Der Wetschberg, Abbau im zweiten Anlauf?


 

Insgesamt 35 Lavagruben und Basaltbrüche sind derzeit im Landkreis Vulkaneifel in Betrieb.

Zusammen mit einer weiteren erheblichen Anzahl aufgelassener Gruben und Brüche dürfte die Vulkaneifel mittlerweile wohl zu den Regionen mit der höchsten Steinbruchdichte in ganz Deutschland gehören. In den 1980 er Jahren wären der Wetschberg und Mühlenberg bei Oberbettingen um ein Haar dazugekommen. Ein Abbauunternehmer hatte Interesse bekundet, an diesen beiden Bergen Lava abzubauen.

 

Die Kreisverwaltung verhinderte jedoch diesen neuen Tagebau, indem sie beide Berge als 65 ha großes Naturdenkmal einstweilig unter Schutz stellte und für den interessierten Unternehmer eine andere Lösung fand. So gab es keinen neuen Lavatagebau, und die beiden Berge waren vor dem Abbau gerettet. Ihre Unterschutzstellung wurde in der Folgezeit allerdings nicht verlängert.

 

Nunmehr sind beide Berge akut durch die Planung des Landesamtes für Geologie und Bergbau (LGB) gefährdet. Es schlägt vor, im kommenden Raumordnungspan (ROP) beide Berge als 63 ha großes Vorranggebiet Rohstoffsicherung ausweisen zu lassen. Damit könnte demnächst das passieren, was die Kreisverwaltung Vulkaneifel – damals noch Kreisverwaltung Daun – aus gutem Grund nicht wollte: Wetschberg und Mühlenberg würden zu den aus der Landschaft verschwundenen Berge gehören.

     Entwässerungsgraben im NSG Dreiser Weiher
Entwässerungsgraben im NSG Dreiser Weiher

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) rät zu einem Paradigmenwechsel beim Wassermanagement im ländlichen Raum. „Die anhaltende Trockenheit der letzten Jahre macht es erforderlich, das Wasser in der Landschaft zu halten und Fließgewässern ausreichend Raum zu geben“, sagte Alexander Bonde, DBU-Generalsekretär bei der Jahrespressekonferenz, die erstmalig per Videokonferenz stattfand. In Zeiten von Hitze, Dürre und Starkregen, die der Klimawandel verursache, seien Anpassungen nötig. „Zielführend sind regionale Konzepte, die gemeinsam mit den betroffenen Akteuren aus Behörden, Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz erarbeitet werden. Unterstützung bieten digitale Systeme, die beispielsweise die Wasserverteilung in der Landschaft virtuell darstellen“, so Bonde. Auch die Wirkung der Energiewende auf den Wasserhaushalt müsse zukünftig berücksichtigt werden. Einer Studie zufolge werde sich der Wasserbedarf im Energiesektor bis 2050 in Deutschland um die Hälfte verringern. |mehr|

 

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