Wir erhalten Wacholderheiden durch Pflege


Wacholderheiden sind keine Naturlandschaft. Sie entstehen durch intensive Beweidung, der der das Weidevieh alle Krautpflanzen, Büsche und junge Bäume abweidet oder verbeißt und so das Aufkommen von Wald verhindert. Lediglich hartstängelige Pflanzen wie Erika und stachelige wie Wacholder werden verschmäht.

 

Früher waren Heiden in der Eifel weit verbreitet. Auf den Bildern früherer Maler ist die Eifel zumeist als karge, heidenreiche aber baumlose Gegend dargestellt. Nach dem weitgehenden Wegfall der offenen Weidewirtschaft und Schäferei konnten Büsche und Bäume Fuß fassen, Heide und Wacholder überwachsen und so letztendlich verdrängen. Dem wirken wir entgegen durch Entbuschung der Heiden.

 

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     Entwässerungsgraben im NSG Dreiser Weiher
Entwässerungsgraben im NSG Dreiser Weiher

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) rät zu einem Paradigmenwechsel beim Wassermanagement im ländlichen Raum. „Die anhaltende Trockenheit der letzten Jahre macht es erforderlich, das Wasser in der Landschaft zu halten und Fließgewässern ausreichend Raum zu geben“, sagte Alexander Bonde, DBU-Generalsekretär bei der Jahrespressekonferenz, die erstmalig per Videokonferenz stattfand. In Zeiten von Hitze, Dürre und Starkregen, die der Klimawandel verursache, seien Anpassungen nötig. „Zielführend sind regionale Konzepte, die gemeinsam mit den betroffenen Akteuren aus Behörden, Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz erarbeitet werden. Unterstützung bieten digitale Systeme, die beispielsweise die Wasserverteilung in der Landschaft virtuell darstellen“, so Bonde. Auch die Wirkung der Energiewende auf den Wasserhaushalt müsse zukünftig berücksichtigt werden. Einer Studie zufolge werde sich der Wasserbedarf im Energiesektor bis 2050 in Deutschland um die Hälfte verringern. |mehr|

 

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