Aktuelles rund um das Motto des NABU "Für Mensch und Natur"

 

Lebensfeindliche Agrarsteppe
Lebensfeindliche Agrarsteppe

Bundeslandwirtschaftsminister verärgert über Agrar-Report    22.06.2017

Der Agrar-Report des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) sorgt für Verärgerung im Bundeslandwirtschaftsministerium. "Schon wieder stellt eine Behörde aus dem Ressortbereich des Umweltministeriums die Landwirtschaft an den Pranger", erklärte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) am Dienstag mit Blick auf die BfN-Analyse zur Situation der Biodiversität auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Da sich diese "deutlich verschlechtert" habe, forderte BfN-Präsidentin Beate Jessel eine Kehrtwende in der Agrarpolitik. Quelle: Umwelt-Panorama |mehr|

Großflächig dominieren einheitliche und gebietsfremde Eukalyptusforste
Großflächig dominieren einheitliche und gebietsfremde Eukalyptusforste

Waldbrände in Portugal: Eine unvermeidliche Katastrophe?   22.06.2017

Hitze, fehlende Feuerwehrmannschaften und ein Trockengewitter sind verantwortlich für Portugals Feuerkatastrophe mit mehr als 60 Toten. Eine falsche Forstpolitik führte aber erst dazu. Quelle: Spektrum,de |mehr|

Agrarlandschaft
Agrarlandschaft

BfN-Präsidentin fordert Kehrtwende in der Agrarpolitik   21.06.2017

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) stellt heute erstmals einen umfassenden Agrar-Report zur biologischen Vielfalt vor. Das BfN zeigt in seiner Analyse, dass sich die Situation der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft deutlich verschlechtert hat. "Diese Entwicklung muss für uns alle alarmierend sein", erklärt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. "Wir brauchen deshalb dringend eine Kehrtwende in der Agrarpolitik." Quelle: BfN |mehr|

NABU International zum Welttag der Giraffe: Population um 40 Prozent gesunken   21.06.2017

Die Bestände der Giraffe gehen dramatisch zurück. In den letzten 30 Jahren ist ihre Zahl um rund 40 Prozent auf weniger als 98.000 gesunken. Aus sieben afrikanischen Ländern sind die Tiere bereits vollständig verschwunden. "Giraffen werden getötet und ihr Lebensraum wird immer stärker zerschnitten und zerstört. Um diesen Trend aufzuhalten, sind effektive Schutzmaßnahmen dringend erforderlich", sagte Thomas Tennhardt, Vorsitzender der NABU International Naturschutzstiftung zum Welttag der Giraffe (21.6.). Mit Experten der ugandischen Wildschutzbehörde, der Giraffe Conservation Foundation und der International Union for Conservation of Nature (IUCN) setzt sich NABU International daher in Uganda für den Schutz von Giraffen ein. Quelle: Presseportal |mehr|

Ein schöner, aber verbotener Platz zum Zelten
Ein schöner, aber verbotener Platz zum Zelten

Weinfelder Maar: Maarerlebnisse   20.06.2017

Mist gebaut, aber einsichtig – so könnte man kurz gefasst das Verhalten von zwei jungen Damen am Weinfelder Maar bezeichnen. Sie hatten auf dem Pilatusfelsen ihr Zelt aufgebaut, dort übernachtet und frühstückten nun vor dem Zelt, als zwei NABU-Mitglieder vorbeikamen und sie wegen des am Maar verbotenen Zeltens ansprachen. Als Ergebnis der freundlichen, aber bestimmten Hinweise der NABU-Mitglieder packten die jungen Damen ihre Sachen zusammen und beendeten das Zelten am Maar. Ganz anders die Reaktion eines Hundebesitzers den die beiden NABU-Mitglieder wegen seines freilaufenden Hundes auf die Leinenpflicht am Maar aufmerksam machten. |mehr|

Deutsche Umwelthilfe misst höchste je gemessene NOx-Werte eines Diesel-Pkw  20.06.2017

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat bei aktuellen Straßenmessungen ihres Emissions-Kontroll-Instituts (EKI) bei einem Diesel-Audi A8 4.2 TDI der Abgasstufe Euro 6 die höchsten Stickoxid-Emissionen aller bisher durch das EKI gemessenen Diesel-Pkw festgestellt. Die erst circa zweieinhalb Jahre alte und knapp 150.000 Euro teure Luxuslimousine zeigte im Durchschnitt von zehn Messungen Emissionen des giftigen Stickoxids (NOx) von 1.422 mg NOx/km, der Spitzenwert lag bei 1.938 mg NOx/km. Der auf dem Prüfstand geltende Zulassungs-Grenzwert für dieses Fahrzeug der Euronorm 6 liegt bei 80 mg/km. Damit übersteigen die giftigen Stickoxid-Emissionen dieses vermeintlich „sauberen“ Luxus-Diesels sogar die Realemissionen vieler 15 Jahre alter Euro 4 Diesel um ein Mehrfaches. Quelle: DUH |mehr|

Ökologische Ausgleichsflächen bleiben Pestizidfrei
Ökologische Ausgleichsflächen bleiben Pestizidfrei

EU-Abgeordnete stimmen für Pestizid-Verbot  19.06.2017

Der NABU begrüßt den Beschluss des Europäischen Parlaments für ein Pestizidverbot auf ökologischen Vorrangflächen ab Januar 2018. EU-Agrarkommissar Phil Hogan hatte einen entsprechenden Vorschlag für ein Pestizid-Verbot auf diesen Flächen gemacht, um dem Artenverlust in der Landwirtschaft entgegenzuwirken. Die Abgeordneten stimmten knapp gegen den Beschluss des EU-Agrarausschusses und die Resolution des deutschen EP-Abgeordenten Albert Deß (CSU) und des Briten John Stuart Agnew (UKIP). Beide hatten sich zuvor im Agrarausschuss gegen den Vorschlag der EU-Kommission und somit gegen das Pestizidverbot auf ökologischen Vorrangflächen stark gemacht. |mehr|

Eingerolltes Schuppentier
Eingerolltes Schuppentier

Illegaler Handel mit mehr als 200 Schuppentieren in Indonesien aufgeflogen   19.06.2017

In Indonesien ist ein groß angelegter Handel mit Schuppentieren aufgeflogen. Mehr als 200 der vom Aussterben bedrohten Tiere wurden beschlagnahmt und zwei Verdächtige festgesetzt, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten. Die in einer Lagerhalle bei Medan aufgefundenen 223 lebenden und 24 toten Schuppentiere sowie neun Taschen mit Schuppen wurden auf einen Marktwert von umgerechnet 170.000 Euro geschätzt. Die Schuppentiere sollten den Angaben zufolge nach Malaysia transportiert und dort verkauft werden. Die beiden Festgenommenen werden verdächtigt, als Zwischenhändler aktiv gewesen zu sein. Sie müssen mit einer Haftstrafe von bis zu fünf Jahren und mit einer Geldstrafe von bis zu umgerechnet 6800 Euro rechnen. Quelle: Umwelt-Panorama |mehr|

Cyril bei seiner Freilassung
Cyril bei seiner Freilassung

Luchs Cyril quert den Rhein   18.06.2017

Am 22. April 2017 wurde der Luchskuder Cyril aus den slowakischen Karpaten mit einem GPS-Sendehalsband versehen im Pfälzerwald freigelassen. Der Kuder hat sich nachfolgend östlich orientiert. In der Feld- und Waldlandschaft der Rheinebene ungefähr zwischen Bad Dürkheim und Ludwigshafen hat er ein ausreichendes Nahrungsangebot und Versteckmöglichkeiten gefunden (vgl. Info im Mai). Wie Beispiele aus dem Harz, aus der Schweiz oder auch aus Baden-Württemberg zeigen, können sich Luchse erfolgreich durch die halboffene Landschaft bewegen. In dem genannten Lebensraum hat sich der Luchs mehrere Wochen aufgehalten und letzte Woche nun den Rhein nach Baden-Württemberg überquert. Er befindet sich weiterhin in der Nähe des Rheins. Um Störungen zu vermeiden, wird der aktuelle Standort des Tieres nicht der breiten Öffentlichkeit mitgeteilt. Quelle: Luchs RLP |mehr|

Rauhautfledermaus
Rauhautfledermaus

Achtung Ablenkung! Künstliches Licht beeinflusst migrierende Fledermäuse   18.06.2017

Dass viele Zugvögel sich stark von künstlichem Licht beeinflussen lassen, ist bekannt. In ihrer Netzhaut sitzt ein Pigment namens Cryptochrom, das empfänglich für künstliches Licht ist. Die Vögel werden dadurch irritiert, desorientiert und fliegen in das Licht hinein. „Wir kennen das insbesondere von Seevögeln, die zu Tausenden an Leuchttürmen zu Tode kommen“, erklärt Christian Voigt. „Deshalb wollten wir wissen, ob das für migrierende Fledermäuse ebenfalls zutrifft.“ Säugetieren fehlt üblicherweise das spezielle Cryptochrom, welches für Vögel so typisch ist. Von standorttreuen Fledermausarten ist aber bereits bekannt, dass sie auf künstliches Licht reagieren, weil sie dort Insekten jagen können. Quelle: FVB |mehr|

An Rute und Ohren kopierter Dobermann
An Rute und Ohren kopierter Dobermann

Kupiertourismus bei Dobermännern   17.06.2017

Der Deutsche Tierschutzbund hat Strafanzeige gegen eine Züchterin gestellt, die kupierte Dobermänner zum Verkauf bietet. Während das Kupieren selbst in Deutschland verboten ist, sind Verkauf und Haltung der kupierten Tiere grundsätzlich legal. Das Kupierverbot umgehen Züchter regelmäßig, indem sie einen Teil von Rute und Schlappohren im Ausland amputieren lassen – ein regelrechter Kupiertourismus. Der Deutsche Tierschutzbund beruft sich darauf, dass die Hunde aber auch nach der OP, beim Rücktransport nach Deutschland, noch Schmerzen erleiden – ohne dass der laut Tierschutzgesetz vorgeschriebene „vernünftige Grund“ gegeben ist. Quelle: Deutscher Tierschutzbund |mehr|

Schlucht in einem Gewässerabschnitt der Valbona
Schlucht in einem Gewässerabschnitt der Valbona

Hoffnungsvoller Gerichtsentscheid   17.06.2017

Rau und ursprünglich ist die Bergwelt in den Albanischen Alpen. Hier darf die rund 50 Kilometer lange Valbona noch frei fließen, doch die Pläne der albanischen Regierung wollen auch diesem Fluss durch Wasserkraftprojekte seine Wildheit rauben. Dagegen haben Anwohner aus vier albanischen Gemeinden sowie Umweltschützer im Mai Klage eingereicht. Das Verwaltungsgericht in Tirana erlaubte den Klägern nun, juristisch gegen die Regierung vorzugehen. Diese hatte Konzessionen zum Bau von Wasserkraftwerken an private Unternehmen vergeben – mitten im Nationalpark! Quelle: EuroNatur |mehr|

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