Naturpark Vulkaneifel: Daun nimmt „ablehnend zur Kenntnis“ 22.02.2007
Pützbachtal bei Daun-Steinborn mit Scharteberg im Hintergrund
Verlust an Schutzbestimmungen befürchtet
In einer ausführlichen Diskussion zeigten Mitglieder des Rates die Gefährdung der Natur durch den zu erwartenden Verlust an Schutzbestimmungen auf. Insbesondere wurde auf die Ausnahmeregelung für den Gesteinsabbau verwiesen, den die Naturpark-VO von dem ansonsten bestehenden Genehmigungsvorbehalt durch die Untere Naturschutzbehörde bei Maßnahmen, die nachhaltig negative Auswirkungen auf den Schutzzweck haben, freistellt.
Trägerschaft kritisiert
Auch die Form einer GmbH als vorgesehener Träger des NP wurde kritisch hinterfragt. Es wurde nicht nur beanstandet, dass diese Trägerform den Naturschutzverbänden eine wirksame Mitarbeit nahezu unmöglich mache. Die fehlende Transparenz dieser Trägerform wurde ebenso moniert wie fehlende Möglichkeiten der Mitwirkung durch die Kommunen.
Kein „Käseglockennaturschutz“
An dieser Stelle muss noch einmal deutlich herausgestellt werden, dass es den Naturschutzverbänden keineswegs um den immer wieder bemühten „Käseglockennaturschutz“ geht. Wer die „Käseglocke“ heute noch als Argument gegen die Arbeit der Naturschutzverbände anführt, verkennt, dass die Naturschutzverbände schon lange „für Mensch und Natur“, so das NABU-Mooto, arbeiten.
Die Verantwortung, die die Naturschutzverbände dem Slogan „für Mensch und Natur“ entsprechend empfinden, war erfreulicherweise bei der Beratung über die Naturpark-VO auch im Dauner Stadtrat zu spüren.
Mehr zum Thema Naturpark finden Sie unter folgender Meldung:
Naturpark Vulkaneifel: Tragweite nicht erkannt 08.02.2007
Glaubt man den Berichten im amtl. Mitteilungsblatt der VG Daun über die Beratungen der Ortsgemeinden zum Naturpark Vulkaneifel (NP), so erfolgte die Zustimmung der ...