Aktuelles rund um das Motto des NABU "Für Mensch und Natur"

 

Pestizideinsatz in der Landwirtschaft
Pestizideinsatz in der Landwirtschaft

Report: Bienen durch Pestizide aus der industriellen Landwirtschaft zunehmend bedroht   18.01.2017

Die Bedrohung von Bienen und anderen wichtigen Bestäubern hat durch den ungehinderten Einsatz von Pestiziden in der industriellen Landwirtschaft seit 2013 weiter zugenommen. Das zeigt der von Greenpeace veröffentlichte Report "Umweltrisiken durch Neonicotinoide“. Die britische University Sussex hat darin wissenschaftliche Studien rund ums Thema Bestäuber und Pestizide der vergangenen vier Jahre bewertet. Die Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass neben Bienen inzwischen auch andere für die Landwirtschaft wichtige Bestäuber sowie Wasserinsekten bedroht sind. Neonicotinoide werden immer häufiger verwendet und können Insekten entweder direkt töten oder schädigen langfristig deren Nervensystem. Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) unterwandert dennoch seit Beginn seiner Amtszeit ein umfassendes Verbot dieser Pestizide. Quelle: Greenpeace |mehr|

Lulilakafluss im Kongobecken
Lulilakafluss im Kongobecken

Weltgrößtes Moor entdeckt   18.01.2017

Mitten im Kongobecken hätte auf Landkarten bis Mittwoch eigentlich ein weißer Fleck sein müssen. Ein britisch-kongolesisches Forscherteam hat entdeckt, dass sich auf einem Gebiet, bei dem man davon ausging, es handle sich durchgehend um tropischen Regenwald, eine riesige Moorlandschaft befindet. Genau genommen war das schon vor fast fünf Jahren – seither haben die Forscher allerdings wortwörtlich im Schlamm gewühlt. Und die Ergebnisse nun im Fachmagazin Nature veröffentlicht. Erst jetzt ist die genaue Lage des Moores bekannt, das mittlerweile den Namen Cuvette Centrale trägt. Quelle: Klimaretter |mehr|

Das Saatgut ist in der Hand einiger weniger Großkonzerne
Das Saatgut ist in der Hand einiger weniger Großkonzerne

Neuer Konzernatlas zeigt Konzentration der Gentechnik-Giganten   17.01.2017

Das Szenario ist bedrohlich: Drei oder vier Großkonzerne auf der Erde besitzen nicht nur den Großteil der Patente für Saatgut. Ihnen gehören auch die passenden Pestizide sowie die Lizenzen für die gentechnischen Verfahren, um solches Saatgut zu züchten. So könnten fusionierte Firmen Bayer/Monsanto, DuPont/Dow und ChemChina/Syngenta die Landwirtschaft, Lebensmittelerzeugung und letztlich die Welternährung kontrollieren, heißt es im neuen „Konzernatlas 2017“, den sechs Organisationen heute vorlegten. Quelle: Informationsdienst Gentechnik |mehr|

Indische Weichschildkröten im Nehru Zoological Park, Hyderabad
Indische Weichschildkröten im Nehru Zoological Park, Hyderabad

Indische Polizei nimmt Schmugglern mehr als 6400 Schildkröten ab   17.01.2017

Versteckt in 140 Jutesäcken haben indische Polizisten mehr als 6400 Schildkröten in einem Lastwagen entdeckt. Die Indischen Klappen-Weichschildkröten wurden im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh gefunden und sollten über die ostindische Stadt Kolkata nach China, Hongkong, Myanmar, Thailand, Singapur, Malaysia und Bangladesch geschmuggelt werden, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Die Polizei nahm den Chef der Schmugglerbande fest und kündigte weitere Festnahmen an. Die Süßwasser-Schildkröten mit einem Gesamtgewicht von 4,4 Tonnen sind der bislang größte Fund von geschmuggelten Wildtieren in Indien, wie der Leiter des zuständigen Sondereinsatzkommandos, Arvind Chiturvedi, der Nachrichtenagentur AFP sagte. Quelle: Umwelt-Panorama |mehr|

Blühstreifen als ökologische Vorrangflächen
Blühstreifen als ökologische Vorrangflächen

Kann das "Greening" grüner werden?   16.01.2017

"Greening" nennt sich ein Instrument, mit dem die EU den Artenschwund in der Agrarlandschaft stoppen will. Das Prinzip ist einfach: Landwirte bekommen Geld dafür, dass sie auf ihren Flächen bestimmte Maßnahmen zum Schutz von Flora und Fauna umsetzen. Wissenschaftler vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), der Universität Göttingen und weiterer deutscher, österreichischer und französischer Forschungseinrichtungen haben nun untersucht, wie effektiv dieses Instrument ist. Im Fachjournal Conservation Letters kommen sie zu einem ernüchternden Ergebnis: Die Maßnahmen bringen oft wenig für die Artenvielfalt, für die Landwirte sind sie zum Teil schlecht umsetzbar. Und die Steuerzahler kostet das Ganze trotzdem viel Geld. Es gibt aber Möglichkeiten, die Situation für alle Seiten zu verbessern. Quelle: UFZ |mehr|

Zapovednik Kavkasky, Russland
Zapovednik Kavkasky, Russland

100 Jahre Schutzgebietsnetz in Russland   16.01.2017

Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des russischen Schutzgebietsnetzes „Zapovednik“ zieht der NABU eine positive Bilanz zum Naturschutzengagement Russlands. 103 Naturreservate in Russland bilden heute das älteste, größte und am besten gesicherte Schutzgebietsnetz der Welt und stellen ein bedeutendes und unantastbares Naturerbe der Menschheit dar. Dieses für die nächste Generation zu erhalten, ist auch weiterhin eine internationale Aufgabe. Der NABU fordert von der EU eine intensivere Zusammenarbeit im Naturschutz mit Russland. |mehr|

Defizit: Tierschutz in der Tierhaltung
Defizit: Tierschutz in der Tierhaltung

Studie: EU-Agrarpolitik muss umweltfreundlicher werden   15.01.2017

Fast zwei Drittel der EU-Bürgerinnen und -Bürger haben sich dafür ausgesprochen, die Vergabe der milliardenschweren EU-Agrarsubventionen deutlich stärker an den Klima- und Tierschutz zu koppeln. Das geht aus einer Analyse der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch hervor, die in Berlin vorgestellt wurde. Der EU-Abgeordnete und agrarpolitische Sprecher der Grünen im Europaparlament Martin Häusling hatte die Studie in Auftrag gegeben. Das Agrarbudget der Europäischen Union beträgt etwa 58 Milliarden Euro jährlich. Bisher spiele der Tierschutz in der Landwirtschaftspolitik praktisch keine Rolle, sagte Tobias Reichert, Teamleiter Agrarpolitik bei Germanwatch und einer der Autoren. Zudem stünden Überproduktion und EU-Exportrekorde bei Fleisch- und Milchpulver zu Dumpingpreisen dem Klimaschutz und der globalen Hungerbekämpfung im Wege. Quelle: DNR |mehr|

Zwergwale tauchen zwischen den Eisschollen auf, um zu atmen
Zwergwale tauchen zwischen den Eisschollen auf, um zu atmen

Der Klang des Ozeans   15.01.2017

In den Ozeanen der Welt ist es nie völlig still. Vor allem Wind und Wellen sorgen für ein kontinuierliches Hintergrundgeräusch. Menschliche Aktivitäten, wie zum Beispiel die Schifffahrt oder Ressourcennutzung fügen mancherorts weitere Geräusche hinzu, die je nach Entfernung das natürliche Hintergrundgeräusch übertönen können. Die Antarktis bildet dabei eine Ausnahme, denn bislang ist sie durch die Menschheit wegen ihrer abgeschiedenen Lage akustisch noch weitgehend unbelastet. Deshalb gibt es weltweit keinen zweiten Ozean, der sich so gut für eine akustische Studie über Meeressäuger und die natürliche Geräuschkulisse unter Wasser eignet wie das Südpolarmeer. Nahezu drei Jahre lang haben Wissenschaftler der Arbeitsgruppe Ozeanische Akustik am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) diese besondere Geräuschkulisse in der Antarktis aufgezeichnet. Ihre Ergebnisse sind nun in der Fachzeitschrift Royal Society Open Science erschienen. Quelle: AWI |mehr|

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