NSG Sangweiher: Zurück zu einem richtigen Weiher

Bis 1987 war der Sangweiher fast zwei Jahrhunderte lang kein Weiher mehr, sondern ein durch tiefe Entwässerungsgräben durchzogenes Gebiet. Um hier eine Verbesserung in die Wege leiten zu können, begannen wir ab 1981 mit Geländeaufkäufen im Kernbereich des Gebietes. Später wurden die Aufkäufe in den Außenbereichen fortgeführt, so dass wir bis 2000 mehr als 16 ha Fläche erwerben konnten. Bei diesen Aufkäufen erfuhren wir in vielen Fällen eine wirkungsvolle Bezuschussung durch die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz.

 

Wirksame Renaturierungsmaßnahmen konnten in dem seit 1983 als NSG ausgewiesenen Sangweiher im Zuge des Maarprogramms umgesetzt werden. Im zentralen Entwässerungsgraben wurde 1987 ein Auslaufsperrwerk eingebaut und in der Folgezeit das Gebiet wiedervernässt. Heute weist der Sangweiher wieder eine große Wasserfläche auf, die über Zonen mit Seggen- und Binsenbeständen allmählich zu extensiv genutzten Feuchtwiesen übergeht.

 

Im Laufe der Jahre wurde die eigentlich Schutzgebietsfläche durch unsere und die Geländeaufkäufe der öffentlichen Hand de facto wesentlich vergrößert.

 

Seit 2015 wird der Sangweiher von einer Herde Glanrinder des Landwirtes Leo Kordel vom Partnerbetrieb Naturschutz, Mehren, beweidet. Der NABU-Daun sponserte für die Herde den Bullen Zeus sowie ein Rind.


Der Sangweiher auf den Internetseiten des NABU-Bundesverbandes: "Auch Hausbesetzer mögen es naturnah". Klicken Sie hier.

 

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Mehr zu dem Beweidungsprogramm am Sangweiher erfahren Sie hier

Mehr über den Glanbullen Zeus und seine Herde erfahren Sie hier

     Entwässerungsgraben im NSG Dreiser Weiher
Entwässerungsgraben im NSG Dreiser Weiher

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) rät zu einem Paradigmenwechsel beim Wassermanagement im ländlichen Raum. „Die anhaltende Trockenheit der letzten Jahre macht es erforderlich, das Wasser in der Landschaft zu halten und Fließgewässern ausreichend Raum zu geben“, sagte Alexander Bonde, DBU-Generalsekretär bei der Jahrespressekonferenz, die erstmalig per Videokonferenz stattfand. In Zeiten von Hitze, Dürre und Starkregen, die der Klimawandel verursache, seien Anpassungen nötig. „Zielführend sind regionale Konzepte, die gemeinsam mit den betroffenen Akteuren aus Behörden, Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz erarbeitet werden. Unterstützung bieten digitale Systeme, die beispielsweise die Wasserverteilung in der Landschaft virtuell darstellen“, so Bonde. Auch die Wirkung der Energiewende auf den Wasserhaushalt müsse zukünftig berücksichtigt werden. Einer Studie zufolge werde sich der Wasserbedarf im Energiesektor bis 2050 in Deutschland um die Hälfte verringern. |mehr|

 

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