Wir unterstützen die Rückkehr des Uhus

 

Uhuportrait
Uhuportrait

Erstmals 1982 brütete nach seiner Ausrottung wieder ein Uhupaar im Landkreis Vulkaneifel. Es nutzte dazu einen stillgelegten Basaltsteinbruch. Auch die heutigen Paare, inzwischen gut über zwanzig, nutzen die durch Menschen geschaffenen Steilwände in Steinbrüchen und Lavagruben.

 

Seit seiner Rückkehr in unseren Landkreis verfolgen wir intensiv die Entwicklung der Uhupopulation. Dies beschränkt sich nun keineswegs auf das Beobachten der Uhus. Dort, wo in aktuell betriebenen Abbauflächen Brutplätze durch den Abbau gefährdet sind, führen wir im Kontakt mit den Abbauunternehmern Lösungen herbei. Bewährt hat sich dabei die rechtzeitige Anlage von Alternativbrutplätzen an Stellen, die nicht mehr durch den Abbau gefährdet sind.

 

Tod an vogelgefährlich gebauten Strommasten ist beim Uhu Todesursache Nummer eins. Schon früh nahmen wir daher Kontakt mit dem zuständigen EVU auf, um eine Entschärfung dieser Masten zu erreichen. Heute sind die Unternehmen durch das Naturschutzgesetz zu einer vogelungefährlichen Bauweise bzw. zur Umrüstung alter Masten verpflichtet.

 

Die jungen Uhus werden alljährlich in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE) durch deren Vorsitzenden Stefan Brücher beringt.

 

Seit der Ausweisung des Vogelschutzgebietes „Vulkaneifel“, das speziell dem Uhuschutz dient, betreut unsere Gruppe im Auftrag der Oberen Naturschutzbehörde bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD) die insgesamt 18 Teilflächen des Vogelschutzgebietes.

 

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     Entwässerungsgraben im NSG Dreiser Weiher
Entwässerungsgraben im NSG Dreiser Weiher

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) rät zu einem Paradigmenwechsel beim Wassermanagement im ländlichen Raum. „Die anhaltende Trockenheit der letzten Jahre macht es erforderlich, das Wasser in der Landschaft zu halten und Fließgewässern ausreichend Raum zu geben“, sagte Alexander Bonde, DBU-Generalsekretär bei der Jahrespressekonferenz, die erstmalig per Videokonferenz stattfand. In Zeiten von Hitze, Dürre und Starkregen, die der Klimawandel verursache, seien Anpassungen nötig. „Zielführend sind regionale Konzepte, die gemeinsam mit den betroffenen Akteuren aus Behörden, Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz erarbeitet werden. Unterstützung bieten digitale Systeme, die beispielsweise die Wasserverteilung in der Landschaft virtuell darstellen“, so Bonde. Auch die Wirkung der Energiewende auf den Wasserhaushalt müsse zukünftig berücksichtigt werden. Einer Studie zufolge werde sich der Wasserbedarf im Energiesektor bis 2050 in Deutschland um die Hälfte verringern. |mehr|

 

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