Pflegeeinsatz am Weinfelder Maar. 26.10.2020

       Wegen der Corona-Pandemie blieb die Arbeitsgruppe diesmal klein.

 

Kamen sonst in der Regel 15-20 Helfer zum Pflegeeinsatz, waren es diesmal wegen der Coronapandemie deutlich weniger. Diejenigen aber, die zur ersten Pflegeaktion dieses Jahres am Weinfelder Maar gekommen waren, packten dafür umso kräftiger zu und vergrößerten die im vergangenen Jahr freigestellte Fläche erheblich. Mehr und mehr wird dadurch der Blick nach Süden zur Altburg und ins Winkelbachtal frei. Am Samstag dieser Woche, 31.10.2020, wird an gleicher Stelle die Arbeit ab 09:00 Uhr fortgeführt. Neue Helfer erreichen die Arbeitsstelle am einfachsten vom Dronketurm durch das große hölzerne Klapptor geradeaus über das Plateau. Schauen Sie sich unsere Bilderstrecke an!

 

 

Altgrasstreifen für den Sangweiher   07.09.2020

        Der Altgrasstreifen hebt sich deutlich von der gemähten Fläche ab

Aufmerksame Naturbeobachter am Sangweiher werden sich wahrscheinlich gefragt haben, warum ein rund 22 m breiter Grünlandstreifen des Südhanges nicht gemäht wurde. Der Streifen zieht sich in einer Länge von knapp 400 m entlang des Wirtschaftsweges, der das Gebiet auf der Richtung Udler gelegenen Seite begrenzt. Insgesamt umfasst der so entstandene Altgrasstreifen eine Fläche von 8400 qm, somit 10% des insgesamt 8,4 ha großen Südhangs. Von dieser Maßnahme profitieren ganz besonders die Insekten. Sie wurde vom Naturschutzbeauftragten Vulkaneifel Torsten Weber angeregt und stieß bei der Familie Kordel vom Partnerbetrieb Naturschutz vom Weinfelder Hof in Mehren, deren Glanviehherde seit einigen Jahren das Sangweihergelände beweidet, auf offene Ohren.

 

Altgrasstreifen wandert

Im Juli dieses Jahres war die restliche Fläche des Südhanges gemäht worden. Inzwischen ist das Gras nachgewachsen. Daher beginnt in Kürze die Beweidung der gemähten Fläche. Der Altgrasstreifen wird dabei ausgezäunt und ist so für das Weidevieh tabu. Erst im kommenden Jahr wird der Streifen bei der Mahd Anfang Juli mitgemäht und kann als einjähriges Altgras im Heu mitverwendet werden. Er fällt allerdings nicht ersatzlos weg. Statt seiner wird im kommenden Jahr ein Streifen in der Mitte des Hangs nicht gemäht. Nachdem im darauffolgenden Frühjahr auch dieser Streifen gemäht und wegfallen wird, wird der diesjährige Streifen wieder zum Altgrasstreifen entwickelt. So wird in den kommenden Jahren eine ständig alternierende Nutzung der beiden Streifen erfolgen.

 

Der Nutzen des Altgrasstreifens

Der große Vorteil dieser abwechselnden Nutzung liegt darin, dass auf diesen Streifen keine schlagartig einsetzende drastische Veränderung des Lebensraums von Tieren und Pflanzen eintritt, die ansonsten zwangsläufig mit einer Mahd verbunden ist. Untersuchungen in anderen NSG zeigen, dass bei bestimmten Tierarten, insbesondere Insekten, die Arten- wie auch Individuenzahl deutlich höher ist als in den gemäht Bereichen. Dies ist leicht zu erklären, da in den nichtgemähten Bereichen die Larven der Insekten sich ungestört zum Vollinsekt entwickeln können. Ihre Futterpflanzen stehen ebenfalls ungestört für sie zur Verfügung. Die Blütenpflanzen selbst können sich ebenfalls über die Blütezeit hinaus bis zur Samenproduktion entwickeln. Vögel profitieren ebenfalls vom Altgrasstreifen, können sie dort doch ungestört ihre Nester bauen und Junge großziehen.

 

Schon mehrere Naturschutzmaßnahmen

Das Entwickeln des Altgrasstreifens schließt sich an einige frühere Naturschutzmaßnahmen an, die speziell durchgeführt wurden, um das lange Zeit durch Entwässerung entwertete Sangweihergebiet ökologisch aufzuwerten. So wurde 1987 durch einen Aufstau überhaupt erst ein Weiher wieder möglich. Eine reichhaltige Tierwelt der an Gewässer gebundenen Arten stellte sich ein. Auch wurden noch vorhandene Äcker sukzessive aufgekauft und zum Vorteil der hochgefährdeten Vögel des Grünlandes in extensives Grünland umgewandelt. Seit 2015 erfolgt die Beweidung durch Glanvieh. Dies verhindert eine Verbuschung des Gebietes, wodurch die Attraktivität des Geländes für bodenbrütende Vögel und lichtliebende Pflanzen erhalten bleibt. Und nun schloss sich in diesem Jahr die auf den Insektenschutz abzielende Anlage eines Altgrasstreifens an. Das NSG Sangweiher dokumentiert einmal mehr, dass Naturschutz und Landwirtschaft durchaus erfolgreich ineinandergreifen können.

 

 Schalkenmehren: Blütenreiche Ackerstreifen für Insekten 07.08.2020

                           So blüht es am Schalkenmehrener Maar

Wer als Einheimischer in und um Schalkenmehren spazieren geht, dem wird wahrscheinlich auffallen, dass sich die Fläche der Blühstreifen an den landwirtschaftlichen Nutzflächen vergrößert hat. Dies geht auf eine Spende des Hoteliers Hubert Drayer vom Wohlfühlhotel Michels in Schalkenmehren zurück. Noch im vergangenen Jahr hatte er unserer Gruppe mitgeteilt, er wolle in diesem Jahr auf das bisher von ihm für seine Gäste an Sylvester veranstaltete Feuerwerk verzichten. Mit dem so eingesparten Geld wolle er ein Naturschutzprojekt unterstützen. Er bat um einen Vorschlag.

 

Nichts fiel uns leichter als das. Schon in den Jahren zuvor hatten Schalkenmehrener Bürger auf einigen ihrer landwirtschaftlichen Flächen Blühstreifen angelegt – sehr zur Freude der Maarbesucher aber insbesondere zum Nutzen der Insekten. Sie profitieren seitdem von Initiativen der Familien Mölder und Scholzen. Auf den von ihnen angelegten Blühstreifen fanden Insekten Blüten zum „Auftanken“ und auch geeignete Futterpflanzen für ihre Raupen.

 

Von der von Herrn Drayer erhaltenen Spende erwarben wir geeigneten Samen, hier die Veitshöchheimer Bienenweide. Dies ist eine mehrjährige Blumenmischung und kommt nächstes Jahr wieder zum Blühen. Durch tatkräftige Unterstützung vom Schalkenmehrener Angelverein wurden neben den bereits aktiven Familien weitere Partner für das Blütenprojekt in und um Schalkenmehren herum gewonnen. Diesen stellten wir den Samen zur Verfügung, so dass die Bienenweide nun u.a. auch beim Wohnmobilstellplatz am Ortseingang von Schalkenmehren und im Rasbachtal blüht.

 

Vielleicht macht das Schalkenmehrener Beispiel auch noch anderswo Schule!

 

      Zu Tode gefüttert   08.05.2020

 

                   Eine Folge völlig falsch verstandener Tierliebe

 

Seit mehreren Jahren erfreuen die Ziegen am Weinfelder Maar nicht nur die vielen Maarbesucher. Sie halten das Maargelände durch die Beweidung auch offen für lichtliebende Pflanzen und Tiere. Sie leisten auf diese Weise den entscheidenden Beitrag zum Erhalt des wertvollen Lebensraumes am Maar. Leider ereignete sich jedoch erneut ein Fall, wo durch offensichtlich völlig falsch verstandene Tierliebe ein junges Zicklein zu Tode kam. Ein Maarbesucher war auf ein verendetes Zicklein gestoßen und hatte darüber das Forum Daun informiert. Von dort hatte der Halter der Ziegen Kenntnis von dem verendeten Tier erhalten. So konnte er nicht nur das tote Zicklein bergen, er fand auch die Ursache des Verendens heraus.

 

Brot als Todesursache

Weitere Ziegen, darunter auch der Bock der Herde, wiesen mit ihren aufgebähten Bäuchen eindeutig darauf hin, was geschehen sein musste. Sie waren mit Brot gefüttert worden! Ziegen geben die in ihrem Pansen, einer großen Gärkammer des Magens, entstehenden Gärgase durch einen besonderen Reflex, den Ruktus, ab. Brot erzeugt mit seinen Kohlenhydraten jedoch ein Übermaß an Gärgasen, was zu einer Ruktusstörung führt. Die Gärgase können nicht mehr durch das für Wiederkäuer typische, besondere Rülpsen abgeben werden. Als Folge davon bläht sich der Pansen ungeheuer auf (Pansentympanie). Im Fall des Zickleins führte dies zum Tod. Der Tod der anderen Tiere konnte durch das Eingreifen des Ziegenhalters verhindert werden.

 

Den Tieren zuliebe: Nicht füttern! Hunde an die Leine!

Rund 25 ha Weidefläche steht der Ziegenherde am Weinfelder Maar zur Verfügung. Sie ist damit mehr als ausreichend groß, alle Ziegen und auch die 7 Esel zu ernähren. Sie brauchen kein zusätzliches Futter, schon gar keines, das ihnen den Tod bringt. Und noch etwas sollte für Maarbesucher selbstverständlich sein: Wer als Tierfreund den besten Freund des Menschen, seinen Hund, mit zum Maar nimmt, sollte ihn unbedingt anleinen. Am Maar haben Ziegen und Esel freien Auslauf, nicht aber Hunde. Auch die Hundebesitzer, die über ihren Hund sagen können, dass dieser nie eine Ziege beißen würde, sollten dies respektieren.

 

Lesen Sie zu diesem Beitrag auch die folgende Meldung:

Weinfelder Maar: Ziege von Hund angefallen   04.08.2015

Von einem nicht angeleinten Hund eines Maarbesuchers wurde ein junges Bockzicklein schwer verletzt. Ein faustgroßes Stück Fleisch wurde aus der Hinterkeule der jungen Ziege .

 

Vögel in der Nähe beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen, dabei tolle Preise gewinnen und die Kenntnisse über unsere Vogelwelt steigern ...

All das vereint die Aktion „Stunde der Gartenvögel“. Dabei sind Vogelfreunde quer durch die Republik aufgerufen, eine Stunde lang alle Vögel zu notieren und dem NABU zu melden.

 

Mitmachen können Sie in jedem Garten, auf jedem Balkon oder auch im Park. Wenn Sie die heimische Vogelwelt nicht allein, sondern in einer Gruppe von Vogelliebhabern und unter fachkundiger Führung eines NABU-Experten kennen lernen möchten, können Sie an einer der zahlreichen Gartenvogelführung teilnehmen.

 

So wird gezählt:

Zählen Sie alle Vögel, die Sie beim Blick in Ihren Garten oder den örtlichen Park entdecken können. Im Laufe einer Stunde sollen von jeder Vogelart die höchste Zahl der dort beobachteten Vögel notiert werden. Und zwar die höchste Zahl zu einem Zeitpunkt: Dieselbe Amsel fünfmal hin und herfliegen zu sehen, macht nicht fünf Amseln, sondern nur eine. |mehr|

 

   Mysteriöses Meisensterben   17.04.2020

                     Blaumeisen scheinen besonders betroffen

Derzeit grassiert eine bis jetzt unbekannte und scheinbar ansteckende Krankheit in der Vogelwelt, vor allem Blaumeisen scheinen betroffen zu sein. Ab 11. März wurden erste Fälle aus Rheinhessen in Rheinland-Pfalz und den angrenzenden Regionen am Mittelrhein in Hessen bekannt. Bis zum 8. April wurden über 60 Fälle mit über 150 toten Meisen aus einer Region zwischen dem Westerwald in Rheinland-Pfalz über Mittelhessen bis ins westliche Thüringen bekannt. Um die Ausbreitung dieses neuen Phänomens und seine Auswirkungen auf Vögel zu erfassen und zu bewerten, bittet der NABU um die Meldung kranker oder toter Blaumeisen und das Einsenden von Proben zur Untersuchung. |mehr|

 

 

DieVulkaneifeler in der Bredouille 12.03.2020

                      Hier noch dazu? Oder gleich zum Restmüll?

Die Menschen in der Vulkaneifel fordern nicht nur die Wiedereinführung „ihrer“ Biotonne, die sie rund 2 Jahrzehnte nutzen konnten, sondern auch die Einführung der Biotonne für den gesamten Bereich des ART. Dazu haben sie auch allen Grund. Nach Expertenaussagen belegen nämlich alle Studien, dass sowohl im Hinblick auf die Menge der erfassten Bioabfälle als auch im Hinblick auf die Sortenreinheit Holsysteme, wie die Biotonne, den Bringsystemen, wie die nun vom ART eingeführte Biotüte, überlegen sind.

 

Kompostieren preiswerter als verbrennen

Bei einer Veranstaltung dieser Woche in Gerolstein legte Staatssekretär Griese vom Umweltministerium RLP dar, dass die Verarbeitung von Bioabfall zu Kompost deutlich preiswerter sei als die Verbrennung des Bioabfalls. Genau dies geschieht aber mit dem Bioabfall, den der ART auch heute noch in großen Mengen in der Restmülltonne einsammelt. Im Hinblick auf eine möglicherweise dauerhafte Einführung der Biotüte, die derzeit nur ein Versuch ist, verdeutlichte der Staatssekretär die dabei anzulegende Messlatte. Entscheidend sei, ob die Biotüte von den Menschen akzeptiert werde und mit ihr auch erreicht werde, dass der Bioabfall nicht weiterhin in die Restmülltonne geworfen werde. Damit bringt er die Vulkaneifeler ganz schön in die Bredouille.

 

Trennen und sammeln für die Biotüte?

Niemand leistet so großen Widerstand gegen die Biotüte wie die Vulkaneifeler, Aber ausgerechnet sie sind es, die am kräftigsten zur Umwandlung des bisherigen Versuchs Biotüte in eine Dauerlösung beitragen. Denn während im übrigen ART-Bereich völlig unzureichende Beteiligung und unzureichende Sammelergebnisse zu registrieren sind, weisen die Vulkaneifeler die größte Beteiligung und die besten Sammelergebnisse auf. Kurz, sie bessern die ernüchternde Bilanz der im übrigen ART-Bereich schon seit 2 Jahren eingeführten Biotüte wesentlich auf.

 

In der Bredouille

Was also tun? Dem Umweltgewissen folgen und die Tüte zu den Sammelcontainern bringen aber damit zu einer möglichst günstigen Bilanz der Biotüte und möglicherweise zu ihrer endgültigen Einführung beitragen?

 

Oder sich mal einige Zeit über das Umweltgewissen hinwegsetzen, um die letztlich für die Umwelt bessere Biotonne zu erreichen und deswegen den Bioabfall zeitweise in der Restmülltonne entsorgen?

 

Eine schwierige Entscheidung.

Lesen Sie zu diesem Beitrag auch die folgende Meldung:

Streit um die Biotonne   29.02.2020

Im Streit um die Biotonne in der Region Trier war der Beauftragte der NABU-Gruppen der Region Trier zu Gast beim Offenen Kanal Trier, OK54. Knapp 50 Minuten lang stand er dem OK54- ...

       

      Streit um Biotonne 29.02.2020

 

Im Streit um die Biotonne in der Region Trier war der Beauftragte der NABU-Gruppen der Region Trier, Hans-Peter Felten, zu Gast beim Offenen Kanal Trier, OK54. Knapp 50 Minuten lang stand er dem OK54-Redakteur Sebastian Lindemans Rede und Antwort in Sachen Biotonne und Biotüte.

 

Im Einzelnen legte der NABU-Beauftragte dar:

  • Seit 01.01.2015 besteht die gesetzliche Verpflichtung, Bioabfälle getrennt von Restabfall einzusammeln. Nach einem im September 2015 zwischen dem Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (ART) und der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord abgeschlossenen Vergleich sollte dazu das bisherige Abfallsystem des ART an das Modell Trier Plus angepasst werden. Dies geschah allerdings erst ab 01.01.2020. Zeitgleich führte der ART ein weiteres System ein, das System Biotüte.
  • Das System Biotüte ist charakterisiert durch die Ausgabe von Biotüten. Diese können in die zahlreichen, in den Ortschaften stehenden Sammelcontainer eingeworfen werden. Auch das Modell Trier Plus sieht die Ausgabe von Biogutsammelbeuteln vor, wobei die andere Bezeichnung nicht entscheidend ist. Entscheidend ist, dass das Modell Trier Plus keine Aufstellung von Sammelcontainern in den Ortschaften vorsieht, sondern an den Grüngutsammelstellen. Wie der ART darlegt, soll dies der Verbesserung des Servicekomforts durch den Ausschluss von Geruchs- und Ungezieferbelästigung dienen.
  • Im Gegensatz zum vereinbarten Modell Trier Plus ist das System Biotüte kein Bestandteil des als „Einigung Bioabfallverwertung“ bezeichneten Vergleichs zwischen ART und SGD und auch kein Bestandteil des von den 4 Kreistagen und vom Stadtrat Trier beschlossenen und zum 01.01.2020 umgesetzten ART-Logistikkonzeptes 2020. Ein Mandat des ART, zusätzlich zum Modell Trier Plus noch die Biotüte einzuführen, liegt somit nicht vor. Ohne Mandat besteht nach Ansicht des NABU auch keine Berechtigung der ART-Geschäftsführung, die mit der Einführung der Biotüte verbundenen erheblichen Kosten aufwenden zu dürfen.

 

Der NABU plädiert nun keineswegs für die Einführung des Modells Trier Plus. Denn dieses ist mit einem noch stärkeren Individualverkehr verbunden. Der Vergleich des Modells Trier Plus mit dem System Biotüte diente alleine dem Nachweis, dass der ART ohne Mandat ein anderes untaugliches System eingeführt hat.

 

 Beide Systeme sind nicht geeignet, der gesetzlichen Vorgabe, Restmüll und Bioabfall getrennt zu sammeln, zur Geltung zu verhelfen. Beide sind freiwillige Systeme. Wer nicht mitmachen will, macht halt nicht mit und hält sich an das, was der ART schon kurz nach Einführung des Systems Biotüte am 08.02.2018 im Biotütenforum mitteilte: „Die Biotüte ist in der Tat ein freiwilliges System. Es ist Ihnen daher unbenommen, weiterhin Bioabfälle mit dem Restmüll zu entsorgen.“

 

Der NABU appelliert daher an die Verantwortlichen in den Räten und Behörden, das Trauerspiel Biotüte baldigst zu beenden und durch die Einführung der Biotonne, der Verpflichtung zur getrennten Erfassung von Bioabfall rechtskonform nachzukommen.

 

Schauen Sie sich das Video an und erfahren Sie mehr zur Biotüte und Biotonne!

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Die Umsetzung des Modells Trier Plus des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Region Trier (ART) hat zur Abschaffung der seit über 2 Jahrzehnten im Landkreis Vulkaneifel etablierten Biotonne ...

  Pflegeeinsatz im Mosbrucher Weiher   11.02.2020

           Mittagspause - Zeit, sich zu stärken und miteinander zu reden.

Der jüngste Pflegeeinsatz der NABU-Gruppe Daun im Mosbrucher Weiher war so ganz anders als die bisherigen Einsätze. Waren die NABU-Mitglieder bis dahin zumeist alleine und erhielten nur selten weitere Unterstützung, so war es diesmal ganz anders. Schon am Treffpunkt konnte NABU-Vorsitzender Sepp Wagner den Mosbrucher Ortsbürgermeister Jürgen Gitzen mitsamt Gemeinderat begrüßen, dazu weitere Helfer aus Mosbruch und Umgebung. Alle waren bestens ausgerüstet mit Motorsägen, Freischneidern oder Gebläsen, so dass eine Fläche in bis dahin noch nie erreichter Größe freigestellt werden konnte.

 

Aber nicht nur das Ergebnis der Freistellungsarbeiten war großartig. Das große Interesse der Mosbrucher an ihrem Weiher erfreute ganz besonders die NABU-Leute. Bei der praktischen Arbeit wurde ganz deutlich, woran es bei diesem unter Naturschutz stehenden Moor hapert. Es fehlt Wasser. Daran leiden besonders die torfbildenden Torfmoose. Andere seltene Pflanzen, wie z.B. die Wundersegge, kümmern unter der Beschattung durch Büsche und Bäume. So wurde zwangsläufig beim zweiten Frühstück und auch beim Mittagessen kräftig darüber diskutiert, wie man hier Besserung schaffen könne. Der NABU freut sich über die Bereitschaft der Helfer, sich mit Rat und Tat in die Bewältigung der Probleme einbringen zu wollen. So könne es gelingen, meinte Vorsitzender Sepp Wagner, gemeinsam die großen Probleme des Naturschutzgebietes einer Lösung näherzubringen.

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Am vergangenen Sonntag wurde ein im Rahmen des EU-Life Projekts „Moore“ angelegter neuer Rundweg um den Mosbrucher Weiher. Der Rundweg führt um ein neuer Rundweg...

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Mehrfach hatte der NABU-Daun schon Pflegemaßnahmen im Mosbrucher Weiher durchgeführt. Nun wurde ein neuer Rundweg mit vier Infostellen eingerichtet. Die offizielle ...

Mosbrucher Weiher: Die Wunder-Segge im Fokus   01.11.2016

Ein weitgehend noch unentdecktes und bisher auch unzureichend gewürdigtes Kleinod des Naturschutzes stellt das Moor des Mosbrucher Weihers im Naturschutzgebiet (NSG) ...

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Seit 2011 läuft das EU-Life-Projekt Moore, das den Erhalt bzw. Wiederherstellung von Mooren zum Ziel hat. Im vergangenen Monat wurden nun auch im NSG Mosbrucher...

 NABU-Gruppen sagen NEIN zur Biotüte   30.01.2020

                          Straße der Biotüten-Sammelcontainer in Daun

Aus Umweltgründen lehnen die NABU-Gruppen der Region Trier, Daun, Kylleifel, Südeifel und Wittlich gemeinschaftlich das vom Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (ART) eingeführte Bringsystem für Bioabfälle (Biotüte) ab.

 

Trierer Sonderweg

 

Abgesehen von den mit der Nutzung der Biotüte für die Bürger verbundenen Unannehmlichkeiten sind es vor allem der mit dem System verbundene Individualverkehr, die fehlende Rückführung der Bioabfälle in den Naturkreislauf und die offensichtliche Missachtung gesetzlicher Vorgaben, die aus Sicht eines Naturschutzverbandes gegen die Biotüte sprechen. Der NABU fordert daher den ART und die politischen Entscheidungsträger auf, das Modell Trier Plus mit Biotüte aufzugeben und stattdessen die Biotonne baldmöglichst im gesamten ART-Bereich einzuführen. Damit könnte der ART auch seinen Sonderweg in Sachen Bioabfallbeseitigung beenden. Denn einzig und alleine im Bereich des ART sowie im benachbarten Kreis Birkenfeld gibt es in Rheinland-Pfalz ein solches Bringsystem wie die Trierer Biotüte. Ansonsten ist in allen anderen rheinland-pfälzischen Kreisen und Städten die Biotonne etabliert.

 

Zusätzlicher Individualverkehr

Damit das Trierer System überhaupt richtig funktionieren könnte, müssten es alle Bürger nutzen. Dies würde jedoch zu einem enormen Individualverkehr führen. Dies ist in einer Zeit, in der im Hinblick auf den Klimawandel alle Anstrengungen unternommen werden müssen, den Individualverkehr zurückzuführen, völlig inakzeptabel. Die Vorschläge des ART zur Vermeidung dieses Individualverkehrs sind realitätsfern.

 

Entsorgung in der Restmülltonne

Beteiligen sich die Bürger wegen den mit der Biotonne verbundenen Unannehmlichkeiten jedoch nicht und entsorgen stattdessen ihr Biogut in die Restmülltonne, geht es auf dem Umweg über die mechanisch-biologische Trocknungsanlage (MBT) in Mertesdorf als Ersatzbrennstoff in Kraftwerken in Flammen auf. Der Gesetzgeber hingegen verlangt eine Rückführung der wertvollen Ressource Bioabfall in den Naturkreislauf. Deswegen fordert der Gesetzgeber, dass Bioabfälle getrennt vom Restmüll einzusammeln sind.

 

Rechtliche Bedenken

Der ART selbst teilt in seinem  Internetforum Biotüte mit, wegen der gesetzlichen Verpflichtung „dürfte es keine Kommunen mit gemeinsamer Einsammlung geben“. Aber es gibt sie: Trier, Konz, Bitburg, Daun, Wittlich, Saarburg und all die vielen hundert Kommunen der zugehörigen Landkreise. Dort können Küchenabfälle und Nahrungsreste gemeinsam mit Restmüll in der Restmülltonne entsorgt werden. Die Abfallverordnung des ART lässt es zu. Es stellt sich daher die Frage, ob das ART-Modell überhaupt rechtskonform ist.

 

Positive Erfahrungen mit Biotonne

Die positiven Erfahrungen, die die Bürger des Landkreises Vulkaneifel in den letzten rund 20 Jahren mit der Biotonne gemacht haben, belegen nachdrücklich, wie wenig stichhaltig die Argumente waren, mit denen seinerzeit die Biotonne im übrigen Trierer Raum verunglimpft wurde – Stichwort „stinkende Madentonne“. Wir bitten Sie daher, sehr geehrtes Kreistagsmitglied, sich nicht nur für die Beibehaltung der Biotonne im Landkreis Vulkaneifel einzusetzen, sondern auch für deren Einführung im gesamten Bereich des ART.

 

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Die Biotüte im Forum Daun   29.10.2019

„Das wird kein Testlauf, die Ergebnisse der Untersuchung werden zu keiner Veränderung des Beschlossenen führen“, diese, so im TV vom 26.10.2019 wiedergegebene Äußerung des Daun ..

Der Biomüllschwindel   18.09.2019

In unserer vorigen Meldung vom 04.09.2019 haben wir vom Beschluss des Kreistages Vulkaneifel zur Abschaffung der Biotonne berichtet und uns dabei jeglicher Meinungsäußerung ,,,

Jahresprogramm 2020 erstellt   25.01.2020

 

Auch für das Jahr 2020 hat die NABU-Gruppe Daun wieder ein attraktives Jahresprogramm aufgestellt.

Von April bis November findet monatlich eine Veranstaltung oder eine Aktion statt. Dabei wechseln Pflegeeinsätze mit Wanderungen oder Vorträgen ab. Schwerpunkt bilden dieses Jahr die Themen Landwirtschaft und Naturschutz sowie Umgang mit den Lebensräumen aus Menschenhand, die durch den Gesteinsabbau entstanden sind. Viele Gelegenheiten also, Interessantes von und in der Natur zu erfahren und die Schönheiten und Besonderheiten der jeweiligen Exkursionsziele zu erleben.

Die Einladung zur Teilnahme richtet sich nicht nur an die Mitglieder des NABU, sondern auch an alle übrigen interessierten Naturfreunde. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist stets kostenlos. Ein Heft mit der vollständigen Veranstaltungsübersicht geht den NABU-Mitgliedern demnächst per Post zu. Die einzelnen Termine können Sie bei "Veranstaltungen/Termine" einsehen. Zum Herunterladen der online-Version klicken Sie bitte hier.

                     Nachruf

 

Große Betroffenheit und Trauer empfinden wir über den Tod unseres langjährigen Vorstandsmitgliedes

 

              Joachim Lange

 

Achim liebte die Natur mit ihren Pflanzen und Tieren. Seine besondere Liebe galt den Mooren und alten Eichenwäldern. An dieser Liebe, wie auch an seinem enormen Wissen ließ er die Naturfreunde vieler NABU-Exkursionen teilhaben und weckte so auch bei anderen Interesse für die Natur. Dort aber, wo es darauf ankam, argumentativ für die Rechte der Natur und die Erfordernisse des Naturschutzes zu streiten, tat Achim dies nachdrücklich.

 

Nicht nur mit Worten setzte er sich für die Natur ein. Mit entsprechenden Werkzeugen tatkräftig für die Natur zu arbeiten, auch das war ihm ein Anliegen. Zu rufen, brauchte man Achim nicht. Er sah, was Not tat und packte an. So freuten wir uns mit ihm, als im vergangenen Jahr seine Kraft Schritt für Schritt zurückzukommen schien. Daher konnte er auch wieder bei den zahlreichen Pflegeeinsätzen wie zuletzt am Mosbrucher Weiher und Weinfelder Maar aktiv sein.

 

Das Projekt Maubachtal stieß er ebenfalls an und brachte es schon weit voran. Er wird es nicht mehr abschließen können und hinterlässt nicht nur deswegen in unserem Vorstand eine riesige Lücke. Achim, wir haben dich als feinen Menschen und guten Freund kennengelernt. Wir vermissen dich sehr.

 

Seiner Familie sprechen wir unser tiefempfundenes Mitgefühl aus.

 

Der Vorstand für die NABU-Gruppe Daun

 

        Fragen zur Mitgliedschaft:

        service@nabu.de  oder

        Tel. 030/284984-40 00