platz zwei der „Weltrangliste der Waldzerstörer“, hinter China (24 Prozent) und vor Indien (9 Prozent) und den USA (7 Prozent). Der WWF fordert die Bundesregierung sowie die EU-Kommission auf, Verantwortung zu übernehmen und als Konsequenz aus dem Report für bessere und verbindliche Umwelt- und Sozialstandards in den internationalen Handelsbeziehungen zu sorgen. Als ersten Schritt fordert der WWF die Bundesregierung auf, sich bei der EU-Kommission für ein starkes EU-Gesetz für entwaldungsfreie Lieferketten einzusetzen. Es muss verhindern, dass für unseren Konsum weiter intakte Natur wie Wälder, Savannen und Feuchtgebiete in Ackerflächen umgewandelt werden. |mehr|

EU-Agrarpolitik: „Fortschritte erreicht, Systemwechsel verpasst“ 13.04.2021

Blühender Ackerrandsreifen
Blühender Ackerrandsreifen

Der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) hat die heute von der Bundesregierung beschlossenen Gesetzentwürfe zur Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) als dringend notwendigen Fortschritt gegenüber den ursprünglichen Vorschlägen des Bundeslandwirtschaftsministeriums bezeichnet. Dennoch liegen die Gesetze weit hinter dem Handlungsbedarf aus Sicht des Umwelt-, Natur- und Tierschutzes zurück. |mehr|

 Wildvögel beginnen mit Familienplanung 28.02.2021

Singendes Rotkehlchen
Singendes Rotkehlchen

Am Montag ist meteorologischer Frühlingsanfang. Die Vögel zeigen schon seit Tagen, wie die schöne Jahreszeit klingt.«Auslöser für die Vogelgesänge ist die zunehmende Tageslänge», sagte am Freitag Nabu-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Dabei dient das Piep-Konzert nur einem einzigen Zweck: Der Familienplanung, erklärt Prof. Klaus Hackländer von der Deutschen Wildtier Stiftung.

 

«Während der Mensch verzückt dem Sing-Sang der Vögel lauscht und es für einen Ausdruck von Lebensfreude hält, ist die Balz für die Männchen eine anstrengende Angelegenheit und alles andere als ein Vergnügen.» |mehr|

    Volle Kraft voraus   27.02.2021

Typische Fluformation von Kranichen
Typische Fluformation von Kranichen

Auf sämtlichen Kranich-Hauptrouten herrscht weiter reger Flugverkehr. Bisheriger Höhepunkt der Rückreisewelle war am Sonntag (21.), seitdem sind die Beobachtungen von Tag zu Tag etwas zurückgegangen.

Der überwiegende Teil der Kraniche fliegt nach Skandinavien und Richtung Baltikum. Mehrere tausend Paare brüten aber auch in Deutschland, vor allem im Norden. Sie gehören zu den frühen Rückkehrern, während sich die Skandinavier und Osteuropäer meist etwas mehr Zeit lassen, denn in ihren Brutgebieten kehrt der Frühling ja etwas später zurück als bei uns. Wenn man jetzt etwa in Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern Kraniche zu zweit auf einer Wiese oder einem Acker nach Nahrung suchen sieht, dann sind das meist bereits die örtlichen Brutpaare. Ihre Reise ist zu Ende, ab März beginnt dann mit dem Nestbau die Fortpflanzungszeit.|mehr|

  Neue Naturschutzklage der EU gegen Deutschland   19.02.2021

Artenreiches Grünland ist nicht genügend geschützt.
Artenreiches Grünland ist nicht genügend geschützt.

Deutschland setzt laut Einschätzung der Europäischen Kommission die Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie nur unzureichend um. Die Klage kommt nicht unerwartet: Bereits im letzten Jahr hat die EU-Kommission einen Warnschuss abgegeben. In der sogenannten begründeten Stellungnahme hatte sie auf die Missstände bei der Umsetzung der FFH-Richtlinien und damit dem Schutz von Natura-2000-Gebieten hingewiesen. Doch diesen Warnschuss scheinen Bund und Länder nicht gehört zu haben, meint Präsident Jörg-Andreas Krüger. „Jetzt drohen eine weitere Verurteilung durch die Richter in Luxemburg und bei weiterem Nichtstun unter Umständen sogar Strafzahlungen. Die Länder und der Bund müssen endlich tätig werden. |mehr||

UN-Studie:                                             13.02.2021

Fleischkonsum ist Haupttreiber der Naturzerstörung

Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie sind der Fleischkonsum und die intensive Landwirtschaft die weltweit größten Naturzerstörer. Nie sei der Verlust von Lebensräumen und biologischer Vielfalt so dramatisch gewesen wie in den vergangenen 50 Jahren, warnen die Autoren. Ihre Forderung: Die Menschheit müsse ihre Ernährung auf pflanzliche statt auf tierische Eiweißträger umstellen. Die Ergebnisse der Studie bestätigen die Forderungen des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte. Um diesen überfälligen Paradigmenwechsel voranzubringen, fordert der Verband eine Gesamtstrategie für eine Agrar- und Ernährungswende. |mehr|

 Großeinsatz gegen Vogeljagd in Italien   09.02.2021

Jäger in Italien bei der Vogeljagd
Jäger in Italien bei der Vogeljagd

Mitarbeiter des Komitees gegen den Vogelmord (CABS) und eine Sondereinheit der italienischen Polizei sind in den letzten 10 Tagen gemeinsam gegen die illegale Jagd und den Handel mit Zugvögeln in der Region Venezien vorgegangen. Schwerpunkt der Kontrollen waren die Lagunen südlich von Venedig, in denen zur Zeit Hunderttausende Wasservögel aus Nord- und Mitteleuropa überwintern. Wie das Komitee gegen den Vogelmord mitteilt, wurden bei der Aktion 22 Personen auf frischer Tat beim Abschuss geschützter Arten oder bei der Jagd mit verbotenen Lockanlagen erwischt. Außerdem wurden 21 Schrotflinten, 6.400 Schuss Munition, neun verbotene elektronische Lockanlagen und drei professionelle Geflügelrupfmaschinen sichergestellt. |mehr|

 Keine Mitarbeit bei Mogelpackung   16.01.2021

Baggerarbeiten für die umstrittene Gaspipeline in der Ostsee. Foto: NABU/Nils Möllmann
Baggerarbeiten für die umstrittene Gaspipeline in der Ostsee. Foto: NABU/Nils Möllmann

Die Umweltverbände BUND, NABU und WWF sowie die Michael Succow Stiftung lehnen eine Mitarbeit in der Stiftung Klima- und Umweltschutz Mecklenburg-Vorpommern entschieden ab.

 

Ihre kritische Haltung machten die Umweltverbände während eines Gesprächs heute mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Energieminister Christian Pegel, Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus sowie dem Vorsitzenden der neuen Stiftung Klima- und Umweltschutz M-V, Erwin Sellering, deutlich. Denn die neue Stiftung hat es sich in ihrem Satzungszweck unter anderem zur Aufgabe gemacht, den Weiterbau der Erdgaspipeline Nord Stream 2 zu fördern. Das zusätzliche Erdgas der Pipeline würde aus Sicht der Umweltorganisationen eine notwendige Abkehr von fossilen Energieträgern für über fünf Jahrzehnte hinauszögern. Statt eine Stiftung mit sich widersprechenden Geschäftsfeldern zu errichten, sollte die Landesregierung ihre eigenen Entscheidungs- und Handlungsmöglichkeiten nutzen und Maßnahmen für eine naturverträgliche Umstellung auf erneuerbare Energien auf den Weg bringen, so die Umweltverbände.|mehr|

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        service@nabu.de  oder

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