Aktuelles rund um das Motto des NABU

 

             "Für Mensch und Natur"

 

             Ins verwunschene Üßbachtal   09.08.2022

                                  Wanderweg im Üßbachtal

Die NABU-Gruppe Daun lädt alle interessierten Naturfreunde zu einer Wanderung ins verwunschene Üßbachtal ein. Bis zur Auflösung der Regierungsbezirke in Rheinland-Pfalz bildete das Üßbachtal die Grenze zwischen den Regierungsbezirken Trier und Koblenz. Heute bildet der Üßbach die Grenze zwischen den Landkreisen Vulkaneifel und Cochem-Zell. In weiten Bachabschnitten ist der Bach frei von parallel verlaufenden Straßen. Zudem ist das Bachtal selbst zumeist tief eingeschnitten. Beides zusammen garantiert eine gewissen Abgeschiedenheit und Ruhe, wovon bis heute vor allem die Tierwelt profitiert.

 

Unter Leitung des Vorsitzenden der NABU-Gruppe Daun, Sepp Wagner, soll in einer etwa zweistündigen Wanderung der östlich von Demerath gelegene Bereich des Üßbachtals erwandert werden. Die Wanderung findet statt am Sonntag, dem 21.08.2022. Treffpunkt ist am Bürgerhaus Demerath (Ortsmitte, Ulmenerstraße) um 10:00 Uhr.

Von dort geht es per Pkw zum Startpunkt der Wanderung.

   

         Gelungene Bachpatentage   01.08.2022

                                 Aufpassen! Hornissen!

Nach den coronabedingten Unterbrechungen konnten in diesem Jahr die gemeinsamen Bachpatentage wieder durchgeführt werden. Seit Jahren schon stehen an den Projekttagen des Geschwister Scholl Gymnasiums (GSG) Daun in der letzten Schulwoche vor den großen Ferien die Bachpatentage auf dem Programm. Dazu treffen sich die sechsten Klassen der Schule mit Mitarbeitern des Forstamtes Daun und Vorstandsmitgliedern der NABU-Gruppe Daun, um an einem von der NABU-Gruppe als Bachpaten betreutem Bach verschiedene Maßnahmen durchzuführen. In kleinere Gruppen aufgeteilt, durchliefen dazu die Schülerinnen und Schüler vier Stationen.

 

Gewässeruntersuchung

Bei der ersten Station ging es um die Wasserqualität eines Fließgewässers und seine Lebewesen. Letztere gaben Hinweise zur Einstufung der Wasserqualität. Die Kleinlebewesen, wie Köcherfliegenlarven, wurden mit kleinen Keschern gefangen, in bachwassergefüllte Behälter gesetzt und nach eingehender Untersuchung mittels Lupen wieder ins Wasser zurückgesetzt. Als Highlight ging ein europäischer Krebs in einen Kescher, ein lebender Beweis für die gute Wasserqualität des Pützbaches, leider nur in diesem Bachabschnitt.

 

Lebendiges Gewässer

An der nächsten Station erwies sich der kleine Nebenbach des Pützbaches leider nicht mehr als lebendiges Gewässer. Zum einen war er komplett ausgetrocknet, so dass sich die mitgebrachten Gummistiefel als absolut überflüssig erwiesen. Zum anderen hatte man ihm irgendwann in der Vergangenheit einen schnurgeraden, naturfremden Verlauf verpasst. Hier wurden nun tatkräftig mit Hacke und Schaufel Maßnahmen durchgeführt, um dem Bach zur Wiedererlangung seiner Eigendynamik zu verhelfen: Aufweitung des Bachbettes, Einbau vorgefundenen Totholzes und Schaffung kleiner Mäander. Die beiden Teichmolche, die die Kinder in der Nähe der Arbeitsstelle entdeckten, werden demnächst von den Arbeiten profitieren.

 

Nisthilfen

An ihren Nistplatz stellen die verschiedenen Vogelarten auch verschiedene Ansprüche. Diese sind zu berücksichtigen, will man ihnen durch das Anbieten von Nisthilfen die Nistplatzsuche erleichtern. Dies wurde durch die Präsentation verschiedener Nisthilfen für Wasseramseln, Mehlschwalben und Meisen demonstriert. Es blieb aber keineswegs bei der Theorie. Für jede Gruppe hatte der NABU einen Bausatz bereitgestellt, der nun von den Schülern und Schülerinnen zusammengebaut wurde. Acht Nisthilfen für Meisen. Kleiber und Sperlinge wurden auf diese Art und Weise gefertigt. In einer weiteren Aktion werden die Nisthilfen demnächst auf dem Gelände des GSG angebracht werden.

 

Wald und Wasser

Der Zusammenhang von Wald und Wasser war theoretischer und praktischer Schwerpunkt der nächsten Station. Die verschiedenen Wurzelsysteme der Bäume (Flach-, Pfahl- und Herzwurzel) wurden erklärt und anschließend als Modell aus Ästen nachgebaut. Die Fähigkeit von Moosen, große Wassermengen aufzunehmen und zu speichern, wurde demonstriert. Vergleiche vom langsamen Versickern von Wasser auf natürlichem Waldboden mit dem schnellen Ablaufen auf befestigtem Boden machten den Schülerinnen und Schülern nicht nur die Reinigungsfunktion im Hinblick auf unser höchstes Gut, das Trinkwasser, deutlich. Sie zeigten auch, dass ein natürlicher Waldboden einen ersten Hochwasserschutz darstellt.

 

Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeitern vom Forstamt Daun, die sich nicht nur aktiv an den Stationen beteiligten. Sie sorgten sowohl für die erforderlichen Arbeitsgeräte wie auch vor allem für das leibliche Wohl der Teilnahmenden.

 

Bemerkenswert: Obwohl an der Station „Nisthilfen“ unter einer alten Eiche kräftig gearbeitet wurde, wurde niemand von einer Hornisse gestochen. Dabei hatten gleich zwei Hornissenvölker ihre Nester n der alten Eiche. Ein gutes Beispiel, dass bei entsprechendem Verhalten ein reibungsloses Zusammenleben von Mensch mit vermeintlichen Problemtieren gelingt.

 

    BW - Erneut Goldschakalnachwuchs    21.07.2022

Goldschakal: Zuwanderer aus dem asiatischen Raum
Goldschakal: Zuwanderer aus dem asiatischen Raum

Erneut Nachwuchs beim Goldschakal-Pärchen im Schwarzwald-Baar-Kreis: Laut Fotofallenbilder hat das Goldschakalpaar mindestens vier Welpen. Das ist nun bereits der zweite bestätigte Wurf. Im vergangenen Jahr war erstmals nachgewiesen worden, dass Goldschakale sich im Landkreis niedergelassen und Junge bekommen haben. Nach ersten Aufnahmen der Goldschakalfähe durch Wildtierkameras des FVA-Wildtierinstitutes, die auf einen Nachwuchs hindeuten, folgten am 20. und 21. Juni nun Fotos, die jungen Goldschakale direkt bestätigen. |mehr|

Quelle: DBBW

 

       Einladung zum Sommerfest 2022

                                     Bei einem früheren Sommerfest

Nach dem zwangsweisen Verzicht auf unser traditionelles Sommerfest in den letzten beiden Jahren aufgrund der Corona-Pandemie, können wir es in diesem Jahr erfreulicherweise wieder durchführren..Zum diesjährigen Sommerfest laden wir daher unsere Mitglieder in diesem Jahr ganz besonders herzlich ein. Es findet in unserer Hasbachhütte bei Daun Rengen statt und zwar am 17. Juli ab 14 Uhr. Ende offen.

 

Unser Treffen findet bei jeder Witterung und ausschließlich im Freien statt. Wir hoffen, dass Petrus uns auch in diesem Jahr wohlgesonnen ist und uns weiterhin mit gutem Wetter erfreut. Neben Gesprächen in geselliger Runde bzw. am Grill ist bei Bedarf eine kurze Wanderung im Hasbachtal möglich.

 

Es sind keine Sitzmöglichkeiten vorhanden. Alle Teilnehmer müssen daher für eigene Sitzmöglichkeit sorgen, ebenso für Gläser, Teller, Besteck usw. Für Grillgut und Getränke sorgt der NABU. Kuchen- sowie Salatspenden sind herzlich willkommen. Bitte bei mir Bescheid geben um das etwas zu koordinieren. Telefonnummer siehe unten.

 

Wir müssen die Menge des zu besorgenden Grillgutes sowie die der Getränke kalkulieren. Eine Anmeldung ist daher unbedingt erforderlich. Anmeldungen bis zum 13. Juli an unsere NABU Adresse info@NABU-Daun.de.

 

Auf diesem Weg finden sie uns:

Rengen - Hasbachhütte.jpg
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 Der neue Dauner Lebensturm im Fernsehen 01.07.2022

In der Landesschau Rheinland-Pfalz berichtete der SWR im Rahmen des Beitrags "Wetter" über den neuen Lebensturm in Daun. Alle, die die Sendung verpasst haben können sich den Beitrag auch noch nachträglich anschauen. Klicken Sie bitte hier.

Lesen Sie zu diesem Beitrag auch die folgende Meldung:

In Daun steht ein neuer Lebensturm   19.04.2022

Letzten Sommer trat der frühere Dauner Geschäftsmann Reinhard Thielen mit der Idee, im Bereich des Lieserbogens zwischen HIT-Markt und den Dauner Tennisplätzen einen Lebens......

 

    Papageien erobern deutsche Großstädte   21.06.2022

Nur die Männchen tragen das namengebende Halsband
Nur die Männchen tragen das namengebende Halsband

Papageien sind exotische bunte Vögel, beheimatet meist dort, wo es warm ist. Doch die Tropentiere fühlen sich auch hierzulande wohl: Grüne und gelbe Papageien haben in vielen Großstädten Deutschlands Einzug gehalten. Halsbandsittiche (Alexandrinus manillensis) leben in Düsseldorf mitten in der Stadt. Ein Baum nahe der noblen Königsallee dient den Tieren als Nachtlager. In Köln an der Rheinpromenade werden die Tiere von Touristen bestaunt – entlang des Flusses gen Süden haben sie optimale Lebensbedingungen gefunden. Auch in Heidelberg nächtigen etwa tausend der Vögel nahe dem Hauptbahnhof in Bäumen. |mehr|

Quelle: SPIEGEL

 

      Besuch aus Mainz   15.06.2022

Die Akteure am Aussichtspunkt an der Altburg
Die Akteure am Aussichtspunkt an der Altburg

Vor Ort informierte sich der neue Referent für Landwirtschaft im NABU-Landesverband RLP, Frederik Weires, über die verschiedenen Projekte der NABU-Gruppe Daun. Bei günstigem Wetter konnten mehrere Teilflächen des LEADER-Projekts „Dauner Maarlandschaften“ von Vorstandsmitgliedern der Gruppe vorgestellt werden. Als Projektpartner dieses Programms führt der NABU alljährlich Entbuschungsmaßnahmen am Weinfelder Maar durch und unterstützt aktiv das dortige Beweidungsprojekt wie auch das am Sangweiher. Weiterhin konnte sich Herr Weires auf dem Hof der Familie Kordel, deren Esel und Ziegen die Vegetation am Weinfelder Maar kurz halten, einen ersten Eindruck vom einzigartigen Rundstall verschaffen.

 

Auf großes Interesse stieß bei Herrn Weires unser Projekt „Blühende Vielfalt“. Im Rahmen der in diesem Jahr gestarteten Aktion wurden an 18 Stellen verschiedener Gemarkungen Blühstreifen mit Veitshöchheimer Bienenweide angelegt. Diese mehrjährige Blumenmischung wird für einige Jahre zahlreichen Insekten als ergiebige Nahrungsquelle zur Verfügung stehen.

 

Mit rund 100 ha eigener Flächen verfügt der NABU-Daun nicht nur über einen erheblichen Grundbesitz in den VG Daun und Kelberg, er trägt auch die Verantwortung dafür, dass diese Flächen dem Naturschutz dienen. So wurden über die an Landwirte verpachteten Flächen Pachtverträge abgeschlossen, in denen eine an den Erfordernissen der jeweiligen Flächen orientierte Nutzung festgelegt wurde. Der Verzicht auf Pestizide und Dünger versteht sich da von selbst. Als ebenfalls bedeutend erachten wir den Kontakt, der zu den Nutzern unserer Flächen besteht.

 

Auch unsere konkreten Fledermausschutzmaßnahmen in gepachteten stillgelegten Wasserhäuschen sowie die seit vielen Jahren zusammen mit den sechsten Klassen des Geschwister Scholl Gymnasiums Daun durchgeführten Bachpatentage wurden Herrn Weires erläutert. Dieser zeigte sich beeindruckt von den Aktivitäten der Gruppe und kündigte an, sich für die Einladung zur nächsten Vorstandssitzung sowie zum Sommerfest durch Teilnahme an Pflegemaßnahmen im kommenden Herbst revanchieren zu wollen.

 

 NRW kann staatliches Wildnisziel erreichen   13.06.2022

Wildnis im Anklamer Stadtbruch
Wildnis im Anklamer Stadtbruch

Die nordrhein-westfälischen Naturschutzverbände BUND und NABU veröffentlichten eine Studie, die das Potenzial für mehr Wildnis in Nordrhein-Westfalen aufzeigt. Demnach könnte die Landesregierung auf zwei Prozent der Fläche große Wildnisgebiete etablieren – und dies alleine auf Flächen der öffentlichen Hand. Die Naturschutzverbände fordern daher von der kommenden Landesregierung ein größeres Engagement, um das Zwei-Prozent-Wildnisziel der Bundesregierung zu erreichen. CDU und die Grünen sollen dies bereits in den laufenden Sondierungsgesprächen berücksichtigen.

 

Wildnisgebiete sind mindestens 1.000 Hektar große, zusammenhängende Räume, in denen sich Natur frei von menschlichen Einwirkungen entwickeln darf. Bis 2020 sollte nach dem Willen der Bundesregierung auf mindestens zwei Prozent der Landesfläche Wildnis entstehen dürfen. Eine Länderumfrage aus dem letzten Jahr deckte auf, dass bisher mit 0,6 Prozent nicht einmal ein Drittel davon erreicht ist. Nordrhein-Westfalen ist im Bundeslandvergleich Schlusslicht: hier darf die Natur nur auf 0,19 Prozent der Fläche (6.330 Hektar) ihren eigenen Lauf nehmen; nämlich in der Kernzone des Nationalparks Eifel. |mehr|

Quelle: Wildnis in Deutschland

 

       Biotonne update   07.06.2022

             Die Bürger entscheiden über die Rückkehr der Biotonne

Nachdem seit einiger Zeit die Durchführung eines Bürgerentscheids zur Einführung einer flächendeckenden Biotonne im Landkreis Vulkaneifel feststeht, hier das Wichtigste dazu in Kürze:

 

1. Warum ein Bürgerentscheid?

Vor zwei Jahren wurde die bis dahin im Landkreis Vulkaneifel übliche Biotonne abgeschafft und durch Biotüte und Biocontainer ersetzt. Seitdem fordern viele Bürger und Organisationen, darunter auch der NABU, die Wiedereinführung der Biotonne.

 

2. Wann wird entschieden?

Sonntag, 12.06.2022, von 8:00 – 18:00 Uhr in den üblichen örtlichen Abstimmungsräumen oder per Briefabstimmung.

 

3. Worüber wird entschieden?

Die Bürger des Landkreises Daun können verbindlich darüber entscheiden, ob das derzeitige System abgeschafft und durch die früher übliche Biotonne ersetzt werden soll.

 

4. Was zählt?

Es entscheidet die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Um rechtsgültig zu sein, müssen die für die Mehrheitsentscheidung abgegebenen Stimmen mindestens 10% der Abstimmungsberechtigten betragen. (Abstimmungsquorum). Das entspricht 7.500 Stimmen.

 

Helfen Sie mit!

Helfen Sie mit, das ebenso umwelt- wie nutzerunfreundliche System

Biotüte durch die bewährte Biotonne zu ersetzen.

Lesen Sie zu diesem Beitrag auch die folgende Meldung:

Biomüllschwindel: Widerstand gegen Biotüte formiert sich 14.12.2019

Die Umsetzung des Modells Trier Plus des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Region Trier (ART) hat zur Abschaffung der seit über 2 Jahrzehnten im Landkreis Vulkaneifel etablierten Biotonne ...

 

     Indigene verlangen Rückkehr in ihre Dörfer   05.06.2022

Vertriebene Jenu Kuruba-Frau
Vertriebene Jenu Kuruba-Frau

Indigene Völker, die im berühmten Nagarhole-Nationalpark leben und die nach Angaben der Behörden freiwillig aus dem Reservat umgesiedelt wurden, sind in Wirklichkeit gewaltsam vertrieben worden, wie eine Untersuchung von Fridays for Future Karnataka und anderen ergab.

 

Die gewaltsamen Vertreibungen werden hauptverantwortlich von der indischen Forstbehörde durchgeführt, aber die Naturschutzorganisation Wildlife Conservation Society (WCS) unterstützt sie. Die Organisation besteht darauf, dass es sich um „freiwillige Umsiedlungen“ handelt, von der die indigene Bevölkerung, die laut WCS in ständiger Angst vor den Wildtieren im Wald lebte, profitiert. |mehr|

Quelle: Survival

 

      NABU-Insektensommer startet   01.06.2011

Groß und Klein sind aufgerufen, eine Stunde an einem schönen Platz mit Blick in die Natur wichtige Daten für die Artenvielfalt zu sammeln. Wem zu viele Sechsbeiner herumschwirren, der kann sich in diesem Jahr auch auf drei Hummelarten konzentrieren.

 

Putzig, pelzig und mit einem ganz eigenen Streifenmuster: Hummeln stehen in diesem Jahr ganz besonders im Fokus der Aktion. „Kannst Du Hummeln am Hintern erkennen?“, lautet die Entdeckungsfrage 2022 für alle, die zum ersten Mal genauer bei den Insekten hinschauen. Ackerhummel, Steinhummel und Erdhummel sind die häufigsten Arten, die bei uns vorkommen. Und jede hat ihr ganz eigenes Muster auf dem Hinterteil, mit dem man sie auseinanderhalten kann. Gezählt werden können aber alle Sechsbeiner, die entdeckt werden. |mehr|

        Fragen zur Mitgliedschaft:

        service@nabu.de  oder

        Tel. 030/284984-40 00