Biomüllschwindel: Widerstand gegen Biotüte formiert sich  14.12.2019

      Im Landkreis Vulkaneifel ein Bild aus vergangenen Tagen

Die Umsetzung des Modells Trier Plus des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Region Trier (ART) hat zur Abschaffung der seit über 2 Jahrzehnten im Landkreis Vulkaneifel etablierten Biotonne geführt. Dies hat eine riesige Entrüstung und nicht minder riesige Proteste bei den Bürgern hervorgerufen. Zwar soll nun Biogut in Tüten gesammelt und dann von den Bürgern selbst zu Sammelstellen gebracht werden, letztendlich stellt das Ganze aber einen Schritt in die Vergangenheit dar. Denn nun dürfen Bioabfälle wieder in der Restmülltonne entsorgt werden. Der Unmut der Bürger führte nun zur Gründung der „Interessengemeinschaft für den Erhalt der Biotonne in der Vulkaneifel“. Als ersten Schritt legt die IG in einem Schreiben an den Präsidenten der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, Dr. Ulrich Kleemann, ihre Beweggründe dar und zeigt die Schwachstellen des Trierer Modells und seine Unterlegenheit gegenüber der Biotonne detailliert auf. Die IG fordert daher, dem geplanten Systemwechsel die noch ausstehende Genehmigung zu verweigern.

 

Lesen Sie das Schreiben der IG an den Präsidenten der SGD Nord und klicken Sie hier.

 

Informieren Sie sich auch in früheren Beiträgen des NABU über die Hintergründe:

 

Die Biotüte im Forum Daun   29.10.2019

 

Der Biomüllschwindel   18.09.2019

 

     Entwässerungsgraben im NSG Dreiser Weiher
Entwässerungsgraben im NSG Dreiser Weiher

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) rät zu einem Paradigmenwechsel beim Wassermanagement im ländlichen Raum. „Die anhaltende Trockenheit der letzten Jahre macht es erforderlich, das Wasser in der Landschaft zu halten und Fließgewässern ausreichend Raum zu geben“, sagte Alexander Bonde, DBU-Generalsekretär bei der Jahrespressekonferenz, die erstmalig per Videokonferenz stattfand. In Zeiten von Hitze, Dürre und Starkregen, die der Klimawandel verursache, seien Anpassungen nötig. „Zielführend sind regionale Konzepte, die gemeinsam mit den betroffenen Akteuren aus Behörden, Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz erarbeitet werden. Unterstützung bieten digitale Systeme, die beispielsweise die Wasserverteilung in der Landschaft virtuell darstellen“, so Bonde. Auch die Wirkung der Energiewende auf den Wasserhaushalt müsse zukünftig berücksichtigt werden. Einer Studie zufolge werde sich der Wasserbedarf im Energiesektor bis 2050 in Deutschland um die Hälfte verringern. |mehr|

 

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