Aktuelles rund um das Motto des NABU

 

             "Für Mensch und Natur"

 

    "Stunde der Wintervögel": Endergebnis   27.01.2023 

 Weniger Eichelhäher  in diesem Jahr gesichtet
Weniger Eichelhäher in diesem Jahr gesichtet

2,3 Millionen. So viele Vögel wurden in diesem Jahr gesichtet bei der 13. „Stunde der Wintervögel“. Das Endergebnis der Zählaktion belegt mit Blick auf bestimmte Vogelarten auch eine konkrete Vermutung.

 

„Mehr als 99.000 Menschen haben sich nicht abschrecken lassen und trotz Regen und weniger Betrieb an den Futterstellen Vögel gezählt“, bedankt sich NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller bei den Teilnehmenden. In knapp 68.000 Gärten wurden Vögel gesichtet und gemeldet.Was sich schon während des Wochenendes abgezeichnet hatte, wurde durch das Endergebnis jetzt bestätigt: Es kamen 2023 weniger Vögel an die Futterstellen als im Vorjahr. Auch NABU-Ornithologe Martin Rümmler hatte bereits im Vorfeld vermutet, dass aufgrund des milden Winters weniger Vogelarten die Futterhäuser ansteuern, da sie in der freien Natur derzeit an genügend Nahrung finden. Im Schnitt wurden 33,4 Vögel pro Garten gemeldet, 2022 waren es noch 35,5. |mehr|

 

  Singvögel und Vogelfallen in Niedersachsen beschlagnahmt 26.01.2023

Singendes Blaukehlchen
Singendes Blaukehlchen

Polizei und Naturschutzbehörden sind im Landkreis Schaumburg (Niedersachsen) gegen einen mutmaßlichen Tierhändler und Vogelfänger vorgegangen. Bei einer Kontrolle in der Gemeinde Haste wurden Anfang des Jahres auf dem Grundstück des Beschuldigten mehrere Fallen und Netze für den Vogelfang sowie zahlreiche lebende Singvögel entdeckt und beschlagnahmt. Im Haus des Mannes wurden außerdem mehr als 50 gefrorene und ausgestopfte Vögel - darunter Eulen, ein Adler, ein Schwarzmilan und mehrere Habichte – sichergestellt. Wie der Verdächtige in den Besitz der streng geschützten Tiere gelangte, ist Gegenstand der Ermittlungen. An der Kontrolle nahmen neben rund zehn Polizisten auch Mitarbeiter des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sowie des Amtes für Naturschutz der Kreisverwaltung teil. |mehr|

Quelle: Komitee gegen den Vogelmord

 

  Tempolimit: Mehr CO2-Einsparung als bisher gedacht?  25.01.2023

Das Tempolimit ist längst überfällig
Das Tempolimit ist längst überfällig

Ein Tempolimit wäre ein wichtiger Baustein für die Einhaltung der Klimaschutzziele im Verkehr, erklärte der Präsident des Umweltbundesamts, Dirk Messner, am Montag - «und zwar schnell und praktisch ohne Mehrkosten». Über die Studie hatten zuvor verschiedene Medien berichtet. In der Ampel-Koalition ist ein Tempolimit umstritten, die FDP lehnt es ab.

 

Eine neue Studie im Auftrag des Umweltbundesamts zeige für das Jahr 2018, dass ein Tempolimit von 120 Stundenkilometern auf Bundesautobahnen und «autobahnähnlich ausgebauten» Straßen jährlich Treibhausgasemissionen in Höhe von 6,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente einsparen könne, so Messner. Bisher sei die Behörde von 2,6 Millionen Tonnen ausgegangen. Die höheren CO2-Einsparungen im Vergleich zu früheren Studien kämen daher, dass der Verbrauch der Fahrzeuge genauer bestimmt und auch eine veränderte Routenwahl und Verkehrsnachfrage berücksichtigt worden sei. |mehr|

Quelle: proplanta

 

      Ein Endlager für Treibhausgas?   24.01.2023  

Stahlproduktion hat hohen CO2-Ausstoß
Stahlproduktion hat hohen CO2-Ausstoß

Die Lagerung von Kohlendioxid tief in der Erde (CCS) galt in Deutschland lange als »tot«. Nun wagt die Bundesregierung einen neuen Anlauf und will das Verfahren einsetzen. Ein Überblick über die Technologie, ihre Chancen und Grenzen. Seit die Bundesregierung einem internen Papier zufolge Carbon Capture and Storage (CCS) »im Megatonnen-Maßstab« als notwendig erachtet, um die Klimaziele zu erreichen, ist die Debatte um die Technik zurück. Unter Fachleuten sowie in weiten Teilen der Gesellschaft ist zwar unstrittig, dass der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) drastisch gesenkt werden muss, doch das dürfte nicht genügen, um den Temperaturanstieg unter zwei Grad zu Celsius zu halten. Deswegen erfordern viele Szenarien, die der Weltklimarat IPCC berücksichtigt, zusätzlich CO2 einzufangen und dauerhaft zu speichern. |mehr|

Quelle: Spektrum.de

 

       Private Exotenhaltung verbieten   21.01.2023

Krokodile sind als Haustiere absolut ungeegnet
Krokodile sind als Haustiere absolut ungeegnet

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir will die Haltung bestimmter Tierarten verbieten. "Warum braucht jemand etwa anspruchsvoll zu haltende, exotische Tiere wie Schlangen oder ein Chamäleon zu Hause? Das habe ich nie verstanden", sagte der Grünen-Politiker den Partnerzeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft (Donnerstagausgaben).

 

Özdemir kann sich "eine Positivliste vorstellen, also eine Auflistung mit Tieren, deren Haltung erlaubt ist". Dafür setze er sich auf EU-Ebene ein. Özdemir begründete seinen Vorstoß damit, dass die Tierheime mit Problemen konfrontiert seien, die man sich als Außenstehender gar nicht vorstellen könne. "Manche Menschen legen sich Tiere zu, die aus meiner Sicht in privaten Haushalten nichts zu suchen haben", sagte Özdemir. |mehr|

Quelle: Umwelt Panorama

 

     Vermögensungleichheit nimmt zu   19.01.2023

Etwa jeder zehnte Mensch auf der Erde hungert
Etwa jeder zehnte Mensch auf der Erde hungert

Die Reichen werden immer reicher: Seit Beginn der Corona-Pandemie hat das reichste Prozent der Weltbevölkerung rund zwei Drittel des weltweiten Vermögenszuwachses kassiert. Gleichzeitig leben 1,7 Milliarden Arbeitnehmer*innen in Ländern, in denen Lebenshaltungskosten schneller steigen als Löhne. Erstmals seit 25 Jahren haben extremer Reichtum und extreme Armut gleichzeitig zugenommen.

 

Der Bericht von Oxfam „Survival of the Richest“ zeigt: Während Millionen Menschen nicht wissen, wie sie Lebensmittel und Energie bezahlen sollen, bringen die Krisen unserer Zeit gigantische Vermögenszuwächse für Milliardär*innen. Seit 2020 gingen 26 Billionen US-Dollar (63 Prozent) der gesamten Vermögenszuwächse in Höhe von 42 Milliarden US-Dollar an das reichste Prozent der Weltbevölkerung, während 99 Prozent sich den Rest teilen. |mehr|

Quelle: Oxfam

 

         Tierquälerei in Münster   17.01.2023

Schlagfalle mit tödlich verletztem Bussard
Schlagfalle mit tödlich verletztem Bussard

Die Polizei in Münster (NRW) hat einen schwer verletzten Mäusebussard aus einer Illegalen Schlagfalle befreit. Dabei handelte es sich um ein Tellereisen, das innerhalb einer umzäunten Geflügelhaltung im Stadtteil Nienberge aufgestellt und mit einem totem Huhn beködert war. Gerufen wurden die Beamten von Mitarbeitern des Komitees gegen den Vogelmord, die den Vogel nach einem Hinweis aus der Bevölkerung entdeckt hatten. Leider wurde durch das Tellereisen das linke Bein des Greifvogels fast vollständig abgetrennt; das Tier musste deshalb von einem Tierarzt eingeschläfert werden. |mehr|

Quelle: Komitee gegen Vogelmord

Die Fotos stellte freundlicherweise das Komitee gegen Vogelmord zur Verfügung

 

   Warum frieren Enten nicht fest?   16.01.2023

Enten auf z.T. zugefrorenem See
Enten auf z.T. zugefrorenem See
Wenn im Winter die Seen und Teiche zufrieren, fragt sich so mancher: Warum frieren Enten nicht auf dem Eis fest? Schließlich verbringen die Vögel dort einen Großteil des Tages bei klirrend kalten Temperaturen. Die Enten haben einen Trick

Während wir Menschen uns im Winter dicke Socken und warme Winterschuhe an die Füße schnüren, damit sie bloß nicht kalt werden, tun Enten genau das Gegenteil: die Tiere watscheln barfuß durch die winterliche Landschaft. So mancher besorgte Naturfreund fragt sich beim Anblick der Vögel, wie sie da teilweise stundenlang mit ihren nackten Füßen auf dem Eis stehen: Wird ihnen nicht kalt? Und warum frieren Enten nicht auf dem Eis fest? |mehr|

Quelle: GEO

 

  Mutmaßliche Wilderei eines Luchses   14.01.2023

Eurasischer Luchs
Eurasischer Luchs

Die schweizer Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJWF) hat bei der Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht. Die Strafanzeige erfolgt basierend auf dem Autopsiebericht des Instituts für Tierpathologie der Universität Bern (FIWI) über einen Luchs, welcher in der Region Crans-Montana tot aufgefunden wurde. Anlässlich der Autopsie wurden Kugelsplitter gefunden, deren Lokalisation und Ausmaß auf einen direkten Zusammenhang mit dem Tod des Tieres schließen lassen. Die DJFW sowie das Departement für Sicherheit, Institutionen und Sport (DSIS) verurteilen aufs Schärfste jegliche Art von Wilderei gegen geschützte Arten wie den Luchs. |mehr|

Quelle: Kanton Wallis

 

             Milde Winter   13.01.2023

Blühender Haselzweig
Blühender Haselzweig

In den letzten Jahren war der deutsche Winter eher mild, lange anhaltenden Frost und Schnee gab es kaum. Einmalige Wetterumschwünge beeinträchtigen die Natur langfristig nicht, die Folgen des Klimawandels schon. Was passiert mit Tieren und Pflanzen, wenn das Wetter im Winter außergewöhnlich mild ist?

 

Die bereits ausgetriebenen empfindlichen Jungtriebe der Gehölze können bei stärkerem Frost absterben. Zumindest für heimische Pflanzen ist das im Grunde aber kein ernsthaftes Problem, da sie im Frühjahr in der Regel erneut austreiben und an solche Rückschläge angepasst sind. Typisch für jahreszeitlich frühe Aktivitäten sind zum Beispiel Haselstrauch und Weiden, die zu den ersten Blühpflanzen gehören. Problematisch für Pollen-Allergiker. |mehr|

 

  Kükentötung: Sag mir, wo die Hähne sind ...  11.01.2023

Haushuhnküken; Wikipedia, Foto: Andrew Skowron
Haushuhnküken; Wikipedia, Foto: Andrew Skowron

Seit einem Jahr ist das industrielle Töten männlicher Küken in Deutschland verboten. foodwatch hat nachgeforscht, was es für den Tierschutz gebracht hat.

 

Auf vielen Eierpackungen stehen Angaben wie „ohne Kükentöten“. Tatsächlich ist die grausame Praxis in Deutschland seit einem Jahr verboten: Seit dem 1. Januar 2022 dürfen männliche Küken in Deutschland nicht mehr direkt nach dem Schlüpfen getötet werden. Bis dahin wurden jedes Jahr bis zu 45 Millionen männliche Kükent direkt nach dem Schlüpfen vergast oder geschreddert. Einfach nur, weil sie keine Eier legen und kaum Fleisch ansetzen und daher für die Lebensmittelindustrie „wertlos“ sind. Jetzt müssen die „Bruderhähne“ entweder mit aufgezogen werden, oder die männlichen Küken werden schon im Ei erkannt und gar nicht erst ausgebrütet. |mehr|    

Quelle: foodwatch

     

   Gletscher: Jedes Zehntelgrad zählt   09.01.2023

Aletschgletscher; Wikipedia, Foto: Dirk Beyer
Aletschgletscher; Wikipedia, Foto: Dirk Beyer

Internationale Forschende mit Beteiligung des Innsbrucker Glaziologen Fabien Maussion beschreibt im Fachmagazin Science mit bisher einzigartiger Genauigkeit das Schicksal aller Gletscher weltweit je nach Temperaturszenarien zwischen +1,5°C und +4°C Erhitzung. Aktuell steuert die Welt in Richtung +3°C, was zum Verlust von 75 Prozent der Gletscher bis 2100 führen würde. Die Forscher*innen appellieren: Jedes Zehntelgrad weniger zählt, um das Abschmelzen einzudämmen. |mehr|

Quelle: Sonnenseite

 

  Asiatische Hornisse: Eine einzige Königin war´s   03.01.2023

Asiatische Hornisse; Wikipedia, Foto: Ksarasola
Asiatische Hornisse; Wikipedia, Foto: Ksarasola

Seit 2004 breitet sich die Asiatische Hornisse in Europa aus. Wahrscheinlich geht alles auf eine einzige befruchtete Königin zurück, die damals in Frankreich ankam. Wahrscheinlich im Jahr 2004 gelang der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) der Sprung nach Europa – und es genügte dafür offensichtlich ein einziges befruchtetes Weibchen der Insekten, das mit Fracht aus China nach Bordeaux gelangte. Alle heute in Europa lebenden Asiatischen Hornissen gehen auf dieses einzelne Tier zurück, deutet zumindest eine Studie von Eileen Dillane vom University College Cork und ihrem Team im »Journal of Hymenoptera« an. |mehr|

Quelle: Spektrum.de

 

  Dinosaurier des Jahres 2022: Fischsterben in der Oder   02.01.2023

Tote Fische in der Oder im Augsut 2022
Tote Fische in der Oder im Augsut 2022

Es ist für den NABU die größte Umweltsauerei des Jahres: Der NABU zeichnet das Fischsterben in der Oder mit dem „Dinosaurier des Jahres 2022“ aus. Damit ist der durch Deutschland und Polen verlaufende Fluss der 30. Träger des Negativpreises.

 

Allerdings geht es dabei nicht nur um die Oder: Viele Fließgewässer in Deutschland befinden sich in einem schlechten ökologischen Zustand. In der Oder ereignete sich in diesem Sommer aber die Katastrophe: Die Einleitung von stark salzhaltigen Abwässern und der niedrige Pegelstand während der langen Dürre führten zu einer hohen Schadstoffkonzentration und Versalzung des Flusswassers. |mehr|

    

     Stunde der Wintervögel 6. - 8. Januar 2023

Vöel zählen vom 6 - 8. Jnuar 2023
Vöel zählen vom 6 - 8. Jnuar 2023

Vögel zählen ab dem Dreikönigstag: Vom 6. bis 8. Januar 2023 findet wieder die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ statt. Der NABU und sein bayerischer Partner LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) rufen dazu auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und dem NABU zu melden.

 

„Im vergangenen Januar haben mehr als 176.000 Menschen mitgezählt. Wir freuen uns über die anhaltend hohe Beteiligung bei unseren Aktionen. Unsere Vogelwelt-App, über die man auch an der Zählung teilnehmen kann, hat inzwischen die Zwei-Millionen-Marke bei den Downloads geknackt. Das zeigt, wie groß das Interesse an der heimischen Natur ist“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Wer Vögeln etwas Gutes tun möchte, sollte aus seinem Garten oder Balkon ein Mini-Naturschutzgebiet machen und diese möglichst wild und mit heimischen Gehölzen, Stauden und Kräutern naturnah gestalten.“ |mehr|

 

    RLP: Asiatische Hornisse breitet sich aus   09.12.2022

Die asiatische Hornisse Vespa velutina nigrithorax stammt aus Südostasien und gilt bei uns als invasive Art. In Europa wurde sie erstmals 2004 in Südfrankreich nachgewiesen, zehn Jahre später dann erstmals in Deutschland: Hier wurde sie 2014 im südlichen Rheinland-Pfalz und im Raum Karlsruhe entdeckt. Die Auswirkungen insbesondere auf die heimische Insektenwelt und auch Honigbienen sind noch weitestgehend unerforscht. Nachdem in den letzten Jahren nur vereinzelt Nester dieser invasiven Hornissenart entdeckt wurden, haben sich in diesem Jahr die Beobachtungen von medizinballgroßen Nestern in Baumkronen, insbesondere im südlichen Rheinland-Pfalz, gehäuft. Eine erste gesicherte Beobachtung eines Einzeltiers, das auf ein dortiges Nest schließen lässt, wurde nördlich der Mosel gemeldet. Das in diesem Jahr gehäufte Auftreten der asiatischen Hornisse dürfte auch auf die klimatischen Veränderungen mit deutlich höheren Temperaturen vor allem während des Winters zurückzuführen sein.|mehr|

Quelle: DLR Westerwald-Osteifel

 

     Weniger Seehunde im Wattenmeer   06.11.2022

Seehunde auf einer Sandbank
Seehunde auf einer Sandbank

Die Zahl der im Wattenmeer lebenden Seehunde ist deutlich gesunken. Bei der jährlichen Zählung wurden im Sommer insgesamt 23.652 Seehunde gesichtet - die niedrigste Zahl seit dem Jahr 2011, wie das Gemeinsame Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven am Dienstag mitteilte. Bei den während des Fellwechsels beobachteten Tieren gab es einen Rückgang um zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr, auch die Zahl der Jungtiere sank um 22 Prozent.

Die Daten beziehen sich auf den Gesamtbestand im Wattenmeer der Nordsee, umfassen also Deutschland, Dänemark und die Niederlande. Nach Angaben der Experten ist die genaue Ursache für die sinkenden Zahlen unklar. Möglicherweise nähere sich der Bestand der Kapazitätsgrenze des Wattenmeers an und werde durch begrenzte Ressourcen wie zum Beispiel Nahrung eingeschränkt.|mehr|

Quelle: Umweltpanorama

 

   Tod einer Touristin; Hunde waren es, kein Wolf   04.11.2022

Ruhender Wolf
Ruhender Wolf

Der tragische Fall einer britischen Frau, die im September 2017 in Nordgriechenland tödlich verunglückte, als sie von Wölfen oder Hunden angegriffen wurde, ist schließlich abgeschlossen worden. Das Gericht stellte fest, dass der Tod auf einen Angriff von Herdenschutzhunden zurückzuführen war und berief sich dabei auf eine wissenschaftliche Untersuchung des Falles. Die ursprünglich in vielen Medien verbreitete Behauptung, Wölfe seien für die tödliche Attacke verantwortlich, ist daher mit hoher Wahrscheinlichkeit unzutreffend. |mehr|

Quelle Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf:

 

   Braunkehlchen ist Vogel des Jahres 2023   01.11.2022

Braunkehlchen - Vogel des Jahres 2023
Braunkehlchen - Vogel des Jahres 2023

Deutschland hat einen neuen Vogel des Jahres: 2023 trägt das Braunkehlchen den Titel und löst damit den Wiedehopf ab. Bei der dritten öffentlichen Wahl vom NABU und seinem bayerischen Partner, dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV), haben fast 135.000 Menschen mitgemacht. 58.609 Stimmen entfielen dabei auf das Braunkehlchen, 24.292 auf den Feldsperling, 22.059 auf den Neuntöter, 21.062 auf den Trauerschnäpper und 8.797 auf das Teichhuhn. |mehr|

 

  Positivliste für Heimtiere gefordert  15.10.2022

Der Serval käme für eine Positivliste nicht in Frage
Der Serval käme für eine Positivliste nicht in Frage

Im Zuge eines Parlamentarischen Abends in Berlin haben sieben Tier- und Artenschutzorganisationen ein neues Rechtsgutachten vorgestellt. Dieses zeigt auf, dass eine Positivliste für Heimtiere dringend notwendig ist und in Deutschland rechtskonform umgesetzt werden könnte. Die Tier- und Artenschutzorganisationen AAP, Deutscher Tierschutzbund, Humane Society International (HSI), IFAW, Pro Wildlife, VIER PFOTEN und der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) fordern daher die Bundesregierung auf, den Handel mit und die Privathaltung von Heimtieren mithilfe einer Positivliste zu regulieren. Das Ziel einer Positivliste ist, das derzeit riesige Artenspektrum im Heimtierhandel auf tatsächlich für den Handel und die Haltung durch Privatpersonen geeignete Tierarten zu beschränken. Dabei sind Aspekte des Tier-, Arten- und Naturschutzes sowie der menschlichen Gesundheit und der öffentlichen Sicherheit gleichermaßen zu berücksichtigen. Viele andere europäische Länder haben bereits reagiert und nationale Positivlisten für bestimmte Tiergruppen beschlossen. |mehr|

Quelle: Deutscher Naturschutzring (DNR)

 

 Tierpopulationen massiv geschrumpft   14.102022

Westlicher Flachlandgorilla
Westlicher Flachlandgorilla

Die Bestände wild lebender Wirbeltiere sind in den vergangenen 50 Jahren massiv geschrumpft. Zwischen 1970 und 2018 sei bei den mehr als 31 000 untersuchten Populationen ein Rückgang von durchschnittlich 69 Prozent zu beobachten gewesen, schreiben die Umweltstiftung WWF und die Zoologische Gesellschaft London in ihrem nun veröffentlichten »Living Planet Report 2022«. Insgesamt wurden die Daten zu mehr als 5230 Wirbeltierarten auf der ganzen Welt ausgewertet. Dazu gehören Säugetiere, Vögel, Fische, Amphibien und Reptilien.

 

Die Ursachen für die gesunkenen Bestände und den Artenverlust sind im Grunde bekannt: Durch Waldrodungen und Erschließung von Flächen gehen Habitate von Wildtieren verloren; die Umweltverschmutzung und der Klimawandel beeinträchtigen die Lebensräume zusätzlich. |mehr|

Quelle: Spektrum.de

 

     Amazonas-Abholzung um 50% gestiegen  08.10.2022

Illegale Abholzung in Brasilien
Illegale Abholzung in Brasilien

Im September wurde im Vergleich zum Vorjahresmonat im Amazonas ein hoher Waldverlust gemessen. Experten vermuten, dass der Wahlkampf in Brasilien mitverantwortlich ist. Mit einem Waldverlust von 1.455 Quadratkilometern stellt der gerade abgelaufene September einen Rekord auf: Seitdem Brasiliens staatliches Klimainstitut Inpe die Messreihe mit dem Deter-Satelliten im Jahr 2015 aufnahm, wurde kein so hoher Wert gemessen. Er liegt 47,7 Prozent über dem September des vergangenen Jahres. Experten vermuten, dass der derzeitige Wahlkampf für die hohen Werte mitverantwortlich ist.|mehr|

Quelle: ZEIT ONLINE

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