Wehr am Sangweiher wird ertüchtigt 28.10.2025
Der Präsident der SGD-Nord, Wolfgang Treis, übergibt den Förderbescheid an die NABU-Daun Vorstandsmitglieder Anne Ruth Windscheif und Georg Möhnen.
Groß war vor einigen Jahren das Entsetzen als der Sangweiher von heute auf morgen komplett ausgelaufen war. Eine Katastrophe für die Lebewesen im Wasser, deren Lebensraum regelrecht weggelaufen war, wie auch für die abertausend Kleinstlebewesen im Boden unter der Wasserfläche. Ihr Lebensraum backte unter der heißen Sonneneinstrahlung zu einer lebensfeindlichen, undurchdringlichen harten Schicht zusammen. Ursache waren Fehler bei dem über 30 Jahre zurückliegenden Bau des Wehrs.
Als Sofortmaßnahme gelang es, den Schieber des Wehrs so weit abzusenken, dass sich das Wasser wieder zu der heutigen Höhe aufstauen konnte. Allerdings ließ sich die Wasserhöhe nicht mehr mit dem Schieber im erforderlichen Maße regulieren. Genau dies aber – große Schlickflächen im Frühjahr und Herbst zur Zugzeit für die Watvögel durch Absenken des Schiebers und eine große Wasserfläche während der übrigen Zeiten für die Wasservögel durch Hochfahren des Schiebers – war von größter Bedeutung für die Vogelwelt des Sangweihers.
Die NABU-Gruppe Daun bemühte sich in der Folgezeit um eine Verbesserung. Die Voraussetzung, diese Verbesserung zu schaffen, übergab der Präsident der SGD-Nord Wolfgang Treis den Vorstandsmitgliedern Anne-Ruth Windscheif und Georg Möhnen als Vertreter der NABU-Gruppe Daun in Form eines Bewilligungsbescheids über Fördermittel des Landes Rheinland-Pfalz in Höhe von rund 29.500 €. Zeitig im kommenden Frühjahr soll die Ertüchtigung des Wehres vorgenommen werden.
Die NABU-Gruppe Daun freute sich darüber hinaus über eine Vergrößerung des NSG Sangweiher. Mit Hilfe des Flächenmangements der Bodenordnung in Verbindung mit Ersatzzahlungen des Umweltministeriums
war die geschützte Fläche vergrößert und 2014 eigentumsmäßig neu geordnet worden. Waren in der alten Rechtsverordnung von 1983 15,57 ha schutzbedürftige Fläche als Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen worden, umfasst die neue Verordnung vom April 2025 nunmehr 49,17 ha.
Die Entwicklung am Sangweiher zeige durch das Zusammenspiel von engagiertem Ehrenamt, fachlicher Begleitung und staatlicher Unterstützung beispielhaft wie erfolgreicher Naturschutz funktioniere hob der SGD-Präsident in seinem Grußwort hervor.
2025 wurde das Naturschutzgebiet auf rund 50 ha vergrößert