Naturpark Vulkaneifel: Völlig verworrene Situation 02.03.2007
Die Ausgestaltung des Naturparks Vulkaneifel erscheint noch reichlich nebulös
Daraus ergeben sich mehrere Fragen:
Deutlich von einander abweichende Verordnungs-Entwürfe
Dem NABU sind bisher vier unterschiedliche Versionen an VO-Entwürfen bekannt, die in wesentlichen Punkten deutlich voneinander abweichen. Anders als im Entwurf vom 15.11.06 sind in ihnen beispielsweise andere Kernzonen ausgewiesen. Vor allem verfügten diese Versionen über einen Genehmigungsvorbehalt der Unteren Naturschutzbehörde für den Gesteinsabbau. Ein Genehmigungsvorbehalt, den auch alle anderen rheinland-pfälzischen NP zum Erhalt der Landschaft als erforderlich ansahen und deswegen in ihre VO aufgenommen haben.
Weitere Fragen
Kritisierte Trägerschaft
Die vorgesehene Trägerschaft durch die bereits bestehende „Natur- und Geopark GmbH“ stieß auf den Widerstand der Verbände, weil diese Trägerstruktur die Verbände von einer wirkungsvollen Mitarbeit auf der Entscheidungsebene des NP ausschließt. Eine „Dummheit“, wie ein Mitglied einer Freien Wählergruppe im Dauner Stadtrat drastisch formulierte, wobei übrigens der Dauner Stadtrat sich nicht als einziger kommunaler Rat gegen den VO-Entwurf aussprach.
Fragen zur Trägerstruktur
Warum verweigert man im NP Vulkaneifel nichtkommunalen Organisationen eine Mitwirkung auch auf der Entscheidungsebene, so wie es in der überwiegend als Verein organisierten Trägerschaft in den anderen NP gegeben ist?
Was befürchten die Gesellschafter der GmbH, die doch bei jeder Abstimmung gegenüber den nichtkommunalen Organisationen ohnehin in der Überzahl wären?
Wie soll die starke Einbindung der Verbände in die GmbH, so wie es die Sprecherin des Umweltministeriums lt. einer ddp-Meldung fordert, konkret umgesetzt werden?
Mehr zum Thema Naturpark finden Sie unter folgende Meldung:
Naturpark Vulkaneifel: Daun nimmt "ablehnend zur Kenntnis" 22.02.2007
Der Stadtrat Daun nimmt den Entwurf zur Naturpark-Verordnung „ablehnend zur Kenntnis“. Dies ist das Ergebnis der jüngsten Sitzung des Stadtrates Daun, bei der sich nach ...