Detailkarte Vorbehaltsgebiet Pulvermaargrube

Vorbehaltsgebiet Rohstoffabbau Pulvermaargrube bei Gillenfeld
Vorbehaltsgebiet Rohstoffabbau Pulvermaargrube bei Gillenfeld
Vorbehaltsgebiet Rohstoffabbau Pulvermaargrube bei Gillenfeld
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Den Bereich der Pulvermaargrube als Vorbehaltsgebiet auszuweisen, ist völlig irreführend. Vorbehaltsgebiete sollen der langfristigen Sicherung von Rohstofflagerstätten dienen. In der Pulvermaargrube wurde hingegen bereits viele Jahre lang Lava abgebaut.

 

Nach der von der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord formulierten naturschutzfachlichen Zielsetzung  soll der Gesteinsabbau auf bereits hochgradig vorbelastete Gebiete beschränkt werden. Gillenfeld mit den drei bedeutenden Maaren Pulvermaar, Holzmaar und Dürres Maar gehört nicht dazu.

 

Die Grube am Pulvermaar ist nahezu vollständig ausgebeutet und wird hauptsächlich als Materiallagerplatz genutzt. Die Grube wird somit überhaupt nicht zur Deckung der Nachfrage an Lava benötigt. Damit entspricht das Vorbehaltsgebiet auch nicht den Thesen des Wirtschaftsministeriums, nach denen bei der Regionalplanung eine stärkere Berücksichtigung des Bedarfs gefordert wird.

 

Die Grube sollte zeitnah geschlossen und renaturiert werden. 

     Entwässerungsgraben im NSG Dreiser Weiher
Entwässerungsgraben im NSG Dreiser Weiher

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) rät zu einem Paradigmenwechsel beim Wassermanagement im ländlichen Raum. „Die anhaltende Trockenheit der letzten Jahre macht es erforderlich, das Wasser in der Landschaft zu halten und Fließgewässern ausreichend Raum zu geben“, sagte Alexander Bonde, DBU-Generalsekretär bei der Jahrespressekonferenz, die erstmalig per Videokonferenz stattfand. In Zeiten von Hitze, Dürre und Starkregen, die der Klimawandel verursache, seien Anpassungen nötig. „Zielführend sind regionale Konzepte, die gemeinsam mit den betroffenen Akteuren aus Behörden, Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz erarbeitet werden. Unterstützung bieten digitale Systeme, die beispielsweise die Wasserverteilung in der Landschaft virtuell darstellen“, so Bonde. Auch die Wirkung der Energiewende auf den Wasserhaushalt müsse zukünftig berücksichtigt werden. Einer Studie zufolge werde sich der Wasserbedarf im Energiesektor bis 2050 in Deutschland um die Hälfte verringern. |mehr|

 

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