Aktuelles rund um das Motto des NABU

 

             "Für Mensch und Natur"

 

 

  Stunde der Gartenvögel: Ergebnisse   17.05.2022

Auch diesmal wieder Spitzenreiter: Haussperling
Auch diesmal wieder Spitzenreiter: Haussperling

Die diesjährige „Stunde der Gartenvögel“ wartet mit überraschenden Gästen auf. Bei gutem Wetter wurden über 550.000 Vögel in Parks und Gärten gezählt. Bis zum 23. Mai können Sie Ihre Beobachtungen melden.

 

Der letzte Zähltag der 18. Stunde der Gartenvögel neigt sich dem Ende zu. Insgesamt wurden bisher 550.000 Vögel gezählt – mit knapp 34 Vögel pro Zählort, das entspricht in etwa den Zahlen der Vorjahre.

 

Unverändert sind die ersten vier Plätze: Der Haussperling führt die Liste an, danach folgen wie im Vorjahr Amsel, Kohlmeise und der Star.

 

Erfreulich oft wurde ein eher untypischer Gartenvogel gemeldet, der Rotmilan. Im Vergleich zu den Vorjahren wurde er jetzt doppelt so oft gesichtet. Könnte am wirklich guten Wetter und der entsprechenden Thermik am Himmel liegen, dass der Rotmilan so oft beobachtet wurde. Ebenfalls mit einem deutlichen Plus schneiden Nachtigallen (+93 Prozent), der Zilpzalp (+40 Prozent) und Mauersegler (+74 Prozent) ab. Auch hier könnte die Wetterlage eine Rolle spielen, dass man insbesondere den Mauersegler gerade wirklich sehr häufig sieht und hört. Ähnliches könnte für die Mehlschwalbe gelten: Mit plus elf Prozent erreicht sie ihr bestes Ergebnis seit drei Jahren. Die Rauchschwalbe hat ein wenig aufgeholt und erreicht nun fast die Zahlen aus dem Vorjahr. |mehr| Quelle: NABU

 

     Von Angesicht zu Angesicht   16.05.2022

Anfang Mai in der Eifel. Stefan Brücher ist wie seit 40 Jahren auch in diesem Mai unterwegs, um junge Uhus zu beringen. Dabei kommt es zu einer denkwürdigen Begegnung. Als sich Stefan Brücher dem Brutplatz mit den vier jungen Uhus nähert, sitzt das Uhuweibchen (im Bild) ungefähr acht Meter entfernt auf einem Baum und warnt den Eindringling mit kräftigem Schnabelknappen. Zumeist sucht eine Uhumutter bei einer solchen Begegnung fluchtartig das Weite, um allerdings bald zu den Jungvögeln zurückzukehren. Als Stefan Brücher zu den Jungen kommt, kommt auch das Uhuweibchen näher und schaut schließlich um das Schicksal der Jungvögel besorgt aus nur gut drei Metern Entfernung Brücher beim Beringen zu. "Mir war ziemlich mulmig zumute, aber es war aufregend und wunderschön zugleich", beschreibt Stefan Brücher diese Begegnung. "Um das Uhuweibchen zu beruhigen, bewegte ich mich nur langsam und sprach ihm mit ruhiger Stimme gut zu. Den Blickkontakt unterbrach ich immer nur kurz. Ich wollte dem Uhuweibchen keine Gelegenheit geben, mich ungesehen anzugreifen. Zugleich wollte ich keinen Angriff provozieren. Es war ein Balanceakt."

Nur drei Mal in allen diesen Jahren hat Stefan Brücher ein solchermaßen mutiges Uhuweibchen erlebt: 1994, 2007 und nun im Mai 2022. Auch diese Beringung verlief für Brücher und Uhus ohne Komplikationen. Nie ist Stefan Brücher von Uhus attackiert worden. Andere sagen von einer weniger glücklichen Begegnung: "Es ist so, als bekäme man einen mit Nägeln gespickten Ziegelstein an den Kopf geknallt."

Klicken Sie bitte hier, wenn Sie Brüchers eindrückliche Begegnung mit dem mutigen Uhuweibchen anschauen möchten., wenn Sie Brüchers eindrückliche Begegnung mit dem mutigen Uhuweibchen anschauen möchten. Quelle: EGE

 

      UN: Dürreperioden nehmen drastisch zu  11.05.2022

Ausgetrockneter Boden im Liesertal, VG Daun
Ausgetrockneter Boden im Liesertal, VG Daun

Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl und Dauer von Dürreperioden global gesehen um 29 Prozent gestiegen. Das geht aus dem UN-Dürrebericht hervor, der auf der 15. Weltbodenkonferenz im westafrikanischen Abidjan, Hauptstadt der Elfenbeinküste, vorgestellt wurde.Die Klimaerwärmung dürfte die Situation in vielen Regionen der Welt noch verschärfen. Der wirtschaftliche Schaden durch Dürren wird in dem Bericht allein für die Jahre von 1998 bis 2017 mit rund 124 Milliarden Dollar (117 Milliarden Euro) beziffert.

 

"Land trocknet aus, fruchtbarer Boden verwandelt sich in Staub", sagte Ibrahim Thiaw, Exekutivsekretär des internationalen Abkommens zum Schutz der Böden (UNCCD). "Dürren gehören zu den größten Bedrohungen einer nachhaltigen Entwicklung."|mehr|

 

     Gift: Hauptproblem beim Geierschutzn   05.05.2022

Flugbild eines Bartgeiers
Flugbild eines Bartgeiers

Die Geierpopulationen sind im Laufe des 20. Jahrhunderts weltweit drastisch zurückgegangen. Dank umfangreichen Schutzmassnahmen sind in einigen Regionen Europas die Geierbestände in den letzten Jahrzehnten wieder angestiegen. Es ist jedoch noch ein weiter Weg um den Erhalt der Geier Europas sicherzustellen. Die Bedrohungen sind vielfältig: Vergiftungen, Stromschläge und Kollisionen mit Infrastrukturen, Wilderei, der Rückgang von geeigneten Lebensräumen und des Nahrungsangebots, sowie menschliche Störungen tragen wesentlich zur Gefährdung der Geierwelt bei.

Weltweit sind Vergiftungen die grösste Bedrohung für Geier. Dabei spielen Giftköder eine Hauptrolle. Beutegreifer, die Schaden stiften können, sollen damit eliminiert werden. Diese illegale Praxis verursacht viel Tierleid und führt zu grossen Verlusten, nicht nur bei den verfolgten Arten wie etwa Füchsen und Wölfen, sondern häufig auch bei Greifvögeln. |mehr|

 

    Jagdtrophäenimport soll eingeschränkt werden   03.05.2022

Jagdtrophäe Leopard
Jagdtrophäe Leopard

Das Bundesumweltministerium hat angekündigt, die Importe von sogenannten Jagdtrophäen geschützter Tierarten nach Deutschland weiter einschränken zu wollen. "Auf Basis artenschutzfachlicher Maßgaben wollen wir die Importe von Jagdtrophäen geschützter Arten möglichst insgesamt reduzieren", teilte das Ministerium mit. Im Einzelfall solle der Import von solchen Trophäen ganz verboten werden, insbesondere dann, "wenn Zweifel an Nachhaltigkeit und Legalität der Jagd bestehen".

 

Mehrere Tierschutzverbände, darunter eine Ethikfachgruppe der Weltnaturschutzunion IUCN, hatten zuvor Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) dazu aufgefordert, dem Jagdtrophäenimport Einhalt zu gebieten. Lemke selbst hatte in ihrer vorherigen Rolle als naturschutzpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der Grünen die Jagdtrophäenpraxis deutlich kritisiert. |mehr|

              

         Stunde der Gartenvögel

Piep, Tschilp, Tirili: Seit Wochen bieten uns Vögel in Gärten und Parks ihre einmaligen Frühlingskonzerte. Welche Arten und wie viele es noch sind, die uns vor allem morgens mit ihrem Gesang erfreuen, wird das Wochenende vom 13. bis 15. Mai zeigen: Der NABU ruft gemeinsam mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der NAJU zur 18. „Stunde der Gartenvögel“ auf.

 

Je mehr Menschen bei der Stunde der Gartenvögel mitmachen, desto besser können die unsere NABU-Ornithologen den Zustand der Vogelpopulationen in unseren Siedlungen einschätzen. Im letzten Jahr nahmen mehr als 140.000 Menschen an der Aktion teil und meldeten aus über 95.000 Gärten und Parks mehr als 3,1 Millionen Vögel. Gemeinsam mit der Schwesteraktion „Stunde der Wintervögel“ handelt es sich daher bei dieser Aktion um Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmach-Aktion. |mehr|

 

       Initiative Lieferkettengesetz   30.04.2022

Schutz der Menschenrechte und eine globale nachhaltige Entwicklung: Die Europäische Union hat sich verpflichtet, zu diesen Zielen beizutragen. Im Angesicht der aktuellen Krisen sind diese Ziele wichtiger denn je. Doch viel zu oft stehen europäische Unternehmen für das Gegenteil: Mit skrupellosen Geschäftspraktiken tragen sie maßgeblich zu gefährlichen Arbeitsbedingungen, ausbeuterischer Kinderarbeit und zerstörten Regenwäldern auf der Welt bei. Viel zu oft müssen Menschen und Umwelt für die Profite von Konzernen aus Europa zahlen.

 

Es ist an der Zeit, dass Europa Verantwortung übernimmt und ein wirksames EU-Lieferkettengesetz beschließt: So kann Europa für unseren Planeten und seine Menschen einen echten Unterschied machen. |mehr|

        Fragen zur Mitgliedschaft:

        service@nabu.de  oder

        Tel. 030/284984-40 00