Unser Mosbrucher Moor lebt! Für unseren heutigen Pflegeeinsatz konnten wir das im wahrsten Sinne des Wortes sogar im doppelten Sinne feststellen!

 

Für unseren heutigen Pflegeeinsatz konnten wir das im wahrsten Sinne des Wortes sogar im doppelten Sinne feststellen!

17.02.2018 Denn zum einen werden durch die wiederholten Landschaftspflegearbeiten immer mehr von den seltenen "Wunderseggen" freigelegt, so dass man inzwischen fast von einem Meer von Wunderseggen  sprechen kann; Immer mehr von diesen teils lustig anzuschauenden Graspuschel werden sichtbar. Und zum anderen war das Moor heute erfüllt von tatkräftigen Helfern!

Ob es an dem Vortrag anlässlich der Jahreshauptversammlung (s. Bericht vom 02.02.2018) von Herrn Willi Geiger und seiner hochinteressanten und motivierenden wissenschaftlichen Studie gelegen hat? Bei der wir u. a. zu der Erkenntnis gelangen durften, dass das Mosbrucher Moor unter den letzten 5 % (!) der in Deutschland noch "lebenden" Mooren gehört? Oder war der Termin einfach nur glücklich gewählt und das Wetter spielte endlich auch wieder einmal mit?! Egal! Ganze 15 Helfer haben sich heute in unserem "Naturschatz" zum freiwilligen Einsatz eingefunden. Zu den fleißigen Helfern zählten "alt bewährte" und unverzichtbare Stammhelfer, über "Wiedereinsteiger" haben wir uns sehr gefreut, und wir durften sogar motivierte Neueinsteiger begrüßen! Toll! Unterstützt wurde die Truppe mit "sägenden Fachkräften", die uns Werner Ritter organisiert hatte. Vielen, vielen herzlichen Dank an jeden einzelnen Helfer für eure Unterstützung!!! Hinzu kamen noch 2 vom "Versorgungstrupp", die die fleißige "Meute" mit leckerem Essen und Trinken bei Laune halten wollten; Denn wer fleißig arbeitet, soll zumindest gut und reichlich beköstigt werden!

 

Inzwischen kann man mittendurch von der Ostseite, an der gearbeitet wird, bis hinüber zur Westseite des Mosbrucher Weihers sehen und sogar die Häuser von Moosbruch sind nun zwischen den Bäumen hindurch wieder sichtbar.

Aber um die nun gewonnene freie Aussicht geht es nur indirekt bei unserem Projekt. Sondern es gilt für das Überleben des Moores zu sorgen. Damit die Teile des Moores, die noch intaktes Moor-Leben aufweisen, erhalten bleiben, sich verbessern und vielleicht sogar einmal erweitert werden können. Und nach der wissenschaftlichen Studie wissen wir ja nun, dass die letzten Jahrzehnte und etliche "Wiederbelebungsversuche", nicht vergebens waren, sondern im Gegenteil! Hätten sich nicht vor Jahrzehnten bereits einige wenige "Optimisten" immer wieder mal zum Schneiden von Hecken und Fällen von Bäumen dort eingefunden, würde das Mosbrucher Moor vielleicht bereits zu den übrigen 95 % der nur noch vor sich hin modernden oder vertrockneten Mooren gehören. Also reicht unser Dank sogar an tatkräftige Helfer bis in die 70iger Jahre zurück! 

Manchmal ist es doch gar nicht so schlimm, ein "Optimist" zu sein. ;-)

M. Hegel

Rege Beteiligung beim Vortrag zum Thema Mosbrucher Weiher - Vergangenheit, Gegenwart, Bedeutung". Vielen Dank an alle interessierten Zuschauer! Vielen Dank aber vor allem dem Referenten Willi Geiger, der extra eine weite Strecke angereist war, um den Zuhörern die Bedeutung unseres Mosbrucher Moores näherzubringen.

NABU-Gruppe Daun, Vortrag mit Willi Geiger zu Mosbrucher Weiher
NABU-Gruppe Daun, Vortrag mit Willi Geiger zu Mosbrucher Weiher

02.02.2018 - Dass der Mosbrucher Weiher für Biologen und Geologen derart hoch interessant und für die Umwelt noch dazu hoch wichtig ist, haben wohl die allerwenigsten gedacht. Und sicherlich auch nicht, dass der Mosbrucher Weiher einmal Gegenstand einer umfangreichen wissenschaftlichen Untersuchung für eine Bachelor-Arbeit werden könnte. Unzählige Bohrungen und Messungen wurden durchgeführt und akribisch ausgewertet.

Der Referent Willi Geiger hatte im Rahmen seines Vortrages den Zuhörern die in seiner langjährigen Arbeit gesammelten Daten anschaulich erläutert und diesen die Bedeutung des in Mosbruch im wahrsten Sinne des Wortes vor der Haustüre gelegenen Naturschatzes näher gebracht. Das Mosbrucher Moor lebt noch! Das war eine der wichtigsten Erkenntnisse des Abends. Und es ist mit 6 m Tiefe ein außergewöhnlich tiefes Moor. Auch das überraschte die Zuhörer. Für uns NABU-Aktiven und alle, die bereits einmal tatkräftig bei der Renaturierung mit angepackt haben, war auch wichtig zu hören, dass die bisherigen Renaturierungsarbeiten nicht vergebens waren! Und auch, dass weiterhin daran gearbeitet werden sollte; auch wenn voraussichtlich erst nachfolgende Generationen einen deutlich sichtbaren Erfolg erfahren werden können. Viele haben bereits vor Jahren, ja sogar vor Jahrzehnten (!) sich immer wieder ins Moor begeben, Wasser wurde für eine Wiedervernässung angestaut, immer wieder wurde vehement versucht, einer Verbuschung - zumindest in Teilstücken des Moores - entgegen zu wirken. 

 

95 % der deutschen Moore modern mehr oder weniger nur noch vor sich hin. Das war auch eine der erstaunlichen Erkenntnisse des Vortrages. Nun liegt es also an uns, das zarte Lebenszeichen des Naturschatzes vor unserer Haustüre zu bewahren und zu erhalten. Es gilt also den Kampf gegen die Natur für die Natur weiterzuführen, und zwar für den Schutz der Umwelt, der im Moor selten vertretenen Pflanzen und damit gleichzeitig zum Schutz des Menschen; Naturschutz ist immer auch Schutz des Menschen, denn ein Moor dient auch als Kohlenstoffspeicher. Auch das war eine wichtige Erkenntnis des Abends. Und gleichzeitig gilt es, eine Balance zu finden, zwischen Naturschutz und Tourismus. Denn das Mosbrucher Moor hat Potential, eines der touristischen Highlights in der Verbandsgemeinde Kelberg zu werden.

M. Hegel

32 neue Junior-Ranger im Natur- und Unesco-Geopark

Sie werden bald Gästen und Einheimischen Natur und Heimat der Vulkaneifel nahebringen: Insgesamt 32 Kinder haben die Ausbildung zum Junior-Ranger begonnen. FOTO: Natur- und Geopark Vulkaneifel
Sie werden bald Gästen und Einheimischen Natur und Heimat der Vulkaneifel nahebringen: Insgesamt 32 Kinder haben die Ausbildung zum Junior-Ranger begonnen. FOTO: Natur- und Geopark Vulkaneifel

Daun. 32 neue Junior-Ranger gehen im Natur- und Unesco-Geopark Vulkaneifel an den Start. Bei dem Programm lernen sie nicht nur Flora und Fauna kennen. 

Die Jugendlichen sitzen nur am Computer und interessieren sich nicht für ihre Umwelt? In der Vulkaneifel wird schon seit Längerem der Beweis angetreten, dass diese Aussage so pauschal nicht stimmt.

Das Interesse an einer Ausbildung zum Juniorranger im Natur- und Unesco-Geopark Vulkaneifel ist stetig gewachsen und mittlerweile so groß, dass die Teilnehmerzahl verdoppelt worden ist.

 

Nach dem ersten Durchgang zur Qualifizierung von Jugendlichen zum Junior-Ranger im Natur- und Geopark im Jahr 2014 startete vor kurzem der zweite Ausbildungsgang. „Die Resonanz interessierter Kinder und deren Eltern war überwältigend“ freut sich Andreas Schüller, Geschäftsführer des Natur- und Geoparks. „Daher haben wir uns kurzerhand entschlossen, die Ausbildung doppelt anzubieten, um damit allen interessierten Kindern eine Teilnahme zu ermöglichen.“ >>mehr

Pflegeeinsätze im NSG Mosbrucher Weiher

Sa. 17.02.2018, Pflegemaßnahmen im Mosbrucher Weiher

 

Freiwillige Helfer für Landschaftspflege gesucht: Mehrfach hat die NABU-Gruppe Daun in den vergangenen Jahren Pflegemaßnahmen im Mosbrucher Weiher durchgeführt. Zuletzt im November und Dezember. Sie werden nun fortgeführt. Zum Schutz der seltenen Moorvegetation werden Laubgehölze abgeschnitten und an Ort und Stelle verbrannt. Stiefel und Arbeitshandschuhe sind für die Arbeit unbedingt erforderlich, wie auch alte Kleidung wegen möglichen Funkenflugs. Es werden Motorsägen und auch Astscheren zum Zerkleinern des Strauchwerks benötigt. Wie immer stehen Speis und Trank zur Verfügung. Alle Helfer, nicht nur NABU-Mitglieder, sind herzlich willkommen! Helfen Sie mit, den Mosbrucher Weiher zu renaturieren!

 

Treffpunkt: Ab 09:00 - 15:00 Uhr, Mosbruch, östliches Weiherende am Rundweg oder an den Feuern im Gebiet

Kontakt: Susanne Feyerabend, 01607722742, susanne.feyerabend@googlemail.com

 

                 Die rote Markierung kennzeichnet den Treffpunkt

        Fragen zur Mitgliedschaft:

        service@nabu.de  oder

        Tel. 030/284984-40 00