Aktuelles rund um das Motto des NABU "Für Mensch und Natur"

 

Zwei Jarawafrauen auf der Andaman Trunk Road
Zwei Jarawafrauen auf der Andaman Trunk Road

Ende der berüchtigten Menschensafaris in Sicht

26.09.2017

Die erniedrigenden „Menschensafaris“ auf Indiens Andamanen-Inseln könnten bald ein Ende finden, nachdem die Behörden angekündigt haben, dass ein neuer Seeweg um die Inseln eröffnet werden soll. Die neue Route soll Tourist*innen von einer berüchtigten Straße (Andaman Trunk Road) fernhalten, die illegal durch die Wälder des zurückgezogen lebenden Jarawa-Volkes gebaut wurde. Die Straße bringt täglich Hunderte Reisende in das Herz des Jarawa-Gebietes, die wie Tiere in einem Safaripark vorgeführt werden. Quelle: Survival |mehr|

Regenwürmern als Futter für die Jungen der Wacholderdrossel
Regenwürmern als Futter für die Jungen der Wacholderdrossel

Artensterben: Auch Regenwürmer sind stark gefährdet

26.09.2017

Viele der in Deutschland vorkommenden Regenwurmarten sind laut Roter Liste stark gefährdet. 14 von 47 Regenwurmarten gelten als extrem selten, neun als sehr selten und fünf als selten. Das hat gravierende Auswirkungen auf die Bodenfruchtbarkeit, denn für deren Erhalt spielen die nützlichen Bodenbewohner eine sehr wichtige Rolle. Als Grund für diese dramatische Entwicklung nennt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen die intensive Landnutzung. Je intensiver Land bewirtschaftet ist, desto weniger Regenwürmer befinden sich im Boden. Die nützlichen Bodenlebewesen leiden unter dem Pflügen von Ackerflächen und unter der Verdichtung von Böden, die durch den Einsatz von schweren Maschinen oder dem Befahren des Bodens unter ungeeigneten Umständen - wie Nässe - verursacht werden. Quelle: Umweltinstitut München |mehr|

Echte Karettschildkröte
Echte Karettschildkröte

Erfolgreiche Schutzprogramme: Meeresschildkröten-Bestände erholen sich   25.09.2017

Wasserschildkröten sind noch immer bedroht, die größten Gefahren gehen weiterhin vom Menschen aus. Aber einige Arten konnten dank internationaler Schutzbemühungen ihre Bestände wieder steigern. Eine im Journal "Science Advances" veröffentlichte Studie zeigt, was verschiedene Initiativen rund um die Welt in den vergangenen Jahren gebracht haben. Die Forscher um Antonios Mazaris von der Universität Thessaloniki in Griechenland haben dafür Daten zu allen sieben Arten der Meeresschildkröten analysiert. Ergebnis: Die Zahl der Tiere steigt in vielen Gebieten. Quelle: SPIEGEL online |mehr|

Ein Storchenjunges ist verendet
Ein Storchenjunges ist verendet

Der Storchensommer fiel ins Wasser   25.09.2017

Das Jahr 2017 war keine gute Brutsaison für Deutschlands Weißstörche. Die heftigen Regenfälle im Sommer haben in vielen Regionen ihre Spuren hinterlassen. Dauerregen und Kälte durchnässten die Jungen, so dass viele an Unterkühlung zu Grunde gingen. Insgesamt ging weniger Nachwuchs als in den Vorjahren auf die erste Reise in die afrikanischen Winterquartiere. Auch wenn noch nicht alle Zahlen der vielen ehrenamtlich tätigen Weißstorchbetreuer im NABU zusammen getragen sind, dürften 2017 mindestens wieder 6.300 Storchenpaare in Deutschland gebrütet haben. Damit ist die Zahl der Brutpaare insgesamt stabil geblieben. |mehr|

Eingestürztes Rana Plaza Gebäude 2013, Bangladesch
Eingestürztes Rana Plaza Gebäude 2013, Bangladesch

Pressemitteilung der Kampagne für Saubere Kleidung   24.09.2017

Am fünften Jahrestag des tödlichen Brands in der Ali Enterprise Fabrik gedenkt die Kampagne für Saubere Kleidung den 250 Opfern. Die Bilanz der CCC nach fünf Jahren ist finster: Durch fehlende Sicherheitsinspektionen sind tausende pakistanische Textilarbeiter*innen täglich dem Risiko ausgesetzt, sich zu verletzen oder gar zu sterben. Der Ali Enterprise Fabrikbrand verdeutlichte, dass Zertifizierungssysteme völlig inadäquat sind, um Sicherheitsmängel zu identifizieren und zu beheben. Nur wenige Wochen vor dem Brand hatte die Fabrik ein SA8000-Zertifikat von der privaten Auditfirma RINA erhalten, bei dem auch Sicherheitsmängel überprüft werden. Quelle: Südwind |mehr|

Elektroauto Opel Ampera
Elektroauto Opel Ampera

Dienstwagen-Check: Deutsche Umwelthilfe vergibt neunzehn „Grüne Karten“   24.09.2017

Zum elften Mal hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) deutsche Spitzenpolitiker nach ihren Dienstwagen befragt und die Fahrzeuge nach der Höhe der offiziellen CO2-Emissionen sowie der Antriebsart untersucht. Der jährliche Blick unter die Motorhauben des politischen Spitzenpersonals zeigt Wirkung: 2017 zeichnet die DUH 19 Spitzenpolitiker mit einer “Grünen Karte“ aus, mehr als doppelt so viele wie 2016. Die DUH fordert alle Politiker auf, auf schmutzige Diesel-Dienstwagen zu verzichten, mit alternativen emissionsarmen Antriebsarten ein positives Beispiel zu setzen und die Verkehrswende voranzubringen. Quelle: DUH |mehr|

Seetaucher sind sehr empfindlich gegenüber Windrädern oder Schiffen
Seetaucher sind sehr empfindlich gegenüber Windrädern oder Schiffen

Massive Schäden am Vogelschutzgebiet durch Nordseewindpark Butendiek   23.09.2017

Laut Seevogelmonitoring von Butendiek meiden Seetaucher den Windpark viel großräumiger als erwartet. Damit gehen knapp 20 Prozent – etwa 600 Quadratkilometer – des Schutzgebiets verloren. Seetaucher müssen auf wichtige Rast- und Nahrungsgebiete verzichten. Der NABU hatte den Bau des Windparks Butendiek vor der Küste Sylts von Anfang an abgelehnt. Der Grund: er liegt mitten im Vogelschutzgebiet „Östliche Deutsche Bucht“ und zwar genau dort, wo sich alljährlich tausende Seetaucher versammeln, um zu rasten und Fettreserven für den langen Zug in ihre Brutgebiete aufzubauen. Diese Funktion hat das Schutzgebiet inzwischen zu großen Teilen verloren. |mehr|

Nubische Giraffen im Murchison-Falls Nationalpark, Uganda
Nubische Giraffen im Murchison-Falls Nationalpark, Uganda

Artensterben: Große und kleine Spezies sind besonders gefährdet   23.09.2017

Fast ein Drittel aller Tier- und Pflanzenarten auf der Roten Liste gelten als bedroht. Erst vor Kurzem stufte die Weltnaturschutzorganisation IUCN etwa die Riesen-Elenantilope als "bedroht" ein. Die Weihnachtsinsel-Zwergfledermaus, die in den Achtzigerjahren noch häufig auf einer australischen Inseln zu finden war, ist laut der kürzlich aktualisierten Liste inzwischen ausgestorben. Dass der Mensch in vielen Fällen dafür verantwortlich ist, dass Tierbestände abnehmen und Arten aussterben, betont nicht nur die IUCN. Auch eine internationale Forschergruppe, die im Fachmagazin "PNAS" über bedrohte Wirbeltierarten berichtet, sieht den Mensch als zurzeit größten Risikofaktor. Quelle: SPIEGEL online |mehr|

Kein Platz für Wisente in Deutschland?
Kein Platz für Wisente in Deutschland?

Wisent wurde Opfer von Behördenversagen   22.09.2017

Ein freilaufender Wisent ist in Brandenburg bei Lebus (Märkisch-Oderland) von einem Jäger erschossen worden. Die Anordnung dazu hat der Lebuser Ordnungsamtsleiter erteilt. Gegen ihn hat der WWF Deutschland heute Strafanzeige gestellt. „Die Abschussfreigabe eines streng geschützten Tieres ohne ein ersichtliches Gefährdungs­potential ist eine Straftat“, begründet WWF-Vorstand Naturschutz Christoph Heinrich den Schritt. „Nach über 250 Jahren ist ein Wisent in Deutschland gesichtet worden und alles was dem Ordnungsamt einfällt, ist der Abschuss.“ Quelle: WWF |mehr|

Gänsegeier
Gänsegeier

Gänsegeier "Gypsi" im Donautal ausgewildert  22.09.2017

Am Donnerstag wurde in Hausen im Tal der Gänsegeier "Gypsi" ausgewildert. Gypsi hatte Pech gehabt: Vor etwas mehr als einem Jahr, am 11. Juli 2016, war der dreieinhalb Jahre alte Gänsegeier in die Rotoren einer thüringischen Windkraftanlage hineingeflogen und danach mit schwer ramponierten Schwungfedern und halbverhungert in die Rennsteig-Falknerei im Thüringer Wald gebracht worden. Dort wurde er unter behördlicher Aufsicht gesund gepflegt, war gern gesehener Fernsehgast im MDR und nahm erst jüngst tränenreichen und medienwirksamen Abschied von seinen beiden Pflegerinnen: Geier sind keine Schoßtiere; auch Gypsi soll wieder in der freien Wildbahn seine Kreise ziehen. Wobei das Leben in der freien Wildbahn nicht ganz unproblematisch ist – zumindest in Deutschland. Quelle: Schwarzwälder Bote |mehr|

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