Aktuelles rund um das Motto des NABU "Für Mensch und Natur"

 

  Die nächsten aktuellen Meldungen erscheinen erst wieder am 01.06.2017

Neuer Lebensraum für Amphibien und Libellen in einem Steinbruch
Neuer Lebensraum für Amphibien und Libellen in einem Steinbruch

Mehr Amphibienschutz bei der Rohstoffgewinnung   20.05.2017

Sechs Biologische Stationen, der NABU NRW und vero, der Landesverband der Rohstoffgewinnungsindustrien in NRW, haben beschlossen, gemeinsam den Lebensraum von Wechsel- und Kreuzkröte, Gelbbauchunke und Geburtshelferkröte zu fördern. Da die natürlichen Lebensräume in der mitteleuropäischen Landschaft weitgehend verloren gegangen sind, sind Rohstoffgewinnungsstätten wie Trockenabgrabungen und Steinbrüche bedeutende Rückzugsräume für die Amphibien – so genannte „Lebensräume aus zweiter Hand“. Hier finden sie Gewässer, die sie zur Fortpflanzung benötigen, Hänge und Steinhaufen als Verstecke und gute Winterquartiere in Halden und anderen Aufschüttungen. |mehr|

Luchs Arcos – erst zurückhaltend, nun nach Frankreich abgewandert
Luchs Arcos – erst zurückhaltend, nun nach Frankreich abgewandert

Unterwegs auf leisen Pfoten - aus dem Leben der sieben Luchse in RLP

Die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz beobachtet aufmerksam, wie sich die 2017 freigelassenen Luchse in ihrer neuen Heimat bewegen. Nachdem Kuder Arcos nach seiner Freilassung im März eine große Wanderung in die Vogesen startete, lassen es die anderen Luchse etwas ruhiger angehen. Die Schweizer Luchsin Rosa verlagerte ihren Aktionsraum nach der Freilassung etwas in Richtung Süden und hat in den vergangenen vier Wochen einen Raum etwa zwischen Geiselberg und Elmstein erkundet. Damit knüpft sie direkt an das Streifgebiet der bereits 2016 freigelassenen Luchsin Kaja an und teilt sich aktuell einen Teil des Gebietes auch mit Kuder Lucky. Während sich Reviere gleichgeschlechtlicher Luchse in der Regel nur geringfügig überschneiden, können - die meist größeren - Männchenreviere ein bis drei Weibchenreviere umfassen. Quelle: Luchse in RLP |mehr|

Offizielles „Ohne Gentechnik“-Siegel
Offizielles „Ohne Gentechnik“-Siegel

Immer mehr Hersteller setzen auf ‚Ohne Gentechnik’-Siegel   19.05.2017

In Deutschland tragen mehr als 6.000 Lebensmittel das staatliche ‚Ohne Gentechnik’-Siegel. Allein im ersten Quartal 2017 stieg die Zahl der damit gekennzeichneten Produkte um 12,5 Prozent. Das meldete der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG), der das Siegel vergibt. „Lebensmittel mit ‚Ohne Gentechnik‘-Kennzeichnung nehmen einen festen Platz in den deutschen Supermarktregalen ein“, sagte Alexander Hissting, Geschäftsführer des VLOG, und rechnete vor, dass die Hersteller in 2017 voraussichtlich 4,4 Milliarden Euro Umsatz mit diesen Lebensmitteln machen werden. Quelle: Informationsdienst Gentechnik |mehr|

Ein Zeichen für Mehrweg
Ein Zeichen für Mehrweg

Mehr Pfandflaschen, aber keine Wertstofftonne für alle   19.05.2017

Im Supermarkt stehen künftig mehr Mehrwegflaschen: Der Bundesrat hat nach jahrelangem Ringen einem abgespeckten Verpackungsgesetz zugestimmt. Ab 2019 tritt es in Kraft. Der Bundesrat hat sich auf das vom Bundestag verabschiedete Verpackungsgesetz geeinigt. Ab 2019 müssen Geschäfte ihre Kunden über Schilder am Regal darüber informieren, wo Mehrwegflaschen stehen. Außerdem wird die Pfandpflicht auf Frucht- und Gemüsenektare mit Kohlensäure und Mischgetränke mit einem Molkeanteil von mindestens 50 Prozent ausgeweitet und der Anteil an Recyclingstoffen in Verpackungen erhöht. Quelle: ZEIT online |mehr|

Unwürdig der Bezeichnung „Kulturerbe“
Unwürdig der Bezeichnung „Kulturerbe“

Hunderte Spanier demonstrieren für Abschaffung des Stierkampfs   18.05.2017

Hunderte Spanier haben in Madrid für die Abschaffung des Stierkampfs demonstriert. Etwa 2000 Menschen folgten am Samstag einem Aufruf mehrerer Tierschutzorganisationen unter dem Motto "Stierkampf ist Gewalt". Das Parlament der Region Katalonien hatte 2010 aufgrund einer Petition von 180.000 Tierschützern ein Verbot der Stierkämpfe beschlossen, Anfang 2012 trat es in Kraft. Im vergangenen Jahr hatte das spanische Verfassungsgericht das Stierkampfverbot in Katalonien jedoch wieder aufgehoben. Zuvor hatte die Zentralregierung in Madrid den Stierkampf 2015 zum "immateriellen Kulturerbe" des Landes erklärt. Stierkämpfe sind in Spanien weiterhin sehr beliebt. Im Jahr 2015 fanden in dem Land 1736 Feste mit Stieren wie etwa Stierhatzen oder Stierkämpfe in der Arena statt. Gegner der Tradition sehen sie als Tierquälerei. Quelle: Umwelt-Panorama |mehr|

Deutschland gehört zu den größten Importeuren von Jagdtrophäen
Deutschland gehört zu den größten Importeuren von Jagdtrophäen

Importverbot für Jagdtrophäen gefährdeter Arten gefordert   18.05.2017

86 Prozent der Bevölkerung in Deutschland halten die Hobbyjagd auf Tierarten, die von der Ausrottung bedroht sind, wie zum Beispiel Löwe, Elefant, Nashorn, Leopard oder Giraffe für nicht vertretbar. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die Kantar TNS im Auftrag von Tier- und Naturschutzverbänden erhoben hat. Anlässlich der Übergabe von 189.000 Unterschriften am 17. Mai in Bonn fordern der Deutsche Naturschutzring, der Deutsche Tierschutzbund, der IFAW, der NABU, Pro Wildlife, Rettet den Regenwald, Rettet die Elefanten Afrikas und Vier Pfoten das Bundesumweltministerium auf, die Einfuhr von Jagdtrophäen gefährdeter Tierarten zu verbieten. Quelle: DNR |mehr|

Eropäischer Braunbär
Eropäischer Braunbär

Illegale Tötung von Bären in Spanien nimmt wieder zu

17.05.2017

Es ist ein trauriger Anblick: Zwei stattliche Braunbären, von denen jeder beinahe 200 Kilogramm auf die Waage brachte, liegen tot in einem Gebirgsbach. Viel spricht dafür, dass sie vergiftet wurden. Zur Bestätigung des Verdachts befinden sich die Kadaver in einem staatlichen Labor, doch ob die Obduktion Gewissheit bringen wird, bleibt unklar. Die spanische Naturschutzorganisation Fapas, die sich gemeinsam mit EuroNatur seit vielen Jahren für den Schutz der Braunbären im Kantabrischen Gebirge einsetzt, kritisiert schon lange, dass die asturische Verwaltung keine korrekten Obduktionen veranlasst. Ohne die genauen Todesursachen der Bären zu kennen, lassen sich die Täter schwer finden und zur Verantwortung ziehen. Quelle: EuroNatur |mehr|

Ölpalmenfrüchte
Ölpalmenfrüchte

Südostasien mobilisiert für Palmöl   17.05.2017

Weil für Ölpalmen Wälder gerodet und Moore trockengelegt werden, entstehen riesige Mengen an Treibhausgasen. Das Europaparlament will deshalb erreichen, dass bald kein Palmöl mehr zu Biodiesel verarbeitet wird. Protest kommt von südostasiatischen Ländern. Es ist nur eine nicht bindende Resolution des Europaparlaments, aber in Südostasien schrillen die Alarmglocken. Eine überwältigende Mehrheit der Parlamentarier (640 gegen 18 Stimmen bei 28 Enthaltungen) forderte im April, dass "spätestens" ab dem Jahr 2020 kein Palmöl mehr zu Biodiesel verarbeitet wird. Quelle: Klimaretter |mehr|

Kaisermantel und Tagpfauenauge in einem NABU-Daun Schutzgebiet
Kaisermantel und Tagpfauenauge in einem NABU-Daun Schutzgebiet

Schmetterlingssterben in Deutschland setzt sich fort

16.05.2017

Immer mehr Schmetterlingsarten in Deutschland sterben einer Studie zufolge aus. Aktuell gelten 53 Arten als verloren, 106 sind demnach vom Aussterben gefährdet, wie aus der für die Grünen-Bundestagsfraktion erstellten Untersuchung hervorgeht, die der Nachrichtenagentur AFP am Freitag vorlag. Bundesweit vom Aussterben bedroht ist demnach etwa der Eschen-Scheckenfalter, auch Maivogel oder Kleiner Maivogel genannt. Bei den Tagfaltern sind dem Papier zufolge bundesweit 41,5 Prozent der bekannten 184 Arten bereits ausgestorben oder bestandsgefährdet. In Nordrhein-Westfalen liegt der Tagfalter-Artenschwund sogar bei 69,8 Prozent. Als Ursache nennt die Studie vor allem den Einsatz von Pestiziden, die Intensivierung der Landwirtschaft sowie die Zerstörung natürlicher Lebensräume und artenreicher Kulturlandschaften für Siedlung, Industrie und Gewerbe. Quelle: Umwelt-Panorama |mehr|

Weißstorchenpaar am Nest
Weißstorchenpaar am Nest

Rekordzahl an Störchen in Bayern   16.05.2017

Es klappert wieder ordentlich in Bayern: Im Freistaat leben heuer so viele Störche wie seit mehr als 100 Jahren nicht. «Bis jetzt haben wir mindestens 440 Paare gezählt. Im vergangenen Jahr hatten sich gut 420 Weißstorch-Paare in Bayern niedergelassen», sagte Expertin Oda Wieding vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) am Mittwoch in Hilpoltstein. Die stetige Zunahme sei vor allem darauf zurückzuführen, dass immer mehr Störche auf die beschwerliche und gefährliche Reise nach Afrika verzichten und stattdessen in Spanien überwintern. Die Verluste seien deshalb deutlich geringer. «Der Zug von rund 10.000 Kilometern ist sehr anstrengend, den überleben viele nicht», sagte die Biologin weiter. Quelle: proplanta |mehr|

Loading

        Fragen zur Mitgliedschaft:

        service@nabu.de  oder

        Tel. 030/284984-40 00