Aktuelles rund um das Motto des NABU

"Für Mensch und Natur"

 

 Keine Mitarbeit bei Mogelpackung   16.01.2021

Baggerarbeiten für die umstrittene Gaspipeline in der Ostsee. Foto: NABU/Nils Möllmann
Baggerarbeiten für die umstrittene Gaspipeline in der Ostsee. Foto: NABU/Nils Möllmann

Die Umweltverbände BUND, NABU und WWF sowie die Michael Succow Stiftung lehnen eine Mitarbeit in der Stiftung Klima- und Umweltschutz Mecklenburg-Vorpommern entschieden ab.

 

Ihre kritische Haltung machten die Umweltverbände während eines Gesprächs heute mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Energieminister Christian Pegel, Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus sowie dem Vorsitzenden der neuen Stiftung Klima- und Umweltschutz M-V, Erwin Sellering, deutlich. Denn die neue Stiftung hat es sich in ihrem Satzungszweck unter anderem zur Aufgabe gemacht, den Weiterbau der Erdgaspipeline Nord Stream 2 zu fördern. Das zusätzliche Erdgas der Pipeline würde aus Sicht der Umweltorganisationen eine notwendige Abkehr von fossilen Energieträgern für über fünf Jahrzehnte hinauszögern. Statt eine Stiftung mit sich widersprechenden Geschäftsfeldern zu errichten, sollte die Landesregierung ihre eigenen Entscheidungs- und Handlungsmöglichkeiten nutzen und Maßnahmen für eine naturverträgliche Umstellung auf erneuerbare Energien auf den Weg bringen, so die Umweltverbände.|mehr|

  A26 Ost ist „Dinosaurier des Jahres“    29.12.2020

Verfehlte Verkehrspolitik und antiquierte Infrastrukturplanung: Die A26 Ost erfüllt beides. Der NABU hat die geplante zehn Kilometer lange Querverbindung der A1 und A7 im Hamburger Süden deshalb für den Negativ-Preis „Dinosaurier des Jahres 2020“ ausgewählt.

Erstmals seit 1993 zeichnet der NABU mit dem Negativ-Preis „Dinosaurier des Jahres“ keine Person, sondern ein konkretes Projekt als Umweltsünde des Jahres aus. Die geplante A26 Ost erfüllt alle Kriterien: extrem klimaschädlich, unglaublich teuer und naturzerstörend. |mehr|

   Die Stunde der Wintervögel   10.12.2020

Grünfinken am Futtersilo
Grünfinken am Futtersilo

NABU und LBV rufen vom 08. bis 10. Januar zum elften Mal zur bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ auf. Die über viele Jahre hinweg mit der gleichen Methode erfassten Beobachtungen aus dem ganzen Land sind für die Naturschützer ein einmaliger Datenschatz. Die Stunde der Wintervögel gibt Aufschluss über die Bestandsentwicklung unserer Gartenvögel. Langfristig können auch Änderungen des Zugverhaltens von Vögeln dokumentiert werden. So wurden in den vergangenen Jahren verstärkt Zugvögel gezählt, die unsere Breiten normalerweise im Winter verlassen, wie Mönchsgrasmücken, Hausrotschwänze oder Stare. Sie ersparen sich offenbar zunehmend den Zug in den Süden. |mehr|

  Bilanz des Turteltaubenjahres   03.12.2020

Abgeschossene Turteltaube
Abgeschossene Turteltaube

Überwältigende 75.453 Teilnehmer*innen haben mit ihren Unterschriften deutlich gemacht, dass die Jagd auf die Tauben, deren Bestände europaweit stark zurückgehen, nicht mehr hinnehmbar ist. Zum Valentinstag im Februar hat der NABU dem Bundesumweltministerium (BMU) die Petiton übergeben . Nur noch jede zehnte Turteltaube brütet heute im Vergleich zu 1980 noch bei uns. Sie gehört neben Rebhuhn und Kiebitz zu den am stärksten im Bestand abnehmenden Vogelarten Deutschlands. |mehr|

 Seeschifffahrt endlich auf Klimakurs bringen  14.11.2020

Dreckschleuder Kreuzfahrtschiff
Dreckschleuder Kreuzfahrtschiff

Anlässlich der am Montag beginnenden Verhandlungen der Internationalen Seeschiffahrtsorganisation (IMO) über konkrete Klimaschutzmaßnahmen sieht der NABU erheblichen Nachbesserungsbedarf beim vorliegenden Beschlussvorschlag, über den kommende Woche abgestimmt werden soll.

 

"Der vorliegende Kompromissvorschlag ist ein stumpfes Schwert im Kampf gegen die weiter steigenden Emissionen der Schifffahrt", kritisiert NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. "Wenn sich die Vertragsstaaten auf diesen faulen Kompromiss verständigen, werden die Treibhausgasemissionen im Jahr 2030 nochmals um rund 14 Prozent im Vergleich zu heute steigen. Deutschland darf daher dem vorliegenden Text nicht zustimmen und muss auf ein wesentlich höheres Ambitionsniveau drängen. Anders ist die Seeschifffahrt nicht auf Klimakurs zu bringen. Abgesehen davon würde ein fatales Signal ausgesendet, das die Branche in ihrer Untätigkeit noch bestärkt." |mehr|

Jetzt nachbessern für mehr Naturschutz   10.11.2020

Brütender Kiebitz
Brütender Kiebitz

Ab heute verhandeln das Europäische Parlament, die EU-Landwirtschaftsminister*innen und die Europäische Kommission über die Gemeinsame Agrarpolitik in Europa (GAP). In den kommenden Wochen werden die Vertreter*innen der drei Institutionen versuchen, sich auf einen Kompromisstext zu einigen, nachdem Rat und Parlament bereits im Oktober ihre jeweiligen Positionen festgelegt haben.

 

Die bisherigen Beschlüsse von Rat und Parlament verhindern eine wirkliche Agrarreform. Daher fordert der NABU die EU-Kommission zu entschiedenem Verhandeln auf: Die Kommission muss ihren Einfluss in den Verhandlungen nutzen, um die GAP nach den Zielen des European Green Deals auszurichten. Wir brauchen mehr Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Naturschutz in der Landwirtschaft schon heute, nicht erst im nächsten Jahrzehnt. Ansonsten droht das Flagschiffprojekt von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schwere Schlagseite zu bekommen. „Sollten die Trilog-Verhandlungen keine Fortschritte erzielen, muss es sich die EU-Kommission vorbehalten, ihren Vorschlag zurückzuziehen und das Verfahren neu zu starten“, fordert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. |mehr|

   Aktuelle Wolfszahlen: Bundesweit 128 Rudel bestätigt   03.11.2020

Die Wolfsbestände wachsen weiterhin.
Die Wolfsbestände wachsen weiterhin.

Im Monitoringjahr 2019/2020 gab es 128 Wolfsrudel in Deutschland. Das geht aus den Erhebungen der Bundesländer hervor, die das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) in Abstimmung mit den Ländern zu den amtlich bestätigten deutschen Wolfszahlen zusammengeführt und jetzt veröffentlicht haben. |mehr|

    EU-Länder unterlaufen Artenschutz   19.10.2020

Kiebitz - Leidtragender der intensiven Landwirtschaft
Kiebitz - Leidtragender der intensiven Landwirtschaft

Die Europäische Union hat ihre vor zehn Jahren gesetzten Ziele zur Wiederherstellung der Biologischen Vielfalt bis 2020 weit verfehlt. Zu diesem Ergebnis kommt der heute veröffentlichte Bericht zur "Lage der Natur", in dem die Europäische Umweltagentur alle sechs Jahre die offiziellen Berichtsdaten der Mitgliedstaaten zusammenfasst. Aus dem angestrebten Stopp des Artensterbens wurde eine weitere Verschlechterung von fast einem Drittel der untersuchten Tier- und Pflanzenarten sowie wichtiger Lebensräume. Auch die Ziele zur Erholung von zumindest einem Teil der Bestände wurden verfehlt. Die EU-Umweltagentur legt dar, dass die Landnutzung oft die Erfolge des Naturschutzes konterkariert. |mehr|

Wer wird „Vogel des Jahres 2021“?   14.10.2020

Der NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) rufen erstmals die Bevölkerung in Deutschland dazu auf, den „Vogel des Jahres 2021“ selbst zu wählen. Ab sofort kann jede*r unter www.vogeldesjahres.de den eigenen Lieblingsvogel nominieren.

 

Die erste öffentliche Wahl zum 50. Jubiläum der Aktion „Vogel des Jahres“ verläuft in zwei Phasen. Bis zum 15. Dezember werden aus insgesamt 307 Vogelarten die Top-Ten-Kandidaten ermittelt. Hierbei stehen alle in Deutschland brütenden sowie die wichtigsten Gastvogelarten des Landes zur Auswahl. Die zehn von der Bevölkerung meist nominierten Vogelarten gehen dann ab dem 18. Januar ins finale Rennen um den Titel. Am 19. März 2021 verkünden NABU und LBV den ersten öffentlich gewählten Vogel des Jahres. |mehr|

  NABU reicht EU-Beschwerde ein   02.10.2020

Am heutigen Freitag reicht der NABU eine offizielle Beschwerde gegen Deutschland bei der EU-Kommission ein. Es geht um den dramatisch schlechten Zustand des Rebhuhns, der in erster Linie auf die fehlgeleitete Agrarpolitik zurückzuführen ist. Seit 1980 sind die Rebhuhnbestände um 91 Prozent zurückgegangen. Nach Ansicht des NABU verstoßen Bund und Länder damit gegen die in der EU-Vogelschutzrichtlinie festgeschriebene Anforderung, einen guten Erhaltungszustand aller wildlebenden Vogelarten zu erreichen und dafür angemessene Maßnahmen zu ergreifen. |mehr|

 

Millionen Turteltauben zum Abschuss frei 09.09.2020

Abgeschossene Turteltaube
Abgeschossene Turteltaube

Trotz teilweise dramatischer Bestandsrückgänge eröffnen viele EU-Länder in den nächsten Tagen wieder die Jagd auf Zugvögel. Auf der Abschussliste stehen die Turteltaube, in Deutschland Vogel des Jahres 2020, Lerchen, Kiebitze sowie zahlreiche andere hierzulande gefährdete Arten. Insgesamt werden nach Angaben des Komitees gegen den Vogelmord in der EU jedes Jahr rund 52 Millionen Wildvögel legal von Jägern getötet. |mehr|

 

  Luchsnachwuchs im Pfälzer-Wald   06.09.2020

Luchsin mit Jungtier
Luchsin mit Jungtier

Über das Großkarnivorenmonitoring der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) gingen zwei Meldungen über Luchsnachwuchs ein. So konnte der Nachweis erbracht werden, dass mindestens zwei Luchsinnen Jungtiere bekommen haben.

 

„Mit der Hilfe der örtlichen Jägerschaft konnte in diesem Jahr Luchsnachwuchs dokumentiert werden. Für das aufmerksame Auge und die schnelle Meldung darf ich mich herzlich bedanken! Das gemeinsame Engagement mit der Jägerschaft ist ein zentraler Baustein für den Erfolg der Wiederansiedlung“, so Umweltministerin Höfken. „Die Meldungen über das Großkarnivorenmonitoring des Landes gewinnt zunehmend an Bedeutung. Immer weniger Luchse tragen ein GPS-Halsband und der Nachweis der Tiere erfolgt stärker über Spuren und Fotobelege. Der Nachweis von nun insgesamt mindestens 15 Jungtieren ist ein toller Beleg für den Aufbau der Luchs-Population im Biosphärenreservat Pfälzerwald - Vosges du Nord. Es ist schön zu sehen, wie sich die Population weiter positiv entwickelt.“ |mehr|

 

 Bleischrotverbot in Feuchtgebieten 03.09.2020

Vogelschutzgebiet NSG Sangweiher
Vogelschutzgebiet NSG Sangweiher

Heute wurde das EU-weite Verbot von Bleischrot in Feuchtgebieten beschlossen. Nach langem Hin und Her hat auch Deutschland seine Zustimmung dazu gegeben. Für den NABU ein längst überfälliger Schritt: „Endlich wird der Einstieg in den Ausstieg bei der Verwendung vom Umweltgift Blei in der Jagd begonnen. Ein generelles Bleiverbot in Jagdmunition muss nun folgen. Die jetzt diskutierte Änderung des Jagdgesetzes sollte das Bundeslandwirtschaftsministerium nutzen,“ kommentiert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger den heutigen Beschluss. |mehr|

        Fragen zur Mitgliedschaft:

        service@nabu.de  oder

        Tel. 030/284984-40 00