Der Wetschberg, Abbau im zweiten Anlauf?


 

Insgesamt 35 Lavagruben und Basaltbrüche sind derzeit im Landkreis Vulkaneifel in Betrieb.

Zusammen mit einer weiteren erheblichen Anzahl aufgelassener Gruben und Brüche dürfte die Vulkaneifel mittlerweile wohl zu den Regionen mit der höchsten Steinbruchdichte in ganz Deutschland gehören. In den 1980 er Jahren wären der Wetschberg und Mühlenberg bei Oberbettingen um ein Haar dazugekommen. Ein Abbauunternehmer hatte Interesse bekundet, an diesen beiden Bergen Lava abzubauen.

 

Die Kreisverwaltung verhinderte jedoch diesen neuen Tagebau, indem sie beide Berge als 65 ha großes Naturdenkmal einstweilig unter Schutz stellte und für den interessierten Unternehmer eine andere Lösung fand. So gab es keinen neuen Lavatagebau, und die beiden Berge waren vor dem Abbau gerettet. Ihre Unterschutzstellung wurde in der Folgezeit allerdings nicht verlängert.

 

Nunmehr sind beide Berge akut durch die Planung des Landesamtes für Geologie und Bergbau (LGB) gefährdet. Es schlägt vor, im kommenden Raumordnungspan (ROP) beide Berge als 63 ha großes Vorranggebiet Rohstoffsicherung ausweisen zu lassen. Damit könnte demnächst das passieren, was die Kreisverwaltung Vulkaneifel – damals noch Kreisverwaltung Daun – aus gutem Grund nicht wollte: Wetschberg und Mühlenberg würden zu den aus der Landschaft verschwundenen Berge gehören.

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