Aktuelles rund um das Motto des NABU

 

             "Für Mensch und Natur"

 

    Papageien erobern deutsche Großstädte   21.06.2022

Nur die Männchen tragen das namengebende Halsband
Nur die Männchen tragen das namengebende Halsband

Papageien sind exotische bunte Vögel, beheimatet meist dort, wo es warm ist. Doch die Tropentiere fühlen sich auch hierzulande wohl: Grüne und gelbe Papageien haben in vielen Großstädten Deutschlands Einzug gehalten. Halsbandsittiche (Alexandrinus manillensis) leben in Düsseldorf mitten in der Stadt. Ein Baum nahe der noblen Königsallee dient den Tieren als Nachtlager. In Köln an der Rheinpromenade werden die Tiere von Touristen bestaunt – entlang des Flusses gen Süden haben sie optimale Lebensbedingungen gefunden. Auch in Heidelberg nächtigen etwa tausend der Vögel nahe dem Hauptbahnhof in Bäumen. |mehr|

Quelle: SPIEGEL

 

      Besuch aus Mainz   15.06.2022

Die Akteure am Aussichtspunkt an der Altburg
Die Akteure am Aussichtspunkt an der Altburg

Vor Ort informierte sich der neue Referent für Landwirtschaft im NABU-Landesverband RLP, Frederik Weires, über die verschiedenen Projekte der NABU-Gruppe Daun. Bei günstigem Wetter konnten mehrere Teilflächen des LEADER-Projekts „Dauner Maarlandschaften“ von Vorstandsmitgliedern der Gruppe vorgestellt werden. Als Projektpartner dieses Programms führt der NABU alljährlich Entbuschungsmaßnahmen am Weinfelder Maar durch und unterstützt aktiv das dortige Beweidungsprojekt wie auch das am Sangweiher. Weiterhin konnte sich Herr Weires auf dem Hof der Familie Kordel, deren Esel und Ziegen die Vegetation am Weinfelder Maar kurz halten, einen ersten Eindruck vom einzigartigen Rundstall verschaffen.

 

Auf großes Interesse stieß bei Herrn Weires unser Projekt „Blühende Vielfalt“. Im Rahmen der in diesem Jahr gestarteten Aktion wurden an 18 Stellen verschiedener Gemarkungen Blühstreifen mit Veitshöchheimer Bienenweide angelegt. Diese mehrjährige Blumenmischung wird für einige Jahre zahlreichen Insekten als ergiebige Nahrungsquelle zur Verfügung stehen.

 

Mit rund 100 ha eigener Flächen verfügt der NABU-Daun nicht nur über einen erheblichen Grundbesitz in den VG Daun und Kelberg, er trägt auch die Verantwortung dafür, dass diese Flächen dem Naturschutz dienen. So wurden über die an Landwirte verpachteten Flächen Pachtverträge abgeschlossen, in denen eine an den Erfordernissen der jeweiligen Flächen orientierte Nutzung festgelegt wurde. Der Verzicht auf Pestizide und Dünger versteht sich da von selbst. Als ebenfalls bedeutend erachten wir den Kontakt, der zu den Nutzern unserer Flächen besteht.

 

Auch unsere konkreten Fledermausschutzmaßnahmen in gepachteten stillgelegten Wasserhäuschen sowie die seit vielen Jahren zusammen mit den sechsten Klassen des Geschwister Scholl Gymnasiums Daun durchgeführten Bachpatentage wurden Herrn Weires erläutert. Dieser zeigte sich beeindruckt von den Aktivitäten der Gruppe und kündigte an, sich für die Einladung zur nächsten Vorstandssitzung sowie zum Sommerfest durch Teilnahme an Pflegemaßnahmen im kommenden Herbst revanchieren zu wollen.

 

 NRW kann staatliches Wildnisziel erreichen   13.06.2022

Wildnis im Anklamer Stadtbruch
Wildnis im Anklamer Stadtbruch

Die nordrhein-westfälischen Naturschutzverbände BUND und NABU veröffentlichten eine Studie, die das Potenzial für mehr Wildnis in Nordrhein-Westfalen aufzeigt. Demnach könnte die Landesregierung auf zwei Prozent der Fläche große Wildnisgebiete etablieren – und dies alleine auf Flächen der öffentlichen Hand. Die Naturschutzverbände fordern daher von der kommenden Landesregierung ein größeres Engagement, um das Zwei-Prozent-Wildnisziel der Bundesregierung zu erreichen. CDU und die Grünen sollen dies bereits in den laufenden Sondierungsgesprächen berücksichtigen.

 

Wildnisgebiete sind mindestens 1.000 Hektar große, zusammenhängende Räume, in denen sich Natur frei von menschlichen Einwirkungen entwickeln darf. Bis 2020 sollte nach dem Willen der Bundesregierung auf mindestens zwei Prozent der Landesfläche Wildnis entstehen dürfen. Eine Länderumfrage aus dem letzten Jahr deckte auf, dass bisher mit 0,6 Prozent nicht einmal ein Drittel davon erreicht ist. Nordrhein-Westfalen ist im Bundeslandvergleich Schlusslicht: hier darf die Natur nur auf 0,19 Prozent der Fläche (6.330 Hektar) ihren eigenen Lauf nehmen; nämlich in der Kernzone des Nationalparks Eifel. |mehr|

Quelle: Wildnis in Deutschland

 

       Biotonne update   07.06.2022

             Die Bürger entscheiden über die Rückkehr der Biotonne

Nachdem seit einiger Zeit die Durchführung eines Bürgerentscheids zur Einführung einer flächendeckenden Biotonne im Landkreis Vulkaneifel feststeht, hier das Wichtigste dazu in Kürze:

 

1. Warum ein Bürgerentscheid?

Vor zwei Jahren wurde die bis dahin im Landkreis Vulkaneifel übliche Biotonne abgeschafft und durch Biotüte und Biocontainer ersetzt. Seitdem fordern viele Bürger und Organisationen, darunter auch der NABU, die Wiedereinführung der Biotonne.

 

2. Wann wird entschieden?

Sonntag, 12.06.2022, von 8:00 – 18:00 Uhr in den üblichen örtlichen Abstimmungsräumen oder per Briefabstimmung.

 

3. Worüber wird entschieden?

Die Bürger des Landkreises Daun können verbindlich darüber entscheiden, ob das derzeitige System abgeschafft und durch die früher übliche Biotonne ersetzt werden soll.

 

4. Was zählt?

Es entscheidet die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Um rechtsgültig zu sein, müssen die für die Mehrheitsentscheidung abgegebenen Stimmen mindestens 10% der Abstimmungsberechtigten betragen. (Abstimmungsquorum). Das entspricht 7.500 Stimmen.

 

Helfen Sie mit!

Helfen Sie mit, das ebenso umwelt- wie nutzerunfreundliche System

Biotüte durch die bewährte Biotonne zu ersetzen.

Lesen Sie zu diesem Beitrag auch die folgende Meldung:

Biomüllschwindel: Widerstand gegen Biotüte formiert sich 14.12.2019

Die Umsetzung des Modells Trier Plus des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Region Trier (ART) hat zur Abschaffung der seit über 2 Jahrzehnten im Landkreis Vulkaneifel etablierten Biotonne ...

 

     Indigene verlangen Rückkehr in ihre Dörfer   05.06.2022

Vertriebene Jenu Kuruba-Frau
Vertriebene Jenu Kuruba-Frau

Indigene Völker, die im berühmten Nagarhole-Nationalpark leben und die nach Angaben der Behörden freiwillig aus dem Reservat umgesiedelt wurden, sind in Wirklichkeit gewaltsam vertrieben worden, wie eine Untersuchung von Fridays for Future Karnataka und anderen ergab.

 

Die gewaltsamen Vertreibungen werden hauptverantwortlich von der indischen Forstbehörde durchgeführt, aber die Naturschutzorganisation Wildlife Conservation Society (WCS) unterstützt sie. Die Organisation besteht darauf, dass es sich um „freiwillige Umsiedlungen“ handelt, von der die indigene Bevölkerung, die laut WCS in ständiger Angst vor den Wildtieren im Wald lebte, profitiert. |mehr|

Quelle: Survival

 

      NABU-Insektensommer startet   01.06.2011

Groß und Klein sind aufgerufen, eine Stunde an einem schönen Platz mit Blick in die Natur wichtige Daten für die Artenvielfalt zu sammeln. Wem zu viele Sechsbeiner herumschwirren, der kann sich in diesem Jahr auch auf drei Hummelarten konzentrieren.

 

Putzig, pelzig und mit einem ganz eigenen Streifenmuster: Hummeln stehen in diesem Jahr ganz besonders im Fokus der Aktion. „Kannst Du Hummeln am Hintern erkennen?“, lautet die Entdeckungsfrage 2022 für alle, die zum ersten Mal genauer bei den Insekten hinschauen. Ackerhummel, Steinhummel und Erdhummel sind die häufigsten Arten, die bei uns vorkommen. Und jede hat ihr ganz eigenes Muster auf dem Hinterteil, mit dem man sie auseinanderhalten kann. Gezählt werden können aber alle Sechsbeiner, die entdeckt werden. |mehr|

 

   NABU-Gruppe Daun – Neue Vogelstimmenwanderung

Die begeisterten Äußerungen verschiedener Teilnehmer an der Vogelstimmenwanderung im vergangenen Monat veranlassten den NABU-Daun, erneut zu einer Vogelstimmenwanderung einzuladen. Standen die Vögel des Waldes im Mittelpunkt der letzten Wanderung, sind es diesmal die Vögel der Offenlandbereiche. Die Leitung hat wieder unser Vorstandsmitglied Dr. Christian Dietzen, der zugleich auch als Landeskoordinator Vogelmonitoring Rheinland-Pfalz tätig ist.

 

Die Wanderung beginnt wieder um 07:00 Uhr und findet statt am Montag, 06.06.2022 (Pfingstmontag). Treffpunkt ist der Parkplatz am Feriendorf Dronkehof. An der Straße Daun – Dockweiler weist kurz hinter Daun ein großes Reklameschild auf das Feriendorf hin. Die Teilnehmerzahl ist auf 18 begrenzt. Anmeldungen bitte an Dr. Christian Dietzen, 06592/9843357 oder christian.dietzen@gnor.de.

 

  Stunde der Gartenvögel: Ergebnisse   17.05.2022

Auch diesmal wieder Spitzenreiter: Haussperling
Auch diesmal wieder Spitzenreiter: Haussperling

Die diesjährige „Stunde der Gartenvögel“ wartet mit überraschenden Gästen auf. Bei gutem Wetter wurden über 550.000 Vögel in Parks und Gärten gezählt. Bis zum 23. Mai können Sie Ihre Beobachtungen melden.

 

Der letzte Zähltag der 18. Stunde der Gartenvögel neigt sich dem Ende zu. Insgesamt wurden bisher 550.000 Vögel gezählt – mit knapp 34 Vögel pro Zählort, das entspricht in etwa den Zahlen der Vorjahre.

 

Unverändert sind die ersten vier Plätze: Der Haussperling führt die Liste an, danach folgen wie im Vorjahr Amsel, Kohlmeise und der Star.

 

Erfreulich oft wurde ein eher untypischer Gartenvogel gemeldet, der Rotmilan. Im Vergleich zu den Vorjahren wurde er jetzt doppelt so oft gesichtet. Könnte am wirklich guten Wetter und der entsprechenden Thermik am Himmel liegen, dass der Rotmilan so oft beobachtet wurde. Ebenfalls mit einem deutlichen Plus schneiden Nachtigallen (+93 Prozent), der Zilpzalp (+40 Prozent) und Mauersegler (+74 Prozent) ab. Auch hier könnte die Wetterlage eine Rolle spielen, dass man insbesondere den Mauersegler gerade wirklich sehr häufig sieht und hört. Ähnliches könnte für die Mehlschwalbe gelten: Mit plus elf Prozent erreicht sie ihr bestes Ergebnis seit drei Jahren. Die Rauchschwalbe hat ein wenig aufgeholt und erreicht nun fast die Zahlen aus dem Vorjahr. |mehr| Quelle: NABU

 

     Von Angesicht zu Angesicht   16.05.2022

Anfang Mai in der Eifel. Stefan Brücher ist wie seit 40 Jahren auch in diesem Mai unterwegs, um junge Uhus zu beringen. Dabei kommt es zu einer denkwürdigen Begegnung. Als sich Stefan Brücher dem Brutplatz mit den vier jungen Uhus nähert, sitzt das Uhuweibchen (im Bild) ungefähr acht Meter entfernt auf einem Baum und warnt den Eindringling mit kräftigem Schnabelknappen. Zumeist sucht eine Uhumutter bei einer solchen Begegnung fluchtartig das Weite, um allerdings bald zu den Jungvögeln zurückzukehren. Als Stefan Brücher zu den Jungen kommt, kommt auch das Uhuweibchen näher und schaut schließlich um das Schicksal der Jungvögel besorgt aus nur gut drei Metern Entfernung Brücher beim Beringen zu. "Mir war ziemlich mulmig zumute, aber es war aufregend und wunderschön zugleich", beschreibt Stefan Brücher diese Begegnung. "Um das Uhuweibchen zu beruhigen, bewegte ich mich nur langsam und sprach ihm mit ruhiger Stimme gut zu. Den Blickkontakt unterbrach ich immer nur kurz. Ich wollte dem Uhuweibchen keine Gelegenheit geben, mich ungesehen anzugreifen. Zugleich wollte ich keinen Angriff provozieren. Es war ein Balanceakt."

Nur drei Mal in allen diesen Jahren hat Stefan Brücher ein solchermaßen mutiges Uhuweibchen erlebt: 1994, 2007 und nun im Mai 2022. Auch diese Beringung verlief für Brücher und Uhus ohne Komplikationen. Nie ist Stefan Brücher von Uhus attackiert worden. Andere sagen von einer weniger glücklichen Begegnung: "Es ist so, als bekäme man einen mit Nägeln gespickten Ziegelstein an den Kopf geknallt."

Klicken Sie bitte hier, wenn Sie Brüchers eindrückliche Begegnung mit dem mutigen Uhuweibchen anschauen möchten., wenn Sie Brüchers eindrückliche Begegnung mit dem mutigen Uhuweibchen anschauen möchten. Quelle: EGE

 

      UN: Dürreperioden nehmen drastisch zu  11.05.2022

Ausgetrockneter Boden im Liesertal, VG Daun
Ausgetrockneter Boden im Liesertal, VG Daun

Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl und Dauer von Dürreperioden global gesehen um 29 Prozent gestiegen. Das geht aus dem UN-Dürrebericht hervor, der auf der 15. Weltbodenkonferenz im westafrikanischen Abidjan, Hauptstadt der Elfenbeinküste, vorgestellt wurde.Die Klimaerwärmung dürfte die Situation in vielen Regionen der Welt noch verschärfen. Der wirtschaftliche Schaden durch Dürren wird in dem Bericht allein für die Jahre von 1998 bis 2017 mit rund 124 Milliarden Dollar (117 Milliarden Euro) beziffert.

 

"Land trocknet aus, fruchtbarer Boden verwandelt sich in Staub", sagte Ibrahim Thiaw, Exekutivsekretär des internationalen Abkommens zum Schutz der Böden (UNCCD). "Dürren gehören zu den größten Bedrohungen einer nachhaltigen Entwicklung."|mehr|

 

     Gift: Hauptproblem beim Geierschutzn   05.05.2022

Flugbild eines Bartgeiers
Flugbild eines Bartgeiers

Die Geierpopulationen sind im Laufe des 20. Jahrhunderts weltweit drastisch zurückgegangen. Dank umfangreichen Schutzmassnahmen sind in einigen Regionen Europas die Geierbestände in den letzten Jahrzehnten wieder angestiegen. Es ist jedoch noch ein weiter Weg um den Erhalt der Geier Europas sicherzustellen. Die Bedrohungen sind vielfältig: Vergiftungen, Stromschläge und Kollisionen mit Infrastrukturen, Wilderei, der Rückgang von geeigneten Lebensräumen und des Nahrungsangebots, sowie menschliche Störungen tragen wesentlich zur Gefährdung der Geierwelt bei.

Weltweit sind Vergiftungen die grösste Bedrohung für Geier. Dabei spielen Giftköder eine Hauptrolle. Beutegreifer, die Schaden stiften können, sollen damit eliminiert werden. Diese illegale Praxis verursacht viel Tierleid und führt zu grossen Verlusten, nicht nur bei den verfolgten Arten wie etwa Füchsen und Wölfen, sondern häufig auch bei Greifvögeln. |mehr|

 

    Jagdtrophäenimport soll eingeschränkt werden   03.05.2022

Jagdtrophäe Leopard
Jagdtrophäe Leopard

Das Bundesumweltministerium hat angekündigt, die Importe von sogenannten Jagdtrophäen geschützter Tierarten nach Deutschland weiter einschränken zu wollen. "Auf Basis artenschutzfachlicher Maßgaben wollen wir die Importe von Jagdtrophäen geschützter Arten möglichst insgesamt reduzieren", teilte das Ministerium mit. Im Einzelfall solle der Import von solchen Trophäen ganz verboten werden, insbesondere dann, "wenn Zweifel an Nachhaltigkeit und Legalität der Jagd bestehen".

 

Mehrere Tierschutzverbände, darunter eine Ethikfachgruppe der Weltnaturschutzunion IUCN, hatten zuvor Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) dazu aufgefordert, dem Jagdtrophäenimport Einhalt zu gebieten. Lemke selbst hatte in ihrer vorherigen Rolle als naturschutzpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der Grünen die Jagdtrophäenpraxis deutlich kritisiert. |mehr|

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