Aktuelles rund um das Motto des NABU

"Für Mensch und Natur"

 

 Seeschifffahrt endlich auf Klimakurs bringen   14.11.2020

Dreckschleuder Kreuzfahrtschiff
Dreckschleuder Kreuzfahrtschiff

Anlässlich der am Montag beginnenden Verhandlungen der Internationalen Seeschiffahrtsorganisation (IMO) über konkrete Klimaschutzmaßnahmen sieht der NABU erheblichen Nachbesserungsbedarf beim vorliegenden Beschlussvorschlag, über den kommende Woche abgestimmt werden soll.

 

"Der vorliegende Kompromissvorschlag ist ein stumpfes Schwert im Kampf gegen die weiter steigenden Emissionen der Schifffahrt", kritisiert NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. "Wenn sich die Vertragsstaaten auf diesen faulen Kompromiss verständigen, werden die Treibhausgasemissionen im Jahr 2030 nochmals um rund 14 Prozent im Vergleich zu heute steigen. Deutschland darf daher dem vorliegenden Text nicht zustimmen und muss auf ein wesentlich höheres Ambitionsniveau drängen. Anders ist die Seeschifffahrt nicht auf Klimakurs zu bringen. Abgesehen davon würde ein fatales Signal ausgesendet, das die Branche in ihrer Untätigkeit noch bestärkt." |mehr|

Jetzt nachbessern für mehr Naturschutz   10.11.2020

Brütender Kiebitz
Brütender Kiebitz

Ab heute verhandeln das Europäische Parlament, die EU-Landwirtschaftsminister*innen und die Europäische Kommission über die Gemeinsame Agrarpolitik in Europa (GAP). In den kommenden Wochen werden die Vertreter*innen der drei Institutionen versuchen, sich auf einen Kompromisstext zu einigen, nachdem Rat und Parlament bereits im Oktober ihre jeweiligen Positionen festgelegt haben.

 

Die bisherigen Beschlüsse von Rat und Parlament verhindern eine wirkliche Agrarreform. Daher fordert der NABU die EU-Kommission zu entschiedenem Verhandeln auf: Die Kommission muss ihren Einfluss in den Verhandlungen nutzen, um die GAP nach den Zielen des European Green Deals auszurichten. Wir brauchen mehr Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Naturschutz in der Landwirtschaft schon heute, nicht erst im nächsten Jahrzehnt. Ansonsten droht das Flagschiffprojekt von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schwere Schlagseite zu bekommen. „Sollten die Trilog-Verhandlungen keine Fortschritte erzielen, muss es sich die EU-Kommission vorbehalten, ihren Vorschlag zurückzuziehen und das Verfahren neu zu starten“, fordert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. |mehr|

   Aktuelle Wolfszahlen: Bundesweit 128 Rudel bestätigt   03.11.2020

Die Wolfsbestände wachsen weiterhin.
Die Wolfsbestände wachsen weiterhin.

Im Monitoringjahr 2019/2020 gab es 128 Wolfsrudel in Deutschland. Das geht aus den Erhebungen der Bundesländer hervor, die das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) in Abstimmung mit den Ländern zu den amtlich bestätigten deutschen Wolfszahlen zusammengeführt und jetzt veröffentlicht haben. |mehr|

    EU-Länder unterlaufen Artenschutz   19.10.2020

Kiebitz - Leidtragender der intensiven Landwirtschaft
Kiebitz - Leidtragender der intensiven Landwirtschaft

Die Europäische Union hat ihre vor zehn Jahren gesetzten Ziele zur Wiederherstellung der Biologischen Vielfalt bis 2020 weit verfehlt. Zu diesem Ergebnis kommt der heute veröffentlichte Bericht zur "Lage der Natur", in dem die Europäische Umweltagentur alle sechs Jahre die offiziellen Berichtsdaten der Mitgliedstaaten zusammenfasst. Aus dem angestrebten Stopp des Artensterbens wurde eine weitere Verschlechterung von fast einem Drittel der untersuchten Tier- und Pflanzenarten sowie wichtiger Lebensräume. Auch die Ziele zur Erholung von zumindest einem Teil der Bestände wurden verfehlt. Die EU-Umweltagentur legt dar, dass die Landnutzung oft die Erfolge des Naturschutzes konterkariert. |mehr|

Wer wird „Vogel des Jahres 2021“?   14.10.2020

Der NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) rufen erstmals die Bevölkerung in Deutschland dazu auf, den „Vogel des Jahres 2021“ selbst zu wählen. Ab sofort kann jede*r unter www.vogeldesjahres.de den eigenen Lieblingsvogel nominieren.

 

Die erste öffentliche Wahl zum 50. Jubiläum der Aktion „Vogel des Jahres“ verläuft in zwei Phasen. Bis zum 15. Dezember werden aus insgesamt 307 Vogelarten die Top-Ten-Kandidaten ermittelt. Hierbei stehen alle in Deutschland brütenden sowie die wichtigsten Gastvogelarten des Landes zur Auswahl. Die zehn von der Bevölkerung meist nominierten Vogelarten gehen dann ab dem 18. Januar ins finale Rennen um den Titel. Am 19. März 2021 verkünden NABU und LBV den ersten öffentlich gewählten Vogel des Jahres. |mehr|

  NABU reicht EU-Beschwerde ein   02.10.2020

Am heutigen Freitag reicht der NABU eine offizielle Beschwerde gegen Deutschland bei der EU-Kommission ein. Es geht um den dramatisch schlechten Zustand des Rebhuhns, der in erster Linie auf die fehlgeleitete Agrarpolitik zurückzuführen ist. Seit 1980 sind die Rebhuhnbestände um 91 Prozent zurückgegangen. Nach Ansicht des NABU verstoßen Bund und Länder damit gegen die in der EU-Vogelschutzrichtlinie festgeschriebene Anforderung, einen guten Erhaltungszustand aller wildlebenden Vogelarten zu erreichen und dafür angemessene Maßnahmen zu ergreifen. |mehr|

 

Millionen Turteltauben zum Abschuss frei 09.09.2020

Abgeschossene Turteltaube
Abgeschossene Turteltaube

Trotz teilweise dramatischer Bestandsrückgänge eröffnen viele EU-Länder in den nächsten Tagen wieder die Jagd auf Zugvögel. Auf der Abschussliste stehen die Turteltaube, in Deutschland Vogel des Jahres 2020, Lerchen, Kiebitze sowie zahlreiche andere hierzulande gefährdete Arten. Insgesamt werden nach Angaben des Komitees gegen den Vogelmord in der EU jedes Jahr rund 52 Millionen Wildvögel legal von Jägern getötet. |mehr|

 

  Luchsnachwuchs im Pfälzer-Wald   06.09.2020

Luchsin mit Jungtier
Luchsin mit Jungtier

Über das Großkarnivorenmonitoring der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) gingen zwei Meldungen über Luchsnachwuchs ein. So konnte der Nachweis erbracht werden, dass mindestens zwei Luchsinnen Jungtiere bekommen haben.

 

„Mit der Hilfe der örtlichen Jägerschaft konnte in diesem Jahr Luchsnachwuchs dokumentiert werden. Für das aufmerksame Auge und die schnelle Meldung darf ich mich herzlich bedanken! Das gemeinsame Engagement mit der Jägerschaft ist ein zentraler Baustein für den Erfolg der Wiederansiedlung“, so Umweltministerin Höfken. „Die Meldungen über das Großkarnivorenmonitoring des Landes gewinnt zunehmend an Bedeutung. Immer weniger Luchse tragen ein GPS-Halsband und der Nachweis der Tiere erfolgt stärker über Spuren und Fotobelege. Der Nachweis von nun insgesamt mindestens 15 Jungtieren ist ein toller Beleg für den Aufbau der Luchs-Population im Biosphärenreservat Pfälzerwald - Vosges du Nord. Es ist schön zu sehen, wie sich die Population weiter positiv entwickelt.“ |mehr|

 

 Bleischrotverbot in Feuchtgebieten 03.09.2020

Vogelschutzgebiet NSG Sangweiher
Vogelschutzgebiet NSG Sangweiher

Heute wurde das EU-weite Verbot von Bleischrot in Feuchtgebieten beschlossen. Nach langem Hin und Her hat auch Deutschland seine Zustimmung dazu gegeben. Für den NABU ein längst überfälliger Schritt: „Endlich wird der Einstieg in den Ausstieg bei der Verwendung vom Umweltgift Blei in der Jagd begonnen. Ein generelles Bleiverbot in Jagdmunition muss nun folgen. Die jetzt diskutierte Änderung des Jagdgesetzes sollte das Bundeslandwirtschaftsministerium nutzen,“ kommentiert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger den heutigen Beschluss. |mehr|

 

 Eifelwolf stammt aus Niedersachen 03.08.2020

Das Senckenberg Forschungsinstitut in Gelnhausen hat durch die Individualisierung der DNA-Proben bestätigt, dass die Risse bei Großkampenberg und Irrhausen Mitte Juli dieses Jahres auf denselben Wolf zurückgehen. Der männliche Wolf GW1554m stammt aus dem Herzlake Rudel aus Niedersachsen und konnte im Januar 2020 erstmalig anhand einer Kotprobe bei Lorup nachgewiesen werden. Zuletzt war er in den Niederlanden und in Belgien bestätigt worden. „Wir nehmen die Sorgen der Nutztierhalterinnen und Nutztierhalter in der Region ernst und prüfen im Moment die Erweiterung des Präventionsgebietes ‚Pufferzone Eifel‘ zu NRW und Belgien“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken. |mehr|

 

"Stunde der Gartenvögel" - Ergebnisse   04.06.2020

Rotkehlchen
Rotkehlchen

Bei der diesjährigen „Stunde der Gartenvögel“, die vom 8. bis 10, Mai stattfand, wurde der bisherige Teilnehmerrekord der Aktion aus dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Über 161.000 Menschen haben Zählergebnisse von 108.000 Gärten, Parks oder von Balkons und Fenstern übermittelt. Sicherlich hat der Corona-Shutdown zu einem verstärkten Interesse für die Natur vor der Haustür und damit zu den hohen Mitmach-Zahlen geführt. Wir wünschen uns, dass die vielen Erst-Teilnehmer auch in Zukunft wieder mitzählen und wir noch mehr Menschen für den Schutz der Natur in unserem unmittelbaren Lebensumfeld begeistern können. |mehr|

 

   So steht es um die Natur in Deutschland   21.05.2020

Braunkehlchen - aus der Feldflur verchwunden
Braunkehlchen - aus der Feldflur verchwunden

Die Natur in Deutschland befindet sich in einem schlechten Zustand. Mehr als zwei Drittel der zu schützenden Arten befinden sich in einem ungünstigen Erhaltungszustand und fast die Hälfte der Lebensräume zeigen einen negativen Entwicklungstrend. So das ernüchternde Ergebnis des Bundesamts für Naturschutz (BfN) in seinem Bericht zur „Lage der Natur in Deutschland“. |mehr|

 

Vögel in der Nähe beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen, dabei tolle Preise gewinnen und die Kenntnisse über unsere Vogelwelt steigern ...

All das vereint die Aktion „Stunde der Gartenvögel“. Dabei sind Vogelfreunde quer durch die Republik aufgerufen, eine Stunde lang alle Vögel zu notieren und dem NABU zu melden.

 

Mitmachen können Sie in jedem Garten, auf jedem Balkon oder auch im Park. Wenn Sie die heimische Vogelwelt nicht allein, sondern in einer Gruppe von Vogelliebhabern und unter fachkundiger Führung eines NABU-Experten kennen lernen möchten, können Sie an einer der zahlreichen Gartenvogelführung teilnehmen.

 

So wird gezählt:

Zählen Sie alle Vögel, die Sie beim Blick in Ihren Garten oder den örtlichen Park entdecken können. Im Laufe einer Stunde sollen von jeder Vogelart die höchste Zahl der dort beobachteten Vögel notiert werden. Und zwar die höchste Zahl zu einem Zeitpunkt: Dieselbe Amsel fünfmal hin und herfliegen zu sehen, macht nicht fünf Amseln, sondern nur eine. |mehr|

 

    Mysteriöses Meisensterben   17.04.2020

Blaumeisen scheinen besonders betroffen
Blaumeisen scheinen besonders betroffen

 

Derzeit grassiert eine bis jetzt unbekannte und scheinbar ansteckende Krankheit in der Vogelwelt, vor allem Blaumeisen scheinen betroffen zu sein. Ab 11. März wurden erste Fälle aus Rheinhessen in Rheinland-Pfalz und den angrenzenden Regionen am Mittelrhein in Hessen bekannt. Bis zum 8. April wurden über 60 Fälle mit über 150 toten Meisen aus einer Region zwischen dem Westerwald in Rheinland-Pfalz über Mittelhessen bis ins westliche Thüringen bekannt. Um die Ausbreitung dieses neuen Phänomens und seine Auswirkungen auf Vögel zu erfassen und zu bewerten, bittet der NABU um die Meldung kranker oder toter Blaumeisen und das Einsenden von Proben zur Untersuchung. |mehr|

        Fragen zur Mitgliedschaft:

        service@nabu.de  oder

        Tel. 030/284984-40 00