Aktuelles rund um das Motto des NABU

 

             "Für Mensch und Natur"

 

     Jagd auf Delphine nimmt zu   09.02.2024

Große Tümmler kommen auch in Nord- und Ostsee vor.
Große Tümmler kommen auch in Nord- und Ostsee vor.

Mehr als 100.000 Delfine, Schweinswale und Kleinwale werden nach Schätzungen von Tierschützern weltweit pro Jahr getötet. Zu vermuten seien noch weitaus höhere Zahlen, die Dimension lasse sich aber nicht genau abschätzen, teilte Sandra Altherr, Biologin und wissenschaftliche Leiterin bei der Tierschutzorganisation Pro Wildlife, mit. "Es ist eine Blackbox." Pro Wildlife hat gemeinsam mit der Whale and Dolphin Conservation (WDC) eine neue Analyse zum Delfinfang ausgearbeitet. Der Bericht "Small Cetaceans - Even Bigger Problems" wertet 250 Studien und andere Quellen aus. Demnach hat sich die Situation für Delfine und kleine Wale in den letzten Jahren nochmals verschlimmert. Die Jagd auf die Tiere treibe einige Populationen an den Rand des Aussterbens, teilten die Tierschutzorganisationen mit. |mehr|

Quelle: GEO

 

         Giftmüll als Rohstoff?   07.02.2024

Aus einem gefährlichen Abfallprodukt, das bei der Erzeugung von Aluminium massenhaft anfällt, lässt sich möglicherweise in großem Stil reiner Stahl herstellen. Eine Forschungsgruppe um Matic Jovičević-Klug vom Max-Planck-Institut für Eisenforschung hat aus dem stark eisenhaltigen Rotschlamm, wie der Abfall umgangssprachlich genannt wird, in einem Lichtbogenofen innerhalb von Minuten elementares Eisen hergestellt. Dieses lässt sich weiter zu Stahl verarbeiten. Mit dem neuen Ansatz entsorgt man nicht nur den umweltschädlichen Giftmüll –das Verfahren lohnt sich auch wirtschaftlich, wie die Forscher in der Fachzeitschrift »Nature« schreiben. |mehr|

Quelle: Spektrum.de

 

               Mähroboter und Igel   05.02.2024

Mähroboter können Igel tödlich verletzen
Mähroboter können Igel tödlich verletzen

Forschende des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) analysierten 370 in Deutschland dokumentierte Fälle von Schnittverletzungen an Igeln, die auf elektrische Gartenpflegegeräte zurückzuführen sind. Knapp die Hälfte der zwischen Juni 2022 und September 2023 aufgefundenen Igel überlebte die Verletzungen nicht. Die Daten weisen ein ernstes Tier- und Artenschutzproblem für diese besonders geschützten Tiere nach, denn die meisten Igel wurden erst Stunden bis Tage nach den Unfällen gefunden. In zwei weiteren Forschungsarbeiten analysierten die Forschenden in einem internationalen Team, wie Igel individuell auf einen sich nähernden Mähroboter reagieren. Die beobachteten Verhaltensreaktionen der Igel liefern Schlüsselinformationen für einen wissenschaftlich fundierten, standardisierten Igel-Sicherheitstest für solche Geräte. Die drei Forschungsarbeiten sind in der Sonderausgabe „Applied Hedgehog Conservation Research“ der Fachzeitschrift „Animals“ erschienen. |mehr|

Quelle: IZW Berlin

 

   NABU und Diakonie: Klimageld jetzt   23.01.2024

Während die Erhöhung des CO2-Preises von 35 Euro auf 45 Euro pro Tonne seit Anfang des Jahres umgesetzt ist, hat die Bundesregierung der raschen Einführung eines Klimagelds für diese Legislaturperiode nun faktisch eine Absage erteilt. Das trifft vor allem Menschen mit geringeren Einkommen besonders hart und stellt die Akzeptanz von Klimaschutz in der Bevölkerung insgesamt auf die Probe, so Diakonie Deutschland und NABU. Der evangelische Wohlfahrtsverband und der Umweltverband appellieren an die Bundesregierung, das Klimageld noch in dieser Legislaturperiode umzusetzen und auszuzahlen. |mehr|

Quelle: Diakonie

 

   Tausende fordern bessere Agrarpolitik   22.01.2024

Auch der NABU fordert eine bessere Agrarpolitik
Auch der NABU fordert eine bessere Agrarpolitik

Etwa 8.000 Menschen und 50 Traktoren versammelten sich Samstag zur jährlichen Agrar-Demo unter dem Motto "Wir haben es satt". Bäuerinnen und Bauern aus konventioneller und biologischer Landwirtschaft zogen gemeinsam mit Naturschützer:innen und kritischen Verbraucher:innen durch das Berliner Regierungsviertel. Trotz Schnee und Kälte war die Stimmung gut und wurde sogar mit ein paar Sonnenstrahlen belohnt. Die Forderungen waren ebenso klar wie weitgehend. Zugang zu gesundem und umweltgerechtem Essen für alle Menschen weltweit, faire Preise und gerechte Löhne zählten genauso dazu wie artgerechte Tierhaltung, Natur- und Klimaschutz. |mehr|

Quelle: Klimareporter

 

 2023 - ein Jahr der Klimaextreme   17.01.2024

Gewittersturm mit Starkregen
Gewittersturm mit Starkregen

2023 war klimatisch ein weiteres Jahr der Extreme. Die globale Durchschnittstemperatur lag in diesem Jahr 1,48 Grad Celsius über dem vorindustriellen Mittel. Gleichzeitig gab es außergewöhnliche Hitzewellen und Dürren, extreme Stürme und katastrophale Niederschläge. Studien des europäischen Konsortiums Xaida, an dem auch ein Team des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie beteiligt sind, bestätigen nun, dass solche menschengemachte Klimawandel extreme Wetter- und Klimaereignisse wahrscheinlicher und heftiger macht. Partnerorganisationen des Konsortium stellten am 9. Januar Analysen vor, wie die Erderwärmung einzelne Extremereignisse des Jahres 2023 beeinflusst hat. |mehr|

Quelle: Sonnenseite

 

    Reich, reicher, noch reicher   16.01.2024

Die reichsten Fünf - Stundenlohn: 14 Millionen Dollar
Die reichsten Fünf - Stundenlohn: 14 Millionen Dollar

Die fünf reichsten Männer der Welt haben ihr Vermögen seit 2020 mehr als verdoppelt. Das entspricht einem Gewinn von 14 Millionen US-Dollar pro Stunde. Gleichzeitig sind weltweit fast fünf Milliarden Menschen ärmer geworden. Das zeigt der Bericht "Inequality Inc.", den die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam zu Beginn des Weltwirtschaftsforums im Schweizer Ferienort Davos veröffentlicht. Darin fordert Oxfam eine Besteuerung großer Vermögen. Es gilt, diese Mittel in den Klimaschutz, den Ausbau von Bildung, Gesundheitsversorgung und sozialer Sicherung zu investieren – hier und weltweit. |mehr|

Quelle: Oxfam

 

Braunbär aus Schlingfalle befreit   14.01.2024

Braunbär mit Jungtier
Braunbär mit Jungtier

Es wirkte fast wie ein Weihnachtswunder: Am 26. Dezember ist es Naturschützern von mehreren albanischen und griechischen Organisationen gelungen, eine Bärin zu befreien, die nördlich der Prespa-Seenregion in eine Schlingfalle geraten war. Das Tier konnte vermutlich so lange überleben, weil es sich von Wurzeln und Blättern in seiner unmittelbaren Umgebung ernährt hat. Nach den Wilderern, die die illegale Schlingfalle aufgestellt haben, wird ermittelt. |mehr|

Quelle: Euronatur

 

    Die Zahl getöteter Haie steigt   12.01.2024

Abgetrennte Haiflossen
Abgetrennte Haiflossen
Immer mehr Haie fallen der Fischerei zum Opfer – trotz einer ganzen Reihe von Schutzgesetzen. Laut einer aktuellen Schätzung sei die Zahl der durch gezielte Jagd oder als Beifang ums Leben gekommenen Haie zwischen 2012 und 2019 von 76 Millionen auf 80 Millionen Tiere gestiegen.

 

Mehr als 30 Prozent zählten demnach zu gefährdeten Arten. Zwar haben viele Länder das sogenannte Shark-Finning, das Abtrennen der Haiflossen, verboten. Doch das hat der im Fachblatt »Science« veröffentlichten Studie zufolge dazu geführt, dass vermehrt auch der restliche Haikörper verwertet wird – dem Schutz der Tiere kamen die Regelungen nicht zugute. |mehr|

 

  Bald Feuer frei auf Wölfe?  28.12.2024

Wölfe im Lausitzer Teichgebiet
Wölfe im Lausitzer Teichgebiet

Die Europäische Kommission will den strengen Schutz für Wölfe lockern und damit den Weg für die legale Jagd auf die Tiere in allen EU-Mitgliedstaaten freimachen. Dazu legte Kommissionschefin Ursula von der Leyen jetzt ihren seit längerem erwarteten Fahrplan vor. Das Konzept kommt den Forderungen von Jagd- und Agrarlobby entgegen, die angesichts gestiegener Wolfsbestände und häufiger Angriffe auf Nutztiere seit längerem darauf dringen, die Wolfspopulation zu verringern. Natur- und Umweltschützer dagegen äußern Bedenken und Kritik. |mehr|

Quelle: Spektrum.de

 

            Gefährdete Haube   26.12.2023

 

            Gefährdete Haube   26.12.2023

Kiebitz mit Jungvögeln
Kiebitz mit Jungvögeln

Auch für das Jahr 2024 wurde der Vogel des Jahres öffentlich gewählt ein Gewinner auserkoren: Der Kiebitz (Vanellus vanellus) hat mit 33.289 Stimmen und 27,8 Prozent die meisten Stimmen erhalten. Damit ist er nach dem Rotkehlchen, dem Wiedehopf und dem Braunkehlchen der vierte Jahresvogel, der öffentlich gewählt werden konnte.

 

Der Kiebitz (Vanellus vanellus) gehört zur Familie der Regenpfeifer und Kiebitze (Charidiae). Er hat eine tiefschwarze Kehle, eine unverwechselbare Federhaube und im Prachtkleid ein metallisch-glänzendes Gefieder. Auch mit seinem schmetterlingshaften Flug sticht der Kiebitz hervor. Viele Wähler*innen konnten sich aber sicher auch mit seinem Slogan „Wasser marsch!“ identifizieren und wählten den gefährdeten Sympathieträger nun zum „Vogel des Jahres 2024“. Während der Brutzeit präsentieren Kiebitze ein faszinierendes Balzverhalten, das aus komplexen Flugmanövern und eindrucksvollen Luftakrobatikstücken besteht. Sie verteidigen energisch ihre Nester, indem sie indringende Tiere mit akrobatischen Flügen und lautstarken Warnrufen abschrecken. Als Zugvögel durchqueren Kiebitze oft weite Strecken während ihrer jährlichen Wanderungen. Während des Winters ziehen viele europäische Kiebitze in wärmere Gefilde, insbesondere nach Westafrika südlich der Sahara. |mehr|

 

Rotmilane im Winter: Gemeinsames Schlafen   21.12.2023

An sich ein Zugvogel, überwintern zunehmend Rotmilane in Schlafgemeinschaften von 40 bis 50 Tieren
An sich ein Zugvogel, überwintern zunehmend Rotmilane in Schlafgemeinschaften von 40 bis 50 Tieren

Am 7. und 8. Januar 2023 fand die jährliche europaweite Rotmilan-Schlafplatzzählung in Deutschland statt. Im Vergleich zu den Rekordjahren 2022 und 2021 wurde an diesem Zählwochenende ein deutlicher Rückgang der hierzulande überwinternden Rotmilane verzeichnet.

 

Mit einer Gesamtzahl von 1594 an Schlafplätzen gezählten Rotmilanen sank der erfasste Bestand im Vergleich zum Vorjahr um 882 Individuen. Besonders ausgeprägt war dieser Rückgang in Gebieten mit traditionell zahlreichen und großen Schlafplätzen wie der Bodenseeregion und den Mittelgebirgen. Basierend auf allen Rotmilanbeobachtungen, die rund um das Zählwochenende in ornitho.de gemeldet wurden, schätzen wir die Gesamtsumme der in Deutschland überwinternden Tiere auf 1900. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 2022 noch 2900 Rotmilane. 2021 wurden 2300 Vögel als Gesamtsumme geschätzt. |mehr|

Quelle: DDA

 

Saiga-Antilope: Erfreuliche Entwicklung  14.12.2023

Saigabock (hinten) mit Weibchen
Saigabock (hinten) mit Weibchen

Normalerweise kommen von der Roten Liste der bedrohten Arten nur schlechte Nachrichten. Immer mehr Arten finden ihren Platz darauf. Doch am 11. Dezember 2023 gab es eine positive und sehr bemerkenswerte Änderung: Der Status der Saiga-Antilope (Saiga tatarica) auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN änderte sich von "vom Aussterben bedroht" auf "potenziell gefährdet".

 

Solche positiven Änderungen auf der Roten Liste sind selten. Im Falle der Saiga-Antilope spiegelt das "Downgrading" die bemerkenswerte Erholung der Saiga-Populationen in Kasachstan wider. Von bedrohlich wenigen Tieren im Jahr 2005 (geschätzt nur 39.000) hat sich der Bestand auf jetzt über 1,9 Millionen erholt. |mehr|

Quelle: idw-Informationsdienst Wissenschaft

 

    BW: Erster Luchs freigelassen   13.12.2023

Luchse nutzen exponierte Stellen zum Beobachten.
Luchse nutzen exponierte Stellen zum Beobachten.

Luchse waren ursprünglich auch in den Wäldern Baden-Württembergs heimisch und wurden vor rund 200 Jahren ausgerottet. In den vergangenen zwei Jahrzehnten konnten in Baden-Württemberg immer wieder Zuwanderungen von einzelnen männlichen Luchsen nachgewiesen werden. Um die Situation der Luchse im Land und damit auch in den angrenzenden Vorkommen zu verbessern, sollen laut Koalitionsbeschluss Luchse im Land ausgewildert werden. Das auf vier Jahre ausgelegte Projekt wird seit Frühjahr 2023 von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) in enger Kooperation mit dem Landesjagdverband BW, dem WWF und dem Zoo Karlsruhe sowie unter Einbeziehung der AG Luchs und Wolf durchgeführt.

 

Am 01. Dezember 2023 wurde der erste Luchs im Rahmen des Projektes in die Freiheit entlassen. Der Freilassungsort liegt im Nordschwarzwald im Bereich des Streifgebietes des dort ansässigen männlichen Luchses Toni. |mehr|

Quelle: Wildtierportal BW

 

    Großer Abendsegler: Viel Aufwand. wenig Beute   10.12.2023

Großer Abendsegler
Großer Abendsegler

Während manche Wildtiere relativ gut in städtischen Lebensräumen zurechtkommen, stellt die Futtersuche größere, insektenfressende Fledermausarten vor Herausforderungen: Um satt zu werden, muss der Große Abendsegler (Nyctalus noctula) in der Stadt länger als ihre Artgenossen auf dem Land fliegen und fangen dennoch weniger Insekten. Städtische Fledermäuse gehen alleine auf die Jagd, während auf dem Land die Artgenossen regelmäßig gemeinsam unterwegs sind. Dies zeigt eine neue Untersuchung unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW), die in der Fachzeitschrift „Global Change Biology“ erschienen ist. |mehr|

Quelle: Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW)

 

 Störprodukte: Oft illegal, manchmal gefälscht   26.11.2023

Russischer Stör
Russischer Stör

Wilder Kaviar aus fast allen Herkunftsgebieten ist seit Jahrzehnten illegal, da die Überfischung die Störe an den Rand des Aussterbens brachte. Heute darf Kaviar fast ausschließlich von gezüchteten Stören stammen und es gelten strenge Vorschriften zum Schutz der Störe. Mittels Gen- und Isotopenanalysen von Störproben aus Bulgarien, Rumänien, Serbien und der Ukraine – Ländern, die noch wilde Störpopulationen in der Donau beherbergen – fand ein internationales Team jedoch Beweise, dass diese Vorschriften aktiv gebrochen werden. Ihre Ergebnisse zeigen, dass die Hälfte der untersuchten Kaviar- und Störfleischproben illegal sind und einige nicht einmal eine Spur von Stör enthalten. Die Analysen sind heute in der Fachzeitschrift „Current Biology“ erschienen. |mehr|

Quelle: IZW (Leibniz-Institut für Zoo-und Wildtierfroschung)

 

   Deutschlandweite Rebhuh-Kartierung 2024-2025   23.11.2023

Rebhuhn
Rebhuhn

Um die deutschlandweite Verbreitung und Bestandsdichte des Rebhuhns flächendeckend zu beschreiben, findet in den Jahren 2024 und 2025 eine bundesweite Rebhuhn-Kartierung im Rahmen des Projektes „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ statt. Für die Erfassung werden ergänzend zu einer Zufallsauswahl bestehender Routen in den Projektgebieten des Projektes „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ und des Monitorings seltener Brutvögel (MsB) neue repräsentative Zählrouten in zufällig ausgewählten TK25-Quadranten angelegt. Die bundesweite Kartierung läuft somit Hand in Hand mit dem jährlichen Rebhuhn-Monitoring im Spätwinter/Frühjahr (21. Februar bis 31. März), bei dem Bestandstrends ermittelt werden. |mehr|

Quelle: DDA

 

   Treibhausgase auf Rekordhöhe   15.11.2023

CO2 bleibt für Jahrhunderte in der Erdatmosphäre
CO2 bleibt für Jahrhunderte in der Erdatmosphäre

Die Konzentration der klimaschädlichen Treibhausgase in der Atmosphäre klettert von Rekord zu Rekord. Das wichtigste dieser Gase, Kohlendioxid (CO2), erreichte im vergangenen Jahr eine markante Marke: Die Konzentration lag 50 Prozent über dem vorindustriellen Niveau, berichtete die Weltwetterorganisation (WMO) am 15. November 2023 in Genf. Im laufenden Jahr habe sich der Anstieg fortgesetzt. Auch die Treibhausgase Methan (CH4) und Lachgas (N2O) erreichten im Jahr 2022 Rekordwerte. |mehr|

Quelle: ZEIT online

 

Baumwollstandards: Mehr Wirkung nötig! 14.11.2023

Blühende Baumwolle
Blühende Baumwolle

Das German Institute of Development and Sustainability hat dieses Jahr einen Policy Brief veröffentlicht, der sich mit den Wirkungen der beiden Baumwollstandards „Cotton made in Africa“ und „Better Cotton“ der Better Cotton Iniative beschäftigt. Im Fokus des Policy Briefs stehen dabei sowohl die Einkommen der Baumwollbäuer*innen als auch die negativen Umweltauswirkungen. Für beide Problembereiche schlussfolgern die Autoren der Studie, dass die Standards zwar Fortschritte bewirkt hätten, diese aber immer noch weit von dem, was nötig wäre, entfernt sind. Kleinbäuer*innen verharren in vielen Ländern weiterhin in Armut und der Pestizideinsatz geht nicht in dem Maße zurück, wie es für die Erreichung der globalen Biodiversitätsziele bis 2030 nötig wäre.

 

SÜDWIND möchte mit dem ins Deutsche übertragene Policy Paper sowie den begleitenden Materialien einen Anstoß für eine breitere Debatte geben. |mehr|

Quelle: Südwind

 

Indigene aus angestammtem Wald vertrieben   09.11.2023

Niedergebranntes Haus der Ogiek
Niedergebranntes Haus der Ogiek

In Kenia haben die örtlichen Behörden mit der brutalen Vertreibung der indigenen Ogiek aus ihren Häusern im Mau-Wald begonnen. Angestellte der kenianischen Forstbehörde und des Kenyan Wildlife Service vertreiben derzeit zusammen mit der kenianischen Polizei bis zu 700 Ogiek im Namen des Naturschutzes illegal aus ihrem Zuhause. Filmmaterial und Fotos zeigen, dass die Häuser der Ogiek zerstört und einige sogar niedergebrannt wurden.

 

Berichten zufolge zwingen die Parkranger*innen einige Ogiek dazu, ihre Häuser selbst abzureißen, um behaupten zu können, dass die Gemeinschaften das Gebiet freiwillig verlassen. |mehr|

Quelle: Survival

 

  Seehundbestand auf niedrigstem Wert seit 2010   06.11.2023

Seehunde auf einer Sandbank
Seehunde auf einer Sandbank

Der Seehundbestand im Wattenmeer der Nordsee ist das dritte Jahr in Folge zurückgegangen und auf den niedrigsten Stand seit 2010 gesunken. In Deutschland, Dänemark und den Niederlanden seien im August bei den routinemäßigen jährlichen Zählflügen insgesamt nur noch 22.621 Tiere registriert worden, teilte das Gemeinsame Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven mit. Das seien vier Prozent weniger gewesen als im Sommer 2022. |mehr|

Quelle: SPIEGEL Wissenschaft

 

       Mäuse töten jetzt auch große Seevögel   05.11.2023

Wanderalbatros (Diomedea exulans)
Wanderalbatros (Diomedea exulans)

Millionen Seevögel brüten auf abgelegenen Inseln, wo sie sicher sind vor vierbeinigen Fressfeinden – oder besser gesagt waren: Denn auf vielen Eilanden haben Menschen Räuber wie Katzen, Ratten und Mäuse eingeführt, die seitdem Millionen junge und alte Vögel gefressen haben. Das gilt auch für Gough und Marion Island im Atlantik, die wichtige Seevogelkolonien beherbergen und auf denen eingeschleppte Mäuse zahlreiche Arten bedrohen. Dabei fallen ihnen nicht nur der Nachwuchs der Tiere und kleine Seevögel zum Opfer, sogar richtig große Exemplare können erfolgreich angegriffen und getötet werden. Das zeigen Beobachtungen von Maëlle Connan von der Nelson Mandela University in Gqeberha und Co, die das Team in »Biological Invasions« publizierte. |mehr|

Quelle: Spektrum.de

 

    Kranichbeobachtungen online melden   23.10.2023

Typische Kranichformation während des Flugs
Typische Kranichformation während des Flugs

Wenn die Tage kürzer werden, sieht man sie wieder am Himmel, die langen Ketten fliegender Kraniche. In immer wieder neuen Wellen überqueren die vor allem aus Skandinavien kommenden Tiere zusammen mit den heimischen Brutvögeln die Republik auf ihrem Weg in die südeuropäischen Winterquartiere.

 

Rheinland-Pfalz liegt in einer Hauptzugroute der Kraniche auf ihrem Weg von der Ostsee in ihre Winterquartiere im Südwesten Europas. An ihren nördlichen Sammelplätzen – zum Beispiel bei Rügen und an der Mecklenburgischen Seenplatte – finden sich im Herbst 80.000 bis 100.000 Kraniche ein. |mehr|

        Fragen zur Mitgliedschaft:

        service@nabu.de  oder

        Tel. 030/284984-40 00