Neues Abbaukonzept für den Landkreis Vulkaneifel   01.12.2021

      Kartendarstellung des neuen Kreiskonzepts für die Rohstoffgewinnung

In seiner jüngsten Sitzung am 29.11.2021 beschloss der Kreisausschuss (KA) des Landkreises Vulkaneifel ein neues Konzept für den Gesteinsabbau. Das vorige Konzept hatte keine Zustimmung bei der Planungsgemeinschaft (PlG) gefunden, da das Innenministerium rechtliche Bedenken geltend gemacht hatte. Die erforderliche Zustimmung des Ministeriums war somit nicht mehr zu erwarten.

 

Die wesentlichen Punkte des nun beschlossenen neuen Konzepts sind:

1. Der bisherige „Raum mit besonderem Koordinierungsbedarf“ wird auf den hiesigen „landesweit bedeutsamen Erholungs- und Erlebnisraum“ gem. Landesentwicklungsprogramm (LEP IV) ausgedehnt.

 

2. Im landesweit bedeutsamen Erholungs- und Erlebnisraum wird es keine Ausweisung von Vorranggebieten Rohstoffsicherung geben. Die in der bisherigen Planung dort vorgesehenen Vorranggebiete werden zu Vorbehaltsgebieten abgestuft.

 

Im Klartext bedeutet dies: Bis auf zwei Ausnahmen – Abbaugebiete Niveligsberg bei Drees und Abbaubereich Schwarzlay am Höchstberg bei Kaperich – werden bei den übrigen potenziellen Abbauflächen die Hürden für eine Abbaugenehmigung höher gelegt. Beim Abbaugebiet Kyller Höhe bei Hillesheim gilt dies nur für den Bereich, der in das landesweit bedeutsame Erholungs- und Erlebnisraum hineinragt.

 

Die Kalkabbauflächen im Bereich Üxheim/Kerpen liegen außerhalb des Erholungs- und Erlebnisraums. Auf diese treffen daher die Veränderungen nicht zu.

 

Für die Aufnahme des KA-Beschlusses in den neuen Raumordnungsplan bedarf es noch der Zustimmung der PlG und des Innenministeriums.

Die Beschlussvorlage für den KA-Beschluss lesen Sie hier.

Eine vergrößerbare Kartendarstellung des Rohstoffkonzepts als pdf finden Sie hier.

Lesen Sie zu diesem Beitrag auch die folgende Meldung:

Kreiskonzept Rohstoffplanung „nicht genehmigungsfähig“ 22.08.2021

In der jüngsten Sitzung der Planungsgemeinschaft (PlanG) Trier teilte das zuständige Mainzer Ministerium mit, das vom Landkreis Vulkaneifel vorgelegte Konzept zur Rohstoffsicherung ...

Weinfelder Maar: Mehr Maar, mehr Licht   07.11.2021

     Allmählich versammelt sich alles um den Grill. Mittagspause ist angesagt.

Auf alten Fotografien ist das Weinfelder Maar nahezu komplett frei von Baumbewuchs. Auch die Maarbilder des wohl bekanntesten Eifelmalers, Fritz von Wille, zeigen das Maar weitgehend baumfrei – eine Ausnahme bildet die Baumgruppe um das Kapellchen. Eine Annäherung an dieses historische Landschaftsbild wurde als Zielvorstellung für das Weinfelder Maar im LEADER-Projekt „Dauner Maarlandschaft“ vereinbart. Seitdem helfen die NABU-Gruppe Daun und der Verband der Pflege- und Adoptivfamilien mit, offene Grünlandbereiche für lichtliebende Pflanzen und Tiere zu schaffen und das Maar in seiner geologischen Struktur sicht- und erlebbar zu machen. So waren auch in diesem Jahr beide Verbände an zwei Wochenenden im Oktober mit zwei ganztägigen Pflegeeinsätzen aktiv. Fast schien es so, als sollte durch eine besonders große Beteiligung all das nachgeholt werden, was durch die coronabedingte Zwangspause im vergangenen Jahr versäumt werden musste.

  Handys für Hummel, Biene und Co.  10.10.2021

In unendlich vielen Schubladen in Deutschland liegen altes Handys herum. Diese enthalten Materialien, die, falsch entsorgt, die Umwelt erheblich belasten. Deswegen ist ihre Entsorgung im Restmüll auch verboten. Mit der Aktion „Handys für Hummel, Biene und Co.“ bietet der NABU-Daun eine einfache Möglichkeit des Entsorgens an: Abgabe an einer Sammelstelle des NABU. Wir sammeln die Handys (egal. ab funktionsfähig oder kaputt), dazu auch Tablets, Netzteil, Ladekabel und Headsets und schicken sie zum Recyceln oder Verwerten an Telefonica Deutschland. Dort werden sie recycelt oder verwertet. Im Gegenzug spendet Telefonica für die bundesweit gesammelten Handys Geld an den NABU-Bundesverband. Die eingegangenen Finanzmittel werden zur Verbesserung der Lebensbedingungen für Hummel, Biene und Co. verwendet.

 

Es ist eine Aktion, bei der es nur Gewinner gibt:

 

Die Lebensbedingungen der Insekten werden verbessert, die Umwelt wird geschont durch eine fachgerechte Entsorgung (falls nötig), unsere Ressourcen werden geschont durch Wiederverwendung der enthaltenen Metall und nicht zuletzt Kinder, die nicht mehr in eigentlich verbotener Kindearbeit mithelfen müssen, diese Metalle zu gewinnen.

 

Helfen Sie mit, sprechen Sie auch Verwandte, Freunde oder Bekannte an. Je mehr Handys gesammelt werden desto mehr profitieren alle.

 

Hier können Sie Ihre Handys abgeben:

 

Betteldorf

Elisabeth Grell, Hauptstr. 3

 

Bodenbach

Lydia Göbhart, Am Büchel 7a

Rosemarie Schmidt, Flurweg 12

 

Darscheid

NEZ, NaturErlebnisZentrum Vulkaneifel

 

Daun

Borsch-Elektrotechnik, Wirichstr. 4

Heinz Bauer Telekommunikation, Trierer-Str. 19

Grundschule

Geschwister-Scholl-Gymnasium

Thomas-Morus-Gymnasium

Claudia Lange, Heideweg 3

Dirk Häp, Kurfürst-Balduin-Str. 5

Georg Möhnen, St. Laurentiusstr. 16

Hans-Peter Felten, Koblenzer-Str. 2

 

Demerath

Heike und Pascal Bosseler, Brunnenstr. 24

 

Dockweiler

Edel Grell, Unter Fels 9

 

Ellscheid

Sepp Wagner, Lindenweg 11

 

Kelberg

Maggie Hegel, Amselweg 4

 

Schönbach

Alfred Kerpen, Utzerather 1

   Wir arbeiten wieder am Weinfelder Maar

Coronabedingt mussten wir bei den gemeinsam mit dem Verband der Pflege- und Adoptivfamilien seit 1999 (!) alljährlich durchgeführten Pflegemaßnahmen im vergangenen Jahr pausieren. In diesem Jahr können wir diese erfreulicherweise mit 2 Pflegeeinsätzen am Weinfelder Maar wieder aufnehmen. Auch diesmal geht es darum, durch Roden und Verbrennen von Strauchwerk an den Maarhängen Licht für lichtliebende Pflanzen und Tiere zu schaffen.

 

Die Teilnehmer treffen sich am Samstag, 23. und 30. Oktober ab 9:00 Uhr an den Feuern auf dem Maarplateau. Auf dem Maarplateau besteht auch Parkmöglichkeit in der Nähe des Dronketurms. Astscheren evtl. auch Motorsägen zum Zerkleinern des Strauchwerks sind günstig, Arbeitshandschuhe auf jeden Fall erforderlich. Wegen möglichen Funkenflugs ist ältere Kleidung angebracht. Für Speis und Trank ist gesorgt.

 

Der Weg zu den Parkmöglichkeiten am Dronketurm ist auf der Karte eingezeichnet.

Kreiskonzept Rohstoffplanung „nicht genehmigungsfähig“  

22.08.2021

                                Lavagesteinsabbau in Birresborn

In der jüngsten Sitzung der Planungsgemeinschaft (PlanG) Trier teilte das zuständige Mainzer Ministerium mit, das vom Landkreis Vulkaneifel vorgelegte Konzept zur Rohstoffsicherung sei nicht genehmigungsfähig. Während das Landesplanungsgesetzes (LEP) RLP verbindlich vorgibt „Die landesweit bedeutsamen Bereiche für die Rohstoffsicherung … sind durch die Ausweisung von Vorrang- und Vorbehaltsgebieten in den regionalen Raumordnungsplänen zu konkretisieren und zu sichern“, sollte dies lt. Kreiskonzept im Hinblick auf den Abbau vulkanischer Gesteine im Landkreis Vulkaneifel jedoch nicht mehr möglich sein.

 

Kreis ursprünglich für Ausweisung von Rohstoffsicherungsgebieten

Dabei hatte noch ein paar Monate vorher der Kreis eine ganz andere Haltung. Er hatte in einem ersten Entwurf des Kreiskonzeptes der Ausweisung solcher Gebiete noch zugestimmt. Er tat dies insbesondere, weil “Der Erhalt der typischen Vulkanlandschaft damit gesichert ist, denn es wird nur die Erweiterung von bereits genehmigten Abbauflächen geben und keine Neuaufschlüsse mehr geben; mithin wird kein weiterer Vulkankegel verschwinden.“ – so hieß es damals im Entwurf. Woher nun der Sinneswandel?

 

Vorrang für Landschaftsschutz vor Gesteinsabbau gefordert

Schon im gescheiterten Dialogprozess Rohstoffsicherung war von bestimmter Seite immer wieder die Forderung erhoben worden, der Landschaftsschutz müsse Vorrang gegenüber der Rohstoffgewinnung haben. Die Wortführer des Dialogprozesses glaubten schließlich sogar, diesen Anspruch aus dem LEP ableiten zu können. Dieser Argumentation folgten zunehmend die Kreistagsfraktionen. Sie beschlossen schließlich bei einer Gegenstimme das Kreiskonzept. Dieses läuft quasi auf ein Ende der Gewinnung vulkanischer Gesteine hinaus. Bezüglich des angeblichen Vorrangs des Landschaftsschutzes sahen aber die Kreisvertreter erneut über das LEP hinweg. Dort heißt es nämlich klipp und klar: „Bei der Abwägung mit anderen konkurrierenden Nutzungsansprüchen ist der Rohstoffsicherung ein hervorgehobenes Gewicht beizumessen.“

 

Brauchbares Konzept von einem Fachbüro

Erst die deutlichen Worte aus dem Innenministerium verdeutlichten wohl einigen Kreisvertretern, dass sie einer Selbsttäuschung erlegen waren und einer Wunschvorstellung gefolgt waren, dabei das real Machbare aber außer Acht gelassen hatten. Um nicht ein offensichtlich rechtswidriges Konzept zu beschließen, wurde daher eine endgültige Abstimmung über das Kreiskonzept vertagt. Dabei hätte der Kreis leicht ein brauchbares Konzept mit zahlreichen Verbesserungen für den Landschaftsschutz haben können. In dem vom Fachbüro agl erstellten und von allen Fachbehörden – z.B. Obere Naturschutzbehörde und Obere Wasserbehörde – gebilligten agl-Konzeptvorschlag lag ein solches dem Kreis vor. Auch die Rohstoffindustrie hatte, nachdem sie ihre ursprünglich weit darüber hinausgehenden Ansprüche aufgegeben hatte, dem Konzept zugestimmt. Es wäre also eine Einigung möglich gewesen.

 

Ein Bärendienst für den Naturschutz

Stattdessen wird nun der alte Raumordnungsplan (ROP) von1984 noch lange Zeit Gültigkeit behalten. Es ist genau der ROP, dessen Auswirkungen Bevölkerung, Naturschützer und Politiker zu Recht beklagen. Die im alten ROP fehlenden Regelungen zum Schutz der Vulkanlandschaft haben schließlich dazu geführt, dass so mancher Vulkanberg aus dem Kreisgebiet verschwunden oder nur noch in traurigen Resten vorhanden ist. Die Chance, über den agl-Konzeptvorschlag einen wirksameren Schutz unserer Vulkanlandschaft zu erreichen, haben mit ihrem unbedachten Vorgehen nun ausgerechnet die Kreistagsmitglieder torpediert. Dem Landschaftsschutz haben sie damit einen Bärendienst geleistet.

Die Stellungnahme der NABU-Gruppe Daun zum Kreiskonzept Rohstoffsicherung finden Sie hier.

Das Kreiskonzept für die Rohstoffsicherung finden Sie hier.

Zum agl-Konzeptvorschlag als pdf geht es hier.

  Erstbezug nach sieben Jahren   28.05.2021

          Die Jungen haben sich schon auf das Anflugbrett hinausgewagt

In einer Gemeinschaftsaktion von NABU-Gruppe Daun und RWE wurden vor sieben Jahren acht Nisthilfen für Falken angefertigt und an Hochspannungsmasten angebracht. Gedacht waren sie für Wanderfalken und von daher auch entsprechend dimensioniert. Allerdings waren Wanderfalken im Landkreis Vulkaneifel ausgesprochen selten. Ein einziges Paar brütete überhaupt nur im Landkreis. Aber auch das hatte erst im Jahr vor der Gemeinschaftsaktion den Weg in unseren Landkreis in eine Nisthilfe an einer Autobahnbrücke gefunden. Sehr schnell nutzten Turmfalken die Nisthilfen an den Strommasten. Jedes Jahr waren fast alle besetzt. Nun aber zog in diesem Jahr erstmals ein Wanderfalkenpaar ein und zieht derzeit 2 Junge groß. Inzwischen haben sich die Jungen schon aus dem Kasten herausgewagt und halten sich schon auf dem Anflugbrett auf. Zumindest einer der Altvögel ist immer noch in der Nähe und hält Wache. Es wird nicht mehr lange dauern bis die Jungen ausfliegen.

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Neue Nisthilfen für Wanderfalken   26.02.2014

Seit einigen Tagen finden Wanderfalken im Landkreis Vulkaneifel acht neue Nisthilfen an Hochspannungsmasten vor. Es ist dies das Ergebnis der Beteiligung unserer Gruppe ...

    Neuer Vorstand gewählt   24.05.2021

 

Turnusmäßig standen bei der diesjährigen Hauptversammlung der NABU-Gruppe Daun Neuwahlen des Vorstandes an. Eine Präsenzveranstaltung war auf Grund der Coronaverordnung nicht möglich. Die Versammlung wurde daher online als Zoom-Meeting durchgeführt. Die Wahlen brachten folgendes Ergebnis:

 

Vorsitzender: Sepp Wagner, Ellscheid

Stellvertr. Vorsitzende: Anne-Ruth Windscheif, Hillesheim

Kassiererin: Marie Englert, Bodenbach

Schriftführer: Hans-Peter Felten, Daun

 

Beisitzer:

Lydia Göbhart, Bodenbach

Georg Möhnen, Daun

Maggie Hegel, Kelberg

Tanja Thelen, Kelberg

Viola Weiler, Mehren

Heike Bosseler-Großarth, Demerath

Pascal Bosseler, Demerath

Dirk Häp, Daun

 

Als Kassenprüfer wurden gewählt:

Doro Felten, Daun

Markus Schmitz, Üdersdorf

 

 Blühflächen für Insekten   20.05.2021

           Blühstreifen am Rundweg um das Schalkenmehrener Maar

Artenreiche Blühflächen fördern heimische Insekten, die mehr und mehr unter Druck geraten und gefährdet sind. Blühflächen bieten Insekten Lebensraum, Nahrung und Schutz. Für den Menschen sind sie eine Freude anzusehen, wenn in vielen Farben verschiedenste Blumen und Kräuter erblühen.

 

Blühflächen können nicht nur in der Landschaft, zum Beispiel als Ackerrandstreifen angelegt werden, sondern auch innerorts im eigenen Garten. Jede/r kann erfolgreich eine solche Blühfläche anlegen und so zur Artenvielfalt beitragen. Bereits wenige Quadratmeter können hier einen positiven Beitrag für den Artenschutz leisten.

 

Saatgut zum Verteilen

Interessierte können sich bei der NABU-Gruppe Daun melden, um Saatgut zu erhalten. Tipps zu Aussaat und Pflege werden ebenfalls bereitgestellt.

 

Kontakt: info@nabu-daun.de; Ansprechpartnerin Viola Weiler, Tel. 0175/2576729

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Schalkenmehren: Blütenreiche Ackerstreifen für Insekten 07.08.2020

Wer als Einheimischer in und um Schalkenmehren spazieren geht, dem wird wahrscheinlich auffallen, dass sich die Fläche der Blühstreifen an den landwirtschaftlichen Nutzflächen ...

            Blühstreifen an einer Viehweide im Mittelweiher bei Ellscheid

 Langer Atem für einen Eichenwald   18.05.2021

           Auch in unserem Wald dürfen die Eichen nun so alt werden.

Mehrfach wurde in Sitzungsprotokollen der NABU-Gruppe Daun eine Eichenwaldparzelle in Sarmersbach erwähnt. Unser leider im vergangenen Jahr verstorbenes Vorstandsmitglied Achim Lange war bei einer Suche nach Greifvogelhorsten auf dieses Waldstück aufmerksam geworden. Nicht alleine der dort gefundene Rotmilanhorst begeisterte ihn, sondern auch der Wald an sich mit seinen alten Eichen und Buchen. Die für Naturschützer traurige Vorstellung, dass die herrlichen Eichen irgendwann zu Dauben für Fässer verarbeitet werden könnten, veranlassten den Vorstand der Gruppe, sich näher mit diesem Stück Wald zu befassen. In Gesprächen mit dem Eigentümer stellte sich dann heraus, dass diese Vorstellung  sogar bald Realität werden könnte. Der Eigentümer beabsichtigte, das Waldstück zu verkaufen! In vielen Gesprächen gelang es dann Achim Lange, den Eigentümer zu einem Verkauf der Parzelle an unsere Gruppe zu bewegen – und dies nicht zu einem Phantasiepreis, sondern zu einem an einem forstlichen Gutachten orientierten Preis. Zudem sagte der Eigentümer zu, bis zum Vertragsabschluss keine Nutzung mehr vorzunehmen. Nun ging kürzlich der notarielle Abschluss über die Bühne. Damit ist das kleine Waldstück auf Dauer für die Natur gesichert.

 Weideauftrieb am Maar und Weiher   28.04.2021

     Mit Vergnügen stürzen sich die Ziegen in das Gestrüpp am Pilatusfelsen

Seit einigen Tagen haben das Weidenfelder Maar und das NSG Sangweiher ihre besondere Attraktivität wieder. Die vierbeinigen Landschaftspfleger sind wieder aktiv. Am Weinfelder wird die Arbeit der Esel, die dort ganzjährig für eine Beweidung sorgen, durch eine stattliche Herde Burenziegen unterstützt. Während die Esel in erster Linie das Gras kurz halten, machen sich die Ziegen ganz besonders gerne über die Sträucher her. Auch Stacheln, wie an Weiß- und Schwarzdorn oder auch an Brombeeren, halten die Ziegen nicht ab. Im Gegenteil. Sie werden bevorzugt aufgesucht. Leider hat der Eigentümer der Tiere und zugleich Mitinitiator der Weideprogramme am Maar und Sangweiher, der Landwirt Leo Kordel vom Partnerbetrieb Naturschutz Weinfelder Hof, den diesjährigen Weideauftrieb nicht mehr miterlebt. Herr Kordel verstarb wenige Tage bevor die Tiere den Rundstall am Weinfelder Hof gegen die nun kommende monatelange Freiheit am Maar und Weiher eintauschen konnten.

         Vor allem für die Kälber ist der Sangweiher ein großes Erlebnis

  Stacheldrahtzaun abgebaut   23.04.2021

           Dieser Stacheldraht stellt keine Gefahr mehr für Tiere dar.

Auf so manchem Grundstück, das der NABU erworben, geschenkt, zugeteilt oder übereignet bekommen hatte, befanden sich Hinterlassenschaften, über die man sich als neuer Grundstückseigentümer nicht gerade freut. Von einfachen Litzendrähten über Knotengeflechtzäunen oder Stacheldraht war alles dabei bis hin zu ganzen Wellblechhütten, in die zu allem Überfluss auch noch Asbestverkleidungen eingebaut waren. Stacheldrahteinzäunungen stellen für so manches Trier eine möglicherweise sogar tödliche Gefahrenquelle dar und in liegengelassenen Knotengeflechtzäunen verheddern sich immer wieder geweihtragende Tiere. Auf Grundstücken des NABU, die ausschließlich der Natur dienen sollen, sollte so etwas nicht passieren. So standen mehrfach Aktionen an, um diese Altlasten zu beseitigen. Rechtzeitig vor Beginn der Vegetationsphase kam nun an einem Spätwintertag eine Stacheldrahteinzäunung mit sechs (!) Lagen Stacheldraht an die Reihe. Aneinandergelegt hätten diese sechs Lagen eine Länge von über 1 km Stacheldraht ergeben. Aktive des NABU-Daun und ein ortsansässiger Landwirt mit einem Arbeitsgerät sorgten für den Abbau und die ordnungsgemäße Entsorgung des Stacheldrahtes.

                                    Nach getaner Arbeit

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NSG Kirchweiler Rohr: Altlasten beseitigt   09.03.2017

Mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz gelang es uns vor einiger Zeit, im Flurbereinigungsverfahren Kirchweiler/Hinterweiler etwa ca. 14 ha ...

Einladung zur digitalen Hauptversammlung 2021

  

   am Freitag, 21. Mai 2021, 19:00 Uhr per Zoom-Meeting

Die Durchführung der Jahreshauptversammlung 2021 ist uns als Präsenzveranstaltung auf Grund der Corona Verordnung auch weiterhin nicht möglich. Eine geänderte Rechtslage ermöglicht es jedoch inzwischen, eine rechtsverbindliche Versammlung als digitale Versammlung durchzuführen. Sie wird als Zoom-Meeting stattfinden. Um bei Zoom das passende Leistungsangebot ordern zu können, ist es erforderlich, dass wir die zu erwartende Teilnehmerzahl kennen. Mitglieder, die an der Versammlung teilnehmen wollen, melden sich daher bitte bis 07.05.2021 per Mail bei unserem Schriftführer H.P. Felten an, felten.daun@t-online.de. Den angemeldeten Mitgliedern schicken wir rechtzeitig einen Link zu, mit dem sie sich zum Meeting zuschalten können

 

Bitte haben Sie keine Scheu, an einer virtuellen Versammlung teilzunehmen, auch wenn es möglicherweise für einige Neuland sein mag. Sie brauchen dazu nicht extra ein Programm herunterzuladen – mit einem Klick auf den zugeschickten Link sind Sie direkt im Meeting. Wir werden künftig verstärkt die digitalen Kommunikationsmöglichkeiten nutzen. Dies spart Kosten und Arbeitsaufwand gleichermaßen. Einladungen und Mitteilungen werden ab jetzt nur noch in den Mitteilungsblättern, der Tagespresse und auf unserer Homepage veröffentlicht. Eine Benachrichtigung per Brief erfolgt in Zukunft nicht mehr. Bitte teilen Sie uns daher Ihre Mailadresse mit.

 

Wir lassen Ihnen den Bericht des Vorsitzenden, den Kassenbericht sowie die Kurzvorstellungen der Bewerber als Anlage vorab zukommen. Damit entfällt ein mündlicher Vortrag während der Versammlung, was sicherlich im Hinblick auf das Vermeiden technischer Störungen günstig sein dürfte.

 

Die TO umfasst daher folgende Punkte:

 

  1. Begrüßung durch den Vorsitzenden
  2. Feststellung der TO
  3. Aussprache zum Bericht des Vorsitzenden
  4. Bericht der Kassenprüfer
  5. Aussprache zum Kassenbericht
  6. Entlastung des Vorstandes
  7. Neuwahl des Vorstandes, der Kassenprüfer und vorab des Wahlleiters
  8. Sonstiges

Anträge sowie eigene Vorschläge zur Besetzung der Vorstandspositionen richten Sie ebenfalls bitte bis zum 07.05.2021 an den Schriftführer unser Gruppe H.P. Felten, felten.daun@t-online.de.

      Was tun, wenn?         31.03.2021

                                   Bettelnde junge Amsel

Immer wieder erreichen den NABU Anrufe aufmerksamer oder auch besorgter Menschen, in denen wir um Hilfe gebeten werden. Mal geht es um einen anscheinend verlassenen Jungvogel am Straßenrand, mal um ein Wespennest im Rolladenkasten oder um Riesenbärenklau auf einer Wiese. Wir können nur in den allerwenigsten der uns erreichenden Anfragen selbst tätig werden. Rechtliche Bestimmungen (geschützte Tierarten), personelle Gegebenheiten (wir sind nicht Fachleute für alles) wie auch fehlende sachliche Voraussetzungen (z.B. Pflegemöglichkeiten für verletzte Tiere) stehen dem zumeist entgegen.

 

Zu anscheinend verlassenen Jungvögel jedoch gleich an dieser Stelle ein paar Tipps.

 

Ganz alleine irgendwo sitzende Jungvögel, sind in der Regel nicht von ihren Eltern verlassen worden. Sie werden auch außerhalb des Nestes von den Altvögeln gefüttert. Dies unterbleibt jedoch, wenn Menschen in der Nähe sind. So entsteht der zumeist falsche Eindruck, die kleinen Piepmätze seien von ihren Eltern verlassen worden. Greifen Sie in diesen Fällen nur ein, wenn der Jungvogel etwa direkt an einer Straße sitzt oder leicht für Katzen zu erreichen ist. Setzen Sie dann den Jungvogel in der Nähe an einen sicheren Platz. Anders als etwa bei Rehkitzen oder Junghasen, können Sie Vögel ruhig anfassen. Junge Eulen verlassen sogar grundsätzlich ihr Nest bevor sie fliegen können. Sie halten sich dann in einer „Infanteristenphase“ auf dem Boden oder auf Ästen auf. Nehmen Sie die Vögel nicht mit! In der Natur sind deren Überlebenschancen am größten.

 

Können Sie den Vogel nicht richtig fassen, werfen Sie ihm eine Decke über. So lässt er sich leicht fangen. Sollte er verletzt sein, setzen Sie ihn zum Transport in eine Pflegestation in eine mit einem Tuch ausgelegte nicht zu großen Karton. Ein verletztes Tier zu einer Pflegestation zu bringen, ist eine Hilfsmaßnahme, zu der jeder im Interesse der Tierwelt bereit sein sollte.

 

Kontaktdaten zuständiger Organisationen oder Behörden, von denen Sie weitere Informationen erhalten können, haben wir zu folgenden Themen zusammengestellt:

  • Ameisen
  • Anlegen von Blühstreifen
  • Fledermäuse
  • Landwirtschaft
  • Luchs- und Wolfsmeldungen
  • Riesenbärenklau
  • Tier- und Pflanzenbeobachtungen
  • Vögel oder Igel – verletzt oder geschwächt
  • Wespen

Druckversion der ausführlichen Zusammenstellung als pdf.

Kreis legt Entwicklungskonzept Rohstoffe vor   12.03.2021

 

Der Landkreis Vulkaneifel hat ein eigenes Kreisentwicklungskonzept Rohstoffsicherung – neuerdings offiziell bezeichnet als Teilplan Rohstoffsicherung – erstellt und der Planungsgemeinschaft Trier empfohlen, diesen in den kommenden Raumordnungsplan aufzunehmen. Die entsprechende Beschlussvorlage des Kreisausschusses vom 22.10.2020 wurde in der Sitzung vom 26.10.2020 beschlossen. Sie finden Sie |hier|

 

Wie der NABU diesen Teilplan einschätzt, hat er in folgender Pressemitteilung dargestellt.

 

     Das bisher Erreichte droht verspielt zu werden

 

 „Soll das bisher Erreichte wieder verspielt werden?“, das frage sich der NABU, so NABU-Daun Vorsitzender Sepp Wagner, angesichts der im Kreisausschuss (KA) Vulkaneifel parteiübergreifend gefassten Beschlussempfehlung zum Gesteinsabbau. Das bisher Erreichte sei der vom Fachbüro agl vorgelegte Konzeptvorschlag Rohstoffsicherung. In ihm seien erstmals alle die für die Rohstoffplanung wie auch die für die Berücksichtigung der schützenswerten Güter wie Natur und Landschaft oder Wasser bedeutsamen Fakten zusammengetragen, Bewertungskriterien erstellt und darauf aufbauend ein Vorschlag für die künftige Rohstoffgewinnung im Landkreis Vulkaneifel entwickelt worden. Nach Ansicht des NABU sei dieser Konzeptvorschlag ein vertretbarer Kompromiss zwischen den Interessen der Rohstoffindustrie und den Erfordernissen der zu schützenden Güter. weiterlesen

 Neue Wohnung für Turmfalken   10.12.2020

   Junge Turmfalken in der alten Nisthilfe (li.), noch freie Ersatznisthilfe (re.)

Etwas mehr als 3 Jahrzehnte bot eine Nisthilfe im Turm der Thomas-Morus-Kirche Turmfalken eine sichere Brutmöglichkeit. Vorstandsmitglieder der NABU-Gruppe Daun hatten sie mit Einwilligung der kath. Pfarrgemeinde seinerzeit als Eigenbau gefertigt und im Turm angebracht. Mit dem Abriss der Kirche 2017 verloren die Falken ihr Zuhause. Turmfalken zählen jedoch zu den besonders geschützten Vogelarten, deren Niststätten nicht ohne Genehmigung und vor allem nicht ohne Ersatz oder Ausgleich beseitigt werden dürfen. 

 

Nach mehr als 3 Jahren wurde nun vor wenigen Tagen dieser Ersatz angebracht. Die Kreisverwaltung Daun ließ die Nisthilfe auf ihrem Gelände anbringen. Die hohen Gebäude der Kreisverwaltung (z.B. Kreishaus oder Gymnasien) wären die idealen Anbringungsorte gewesen. In großer Höhe und vor allem mardersicher hätten die Falken dort brüten können. Anders jedoch als die Verantwortlichen der Kirchengemeinde, die nichts gegen Kotspritzer der Vögel am Gotteshaus als Sakralbau einzuwenden hatten, befanden die für die Kreisgebäude Zuständigen der Kreisverwaltung, dass dies für ihre Profanbauten, wie Kreishaus oder Gymnasium, nicht zumutbar sei. Nun hängt die Ersatzhilfe in einer hohen Kiefer etwa 50 m entfernt gegenüber dem Gebäude mit der Kreisbibliothek. Es fehlen jetzt nur noch die Turmfalken.

  Pflegeeinsatz am Weinfelder Maar. 26.10.2020

       Wegen der Corona-Pandemie blieb die Arbeitsgruppe diesmal klein.

Kamen sonst in der Regel 15-20 Helfer zum Pflegeeinsatz, waren es diesmal wegen der Coronapandemie deutlich weniger. Diejenigen aber, die zur ersten Pflegeaktion dieses Jahres am Weinfelder Maar gekommen waren, packten dafür umso kräftiger zu und vergrößerten die im vergangenen Jahr freigestellte Fläche erheblich. Mehr und mehr wird dadurch der Blick nach Süden zur Altburg und ins Winkelbachtal frei. Am Samstag dieser Woche, 31.10.2020, wird an gleicher Stelle die Arbeit ab 09:00 Uhr fortgeführt. Neue Helfer erreichen die Arbeitsstelle am einfachsten vom Dronketurm durch das große hölzerne Klapptor geradeaus über das Plateau. Schauen Sie sich unsere Bilderstrecke an!

 

 

Altgrasstreifen für den Sangweiher   07.09.2020

        Der Altgrasstreifen hebt sich deutlich von der gemähten Fläche ab

Aufmerksame Naturbeobachter am Sangweiher werden sich wahrscheinlich gefragt haben, warum ein rund 22 m breiter Grünlandstreifen des Südhanges nicht gemäht wurde. Der Streifen zieht sich in einer Länge von knapp 400 m entlang des Wirtschaftsweges, der das Gebiet auf der Richtung Udler gelegenen Seite begrenzt. Insgesamt umfasst der so entstandene Altgrasstreifen eine Fläche von 8400 qm, somit 10% des insgesamt 8,4 ha großen Südhangs. Von dieser Maßnahme profitieren ganz besonders die Insekten. Sie wurde vom Naturschutzbeauftragten Vulkaneifel Torsten Weber angeregt und stieß bei der Familie Kordel vom Partnerbetrieb Naturschutz vom Weinfelder Hof in Mehren, deren Glanviehherde seit einigen Jahren das Sangweihergelände beweidet, auf offene Ohren.

 

Altgrasstreifen wandert

Im Juli dieses Jahres war die restliche Fläche des Südhanges gemäht worden. Inzwischen ist das Gras nachgewachsen. Daher beginnt in Kürze die Beweidung der gemähten Fläche. Der Altgrasstreifen wird dabei ausgezäunt und ist so für das Weidevieh tabu. Erst im kommenden Jahr wird der Streifen bei der Mahd Anfang Juli mitgemäht und kann als einjähriges Altgras im Heu mitverwendet werden. Er fällt allerdings nicht ersatzlos weg. Statt seiner wird im kommenden Jahr ein Streifen in der Mitte des Hangs nicht gemäht. Nachdem im darauffolgenden Frühjahr auch dieser Streifen gemäht und wegfallen wird, wird der diesjährige Streifen wieder zum Altgrasstreifen entwickelt. So wird in den kommenden Jahren eine ständig alternierende Nutzung der beiden Streifen erfolgen.

 

Der Nutzen des Altgrasstreifens

Der große Vorteil dieser abwechselnden Nutzung liegt darin, dass auf diesen Streifen keine schlagartig einsetzende drastische Veränderung des Lebensraums von Tieren und Pflanzen eintritt, die ansonsten zwangsläufig mit einer Mahd verbunden ist. Untersuchungen in anderen NSG zeigen, dass bei bestimmten Tierarten, insbesondere Insekten, die Arten- wie auch Individuenzahl deutlich höher ist als in den gemäht Bereichen. Dies ist leicht zu erklären, da in den nichtgemähten Bereichen die Larven der Insekten sich ungestört zum Vollinsekt entwickeln können. Ihre Futterpflanzen stehen ebenfalls ungestört für sie zur Verfügung. Die Blütenpflanzen selbst können sich ebenfalls über die Blütezeit hinaus bis zur Samenproduktion entwickeln. Vögel profitieren ebenfalls vom Altgrasstreifen, können sie dort doch ungestört ihre Nester bauen und Junge großziehen.

 

Schon mehrere Naturschutzmaßnahmen

Das Entwickeln des Altgrasstreifens schließt sich an einige frühere Naturschutzmaßnahmen an, die speziell durchgeführt wurden, um das lange Zeit durch Entwässerung entwertete Sangweihergebiet ökologisch aufzuwerten. So wurde 1987 durch einen Aufstau überhaupt erst ein Weiher wieder möglich. Eine reichhaltige Tierwelt der an Gewässer gebundenen Arten stellte sich ein. Auch wurden noch vorhandene Äcker sukzessive aufgekauft und zum Vorteil der hochgefährdeten Vögel des Grünlandes in extensives Grünland umgewandelt. Seit 2015 erfolgt die Beweidung durch Glanvieh. Dies verhindert eine Verbuschung des Gebietes, wodurch die Attraktivität des Geländes für bodenbrütende Vögel und lichtliebende Pflanzen erhalten bleibt. Und nun schloss sich in diesem Jahr die auf den Insektenschutz abzielende Anlage eines Altgrasstreifens an. Das NSG Sangweiher dokumentiert einmal mehr, dass Naturschutz und Landwirtschaft durchaus erfolgreich ineinandergreifen können.

 

 Schalkenmehren: Blütenreiche Ackerstreifen für Insekten 07.08.2020

                           So blüht es am Schalkenmehrener Maar

Wer als Einheimischer in und um Schalkenmehren spazieren geht, dem wird wahrscheinlich auffallen, dass sich die Fläche der Blühstreifen an den landwirtschaftlichen Nutzflächen vergrößert hat. Dies geht auf eine Spende des Hoteliers Hubert Drayer vom Wohlfühlhotel Michels in Schalkenmehren zurück. Noch im vergangenen Jahr hatte er unserer Gruppe mitgeteilt, er wolle in diesem Jahr auf das bisher von ihm für seine Gäste an Sylvester veranstaltete Feuerwerk verzichten. Mit dem so eingesparten Geld wolle er ein Naturschutzprojekt unterstützen. Er bat um einen Vorschlag.

 

Nichts fiel uns leichter als das. Schon in den Jahren zuvor hatten Schalkenmehrener Bürger auf einigen ihrer landwirtschaftlichen Flächen Blühstreifen angelegt – sehr zur Freude der Maarbesucher aber insbesondere zum Nutzen der Insekten. Sie profitieren seitdem von Initiativen der Familien Mölder und Scholzen. Auf den von ihnen angelegten Blühstreifen fanden Insekten Blüten zum „Auftanken“ und auch geeignete Futterpflanzen für ihre Raupen.

 

Von der von Herrn Drayer erhaltenen Spende erwarben wir geeigneten Samen, hier die Veitshöchheimer Bienenweide. Dies ist eine mehrjährige Blumenmischung und kommt nächstes Jahr wieder zum Blühen. Durch tatkräftige Unterstützung vom Schalkenmehrener Angelverein wurden neben den bereits aktiven Familien weitere Partner für das Blütenprojekt in und um Schalkenmehren herum gewonnen. Diesen stellten wir den Samen zur Verfügung, so dass die Bienenweide nun u.a. auch beim Wohnmobilstellplatz am Ortseingang von Schalkenmehren und im Rasbachtal blüht.

 

Vielleicht macht das Schalkenmehrener Beispiel auch noch anderswo Schule!

 

      Zu Tode gefüttert   08.05.2020

 

                   Eine Folge völlig falsch verstandener Tierliebe

 

Seit mehreren Jahren erfreuen die Ziegen am Weinfelder Maar nicht nur die vielen Maarbesucher. Sie halten das Maargelände durch die Beweidung auch offen für lichtliebende Pflanzen und Tiere. Sie leisten auf diese Weise den entscheidenden Beitrag zum Erhalt des wertvollen Lebensraumes am Maar. Leider ereignete sich jedoch erneut ein Fall, wo durch offensichtlich völlig falsch verstandene Tierliebe ein junges Zicklein zu Tode kam. Ein Maarbesucher war auf ein verendetes Zicklein gestoßen und hatte darüber das Forum Daun informiert. Von dort hatte der Halter der Ziegen Kenntnis von dem verendeten Tier erhalten. So konnte er nicht nur das tote Zicklein bergen, er fand auch die Ursache des Verendens heraus.

 

Brot als Todesursache

Weitere Ziegen, darunter auch der Bock der Herde, wiesen mit ihren aufgebähten Bäuchen eindeutig darauf hin, was geschehen sein musste. Sie waren mit Brot gefüttert worden! Ziegen geben die in ihrem Pansen, einer großen Gärkammer des Magens, entstehenden Gärgase durch einen besonderen Reflex, den Ruktus, ab. Brot erzeugt mit seinen Kohlenhydraten jedoch ein Übermaß an Gärgasen, was zu einer Ruktusstörung führt. Die Gärgase können nicht mehr durch das für Wiederkäuer typische, besondere Rülpsen abgeben werden. Als Folge davon bläht sich der Pansen ungeheuer auf (Pansentympanie). Im Fall des Zickleins führte dies zum Tod. Der Tod der anderen Tiere konnte durch das Eingreifen des Ziegenhalters verhindert werden.

 

Den Tieren zuliebe: Nicht füttern! Hunde an die Leine!

Rund 25 ha Weidefläche steht der Ziegenherde am Weinfelder Maar zur Verfügung. Sie ist damit mehr als ausreichend groß, alle Ziegen und auch die 7 Esel zu ernähren. Sie brauchen kein zusätzliches Futter, schon gar keines, das ihnen den Tod bringt. Und noch etwas sollte für Maarbesucher selbstverständlich sein: Wer als Tierfreund den besten Freund des Menschen, seinen Hund, mit zum Maar nimmt, sollte ihn unbedingt anleinen. Am Maar haben Ziegen und Esel freien Auslauf, nicht aber Hunde. Auch die Hundebesitzer, die über ihren Hund sagen können, dass dieser nie eine Ziege beißen würde, sollten dies respektieren.

 

Lesen Sie zu diesem Beitrag auch die folgende Meldung:

Weinfelder Maar: Ziege von Hund angefallen   04.08.2015

Von einem nicht angeleinten Hund eines Maarbesuchers wurde ein junges Bockzicklein schwer verletzt. Ein faustgroßes Stück Fleisch wurde aus der Hinterkeule der jungen Ziege .

 

Vögel in der Nähe beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen, dabei tolle Preise gewinnen und die Kenntnisse über unsere Vogelwelt steigern ...

All das vereint die Aktion „Stunde der Gartenvögel“. Dabei sind Vogelfreunde quer durch die Republik aufgerufen, eine Stunde lang alle Vögel zu notieren und dem NABU zu melden.

 

Mitmachen können Sie in jedem Garten, auf jedem Balkon oder auch im Park. Wenn Sie die heimische Vogelwelt nicht allein, sondern in einer Gruppe von Vogelliebhabern und unter fachkundiger Führung eines NABU-Experten kennen lernen möchten, können Sie an einer der zahlreichen Gartenvogelführung teilnehmen.

 

So wird gezählt:

Zählen Sie alle Vögel, die Sie beim Blick in Ihren Garten oder den örtlichen Park entdecken können. Im Laufe einer Stunde sollen von jeder Vogelart die höchste Zahl der dort beobachteten Vögel notiert werden. Und zwar die höchste Zahl zu einem Zeitpunkt: Dieselbe Amsel fünfmal hin und herfliegen zu sehen, macht nicht fünf Amseln, sondern nur eine. |mehr|

 

   Mysteriöses Meisensterben   17.04.2020

                     Blaumeisen scheinen besonders betroffen

Derzeit grassiert eine bis jetzt unbekannte und scheinbar ansteckende Krankheit in der Vogelwelt, vor allem Blaumeisen scheinen betroffen zu sein. Ab 11. März wurden erste Fälle aus Rheinhessen in Rheinland-Pfalz und den angrenzenden Regionen am Mittelrhein in Hessen bekannt. Bis zum 8. April wurden über 60 Fälle mit über 150 toten Meisen aus einer Region zwischen dem Westerwald in Rheinland-Pfalz über Mittelhessen bis ins westliche Thüringen bekannt. Um die Ausbreitung dieses neuen Phänomens und seine Auswirkungen auf Vögel zu erfassen und zu bewerten, bittet der NABU um die Meldung kranker oder toter Blaumeisen und das Einsenden von Proben zur Untersuchung. |mehr|

 

        Fragen zur Mitgliedschaft:

        service@nabu.de  oder

        Tel. 030/284984-40 00