Aktuelles rund um das Motto des NABU "Für Mensch und Natur"

 

Totholz im Urwald von Bialowieza
Totholz im Urwald von Bialowieza

Europäischer Gerichtshof droht Polen mit Zwangsgeld

23.11.2017

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat Polen angewiesen, die Abholzungen im geschützten Urwald Białowieża sofort einzustellen. Andernfalls droht dem EU-Land ein Zwangsgeld von 100.000 Euro pro Tag. Der Wald gilt als letzter Urwald Europas. Ausnahmen seien nur zur Wahrung der öffentlichen Sicherheit zulässig, teilte das Gericht mit. Damit bestätigte es eine Anordnung der EU-Kommission. Die polnische Regierung hatte den Holzeinschlag im Schutzgebiet 2016 genehmigt. Zwischen 2012 und 2023 sollten 188.000 Kubikmeter Holz im Białowieża geschlagen werden dürfen. Grund sei der Kampf gegen den Borkenkäfer. Die EU-Kommission wirft Polen vor, damit gegen EU-Schutzrichtlinien zu verstoßen. Quelle: ZEIT online |mehr|

Ehemaliger Torfstich im Grenzatlmoor
Ehemaliger Torfstich im Grenzatlmoor

Moore, Orchideen und Paludikultur   23..11.2017

Moore bergen Überraschungen. Das mussten jüngst die Verwalter der Ostseeautobahn A 20 erfahren, als ein ganzer vierspuriger Abschnitt mitten in Mecklenburg-Vorpommern langsam, aber unaufhaltsam im Untergrund versank. Seit Ende Oktober sind die Fahrbahnen gesperrt. Ursachen? Unbekannt. Bauzeit und -kosten zur Wiederherstellung? Unbekannt. Die A 20 führt dort über das Grenztalmoor, das ab Mitte des 18. Jahrhunderts großflächig entwässert und seit dem Jahr 2000 im Zuge von Moorschutzprojekten wiedervernässt wurde. Dass das zum Absacken der Fahrbahn führt, wird vermutet – das Vernässen wollen die Planer beim Bau aber berücksichtigt haben. Quelle: Klimaretter |mehr|

Maschinengerecht gestaltete Agrarlandschaft
Maschinengerecht gestaltete Agrarlandschaft

Europas Agrarpolitik verschwendet Steuergeld und versagt bei eigenen Zielen   22.11.2017

Der größte Posten des EU-Haushalts, die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), ist hochgradig ineffizient und überwiegend umweltschädlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag in Brüssel vorgestellte internationale Studie. Darin unterzogen Ökonomen, Soziologen und Ökologen die EU-Agrarpolitik einem „Fitness Check“. Erstmals in der über 50-jährigen Geschichte der GAP liegen damit überhaupt Erkenntnisse zu ihrer Wirtschaftlichkeit, Wirksamkeit und Erfüllung der globalen Nachhaltigkeitsziele vor. Die Agrarpolitik macht derzeit fast 40 Prozent des EU-Haushalts aus. |mehr|

Nationalpark Bayerischer Wald – das Bermuda Dreieck der Luche
Nationalpark Bayerischer Wald – das Bermuda Dreieck der Luche

Ein Paradies für Luchse - wenn der Mensch nicht wäre

22.11.2017

Der Schädel abgetrennt, Geschossteile im Körper. Die Obduktion Anfang November bestätigte den Verdacht: Alus wurde getötet. Man könnte auch sagen hingerichtet. Denn auch die Vorderläufe fehlten, als ein Baggerfahrer im Saalachsee nahe Schneizlreuth die Überreste des zehn Jahre alten Luchsmännchens entdeckte. Das liegt mittlerweile drei Monate zurück. Derzeit werden im Landeskriminalamt (LKA) in München die Geschosspartikel untersucht. Die Ermittler hoffen auf Hinweise zum Täter. Doch diese Straftaten aufzuklären ist schwer. Augenzeugen fehlen. Mauern des Schweigens werden hochgezogen. So ist das auch im noch immer offenen Fall von Leo und Leonie. Dem Täter genügte es nicht, das Luchspärchen im Lamer Winkel einfach nur zu killen, er trennte auch die Vorderläufe ab und legte sie in der Nähe des Wohnhauses von bekannten Luchs-Schützern ab. Für den SPD-Umweltpolitiker Florian von Brunn eine perverse Aktion. „Da frage ich mich schon nach dem Geisteszustand“, so der Landtagsabgeordnete. Quelle: Welt/N24 |mehr|

Bio-Hofladen mit Verkauf der eigenen Demeter-Erzeugnisse
Bio-Hofladen mit Verkauf der eigenen Demeter-Erzeugnisse

Öko-Landwirtschaft kann die Welt ernähren   21.11.2017

Die ökologische Landwirtschaft hat im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft unbestritten viele Vorteile. Eine neue Studie, an der WissenschaftlerInnen der Welternährungsorganistion FAO und des schweizer Forschungsinstituts für Biologischen Landbau beteiligt sind, bestätigt nun: Es ist möglich die wachsende Weltbevölkerung mit Bio-Landwirtschaft zu ernähren. Damit könnte den Schäden, die die konventionelle Landwirtschaft in der Umwelt anrichtet und den Gefahren, die vom massiven Pestizid- und Düngereinsatz für unsere Gesundheit ausgehen, ein Ende gesetzt werden. Quelle: Umweltinstitut München |mehr|

Ohrenqualle
Ohrenqualle

Invasion der Quallen   21.11.2017

In die Schlagzeilen geraten Quallen immer dann, wenn sie zu Tausenden die Zuflüsse von Atom- oder Wasserkraftwerke verstopfen, wenn sie die Netze der Fischer an der Atlantikküste oder am Golf von Mexiko überschwemmen oder ihr massenhaftes Auftreten Urlaubern den Badespaß verdirbt. Ein großes Problem sind die landwirtschaftlichen Dünger, die in die Meere gespült werden und die küstennahen Gewässer mit Nährstoffen anreichern. Dies fördert die Algen, die den kleinen Krebstierchen, auch Zooplankton genannt, als Nahrung dienen. Zooplankton wiederum ist die Hauptnahrung von Quallen. So werden die Nesseltiere, die sich aktiv nur nach oben oder unten bewegen können, manchmal von Wind und Strömung zusammen geschoben und an bestimmten Küstenabschnitten abgeladen. Quelle: Telepolis |mehr|

Elefantentrophäe, George Eastman House in Rochester, New York
Elefantentrophäe, George Eastman House in Rochester, New York

Trump legt Einfuhrgenehmigung für Elefantentrophäen doch wieder auf Eis   20.11.2017

Angesichts der weltweiten Proteste hat US-Präsident Donald Trump die Genehmigung des Imports von Elefantentrophäen aus den afrikanischen Staaten Simbabwe und Sambia doch wieder auf Eis gelegt. Trump kündigte am Freitagabend (Ortszeit) über den Kurzbotschaftendienst Twitter an, dass er die Entscheidung aussetze, bis er "alle Fakten über den Artenschutz" geprüft habe. Noch wenige Stunden zuvor hatte Trumps Sprecherin Sarah Sanders die Entscheidung verteidigt, das seit 2014 bestehende Verbot der Einfuhr solcher Elefantentrophäen aufzuheben. Der dem Innenministerium in Washington unterstellte United States Fish and Wildlife Service (USFWS) hatte am Donnerstag erklärt, Sportjäger dürften wieder Trophäen von in Simbabwe und Sambia erlegten Elefanten in die USA einführen. Damit wäre ein von Trumps Vorgänger Barack Obama erlassenes Verbot rückgängig gemacht worden. Quelle: Umwelt-Panorama |mehr|

Eichhörnchen - in England in weiten Landesteilen verschwunden
Eichhörnchen - in England in weiten Landesteilen verschwunden

Krieg der Hörnchen    20.11.2017

In London sind sie allgegenwärtig. Spaziergänger im St. James's Park unweit des Buckingham-Palasts müssen nicht lange warten, bis ein Grauhörnchen ihren Weg kreuzt. Doch viele Briten mögen die kleinen Tierchen nicht sonderlich, die Nager stehen auch auf einer EU-Liste unerwünschter Arten. Die aus Nordamerika stammenden Grauhörnchen haben dafür gesorgt, dass rote Eichhörnchen, wie sie auch in Deutschland vorkommen, in weiten Teilen des Landes verschwunden sind. Mehrere Initiativen wollen die Invasion der Grauhörnchen daher mit teils rabiaten Methoden stoppen. Quelle: SPIEGEL online |mehr|

Fang und Beifang in einem Fischernetz
Fang und Beifang in einem Fischernetz

Illegale Rückwürfe in der Ostsee schaden Fischerei und Bürgern   19.11.2017

Ein von der europäischen Initiative für eine nachhaltige Fischereipolitik „Our Fish“ veröffentlichter Bericht über illegale Rückwürfe von Ostseefisch deckt auf, dass die mit der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik eingeführte Anlandepflicht in der Ostsee so gut wie nicht eingehalten wird. Diese verbietet, unerwünschten Beifang über Bord zu werfen und verpflichtet die Fischereifahrzeuge, den nicht mehr lebensfähigen Beifang mit dem erwünschten Fang an Land zu bringen und zu dokumentieren. Der sogenannte unerwünschte Beifang wird auf die Quote angerechnet. Quelle: DUH |mehr|

Die lange Wanderung des Berner Bären   19.11.2017

Am 26. Mai 2017 machte ein Mann in der Gemeinde Eriz eine erstaunliche Beobachtung: Ein Bär war im Kanton Bern unterwegs. Dank seinem raschen Griff zum Fotoapparat konnte er den ersten Beweis erbringen, dass der Bär nach mehr als 190 Jahren in den Kanton Bern zurückgekehrt war. Bei dem Tier handelt es sich um das Männchen M29. Die Koordinationsstelle für Raubtiermonitoring (Kora) hat aufgrund von Spuren, Beobachtungen und genetischen Nachweisen den Lebenslauf des Tiers nachverfolgen können, wie in einer Medienmitteilung der Volkswirtschaftsdirektion des Kanton Bern berichtet wurde. Quelle: Naturschutz. ch |mehr|

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