SG Asseberg: Wärmeinsel für Reptilien und Insekten

Wie andere Steinbrüche und Lavagruben auch, stellt der ehemalige Basaltbruch Asseberg einen seltenen Sonderstandort dar. Er fungiert als Wärmeinsel, was vor allem Reptilien und Insekten zugute kommt. In einem angelegten Feuerlöschteich finden Amphibien Laichmöglichkeiten vor. Die Felswände werden gerne von felsbrütenden Vögeln genutzt. Der ehemalige Basaltbruch Asseberg ist heute Bestandteil des zum Schutz des Uhus ausgewiesenen Vogelschutzgebietes Vulkaneifel.
 
Brüche und Gruben stellen Lebensräume aus Menschenhand dar, die nach Nutzungsaufgabe auf Grund der einsetzenden Sukzession sehr schnell ihr Aussehen ändern und damit ihre Bedeutung für die Tier- und Pflanzenwelt verlieren. Sollen sie weiterhin einen Sonderstandort mit all den Vorteilen für die Tierwelt darstellen, sind hin und wieder Entbuschungen der Sohle und Freistellen der Wände erforderlich.
 
Um solche Arbeiten durchführen zu können, haben wir den Steinbruch Asseberg langfristig von der Stadt Daun gepachtet.

 
Auf ähnliche Weise betreuen wir in Absprache mit den Eigentümern zwei weitere stillgelegte Steinbrüche, für die allerdings keine Pachtverhältnisse bestehen.

 

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     Entwässerungsgraben im NSG Dreiser Weiher
Entwässerungsgraben im NSG Dreiser Weiher

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) rät zu einem Paradigmenwechsel beim Wassermanagement im ländlichen Raum. „Die anhaltende Trockenheit der letzten Jahre macht es erforderlich, das Wasser in der Landschaft zu halten und Fließgewässern ausreichend Raum zu geben“, sagte Alexander Bonde, DBU-Generalsekretär bei der Jahrespressekonferenz, die erstmalig per Videokonferenz stattfand. In Zeiten von Hitze, Dürre und Starkregen, die der Klimawandel verursache, seien Anpassungen nötig. „Zielführend sind regionale Konzepte, die gemeinsam mit den betroffenen Akteuren aus Behörden, Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz erarbeitet werden. Unterstützung bieten digitale Systeme, die beispielsweise die Wasserverteilung in der Landschaft virtuell darstellen“, so Bonde. Auch die Wirkung der Energiewende auf den Wasserhaushalt müsse zukünftig berücksichtigt werden. Einer Studie zufolge werde sich der Wasserbedarf im Energiesektor bis 2050 in Deutschland um die Hälfte verringern. |mehr|

 

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