Die Grundschule Daun wird zur Mauerseglerschule

 

Mauersegler im Flug
Mauersegler im Flug

In den Jahren 2005/06 wurde der Hauptbau der bis dahin dreistöckigen Grundschule in Daun um ein weiteres Geschoss erhöht. Die Schule erlaubte uns, unter dem Überstand des Daches der vollständig eingerüsteten Schule außer einigen Nisthilfen für Mehlschwalben auch 10 Mauerseglerkästen anzubringen.

 

2009 wurde die Mauerseglergeschichte der GS Daun um ein weiteres Kapitel erweitert. Die Schule wurde zur Mauerseglerschule im Rahmen des NABU-Projektes „Mauerseglerschulen in Rheinland-Pfalz“. Im Rahmen dieses Projektes wurden der Schule zwei Mauerseglerkästen mit eingebauter Kamera zur Verfügung gestellt, aus der das Brutgeschehen permanent auf einen Fernseher auf dem oberen Flur der Schule übertragen wird. Zusätzlich erhielt die Schule das elektronische Equipment, um Mauersegler in die Kamerakästen zu locken.

 

Es funktionierte! Schon im Folgejahr brütete ein Mauerseglerpaar in einem der Kamerakästen. Zwei Junge flogen erfolgreich aus. Seitdem brüten unterbrochen jedes Jahr Mauersegler in dem Kamerakasten und ermöglichen den Grundschülern über mehrere Wochen hinweg die Beobachtung des bei Mauerseglern außergewöhnlichen langen Brutgeschehens.

 

2011 kamen weitere Mauerseglernisthilfen hinzu. Acht doppelstöckige Kästen wurden angebracht, die somit sechzehn Mauerseglerpaaren Brutmöglichkeit bieten. Die Rückwand dieser Kästen ist ein wenig vorgesetzt, so dass der Zwischenraum zwischen Kastenrückwand und Hausfassade von Fledermäusen als Quartier genutzt werden kann.

 

In den Jahren 2006 bis heute wurden insgesamt achtundzwanzig Nisthilfen für Mauersegler an der Schule angebracht. Dies stellt nicht nur eine wesentliche Maßnahme im Bereich des Artenschutzes dar, sondern ermöglicht auch herrliche Beobachtungen dieser faszinierenden Vögel.

 

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     Entwässerungsgraben im NSG Dreiser Weiher
Entwässerungsgraben im NSG Dreiser Weiher

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) rät zu einem Paradigmenwechsel beim Wassermanagement im ländlichen Raum. „Die anhaltende Trockenheit der letzten Jahre macht es erforderlich, das Wasser in der Landschaft zu halten und Fließgewässern ausreichend Raum zu geben“, sagte Alexander Bonde, DBU-Generalsekretär bei der Jahrespressekonferenz, die erstmalig per Videokonferenz stattfand. In Zeiten von Hitze, Dürre und Starkregen, die der Klimawandel verursache, seien Anpassungen nötig. „Zielführend sind regionale Konzepte, die gemeinsam mit den betroffenen Akteuren aus Behörden, Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz erarbeitet werden. Unterstützung bieten digitale Systeme, die beispielsweise die Wasserverteilung in der Landschaft virtuell darstellen“, so Bonde. Auch die Wirkung der Energiewende auf den Wasserhaushalt müsse zukünftig berücksichtigt werden. Einer Studie zufolge werde sich der Wasserbedarf im Energiesektor bis 2050 in Deutschland um die Hälfte verringern. |mehr|

 

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