Dürres Maar: Mehr Blumenwiesen für den Hochmoor-Perlmutterfalter
05.12.2014
Das Rodungsmaterial wird vom Maarrand
abtransportiert
Das Dürre Maar beherbergt auf seinen Moorflächen mit dem Hochmoor-Perlmutterfalter einen der seltensten Schmetterlinge in Rheinland-Pfalz. Neben dem Dürren Maar kommt er nur noch an drei weiteren Standorten in RLP vor, darunter am Strohner Märchen und am Mürmes. Der Falter selbst ernährt sich von Nektar, den auf blütenreichen Wiesen in der Nähe von Mooren saugt. Solch blütenreiche Wiesen fand er immer weniger im Bereich des Dürren Maares. Zuletzt nur noch auf einem schmalen Grünlandstreifen an der Südseite des Moores. In dieser Woche nun wurden Pflegemaßnahmen durchgeführt, die die Basis zur Verbesserung der Lebensbedingungen des Falters legen.
Mehr Blüten für Schmetterlinge
Direkt an das Moor angrenzend, z.T. sogar im Moor selbst, hatten sich Gehölze ausgebreitet. Der Gehölzaufwuchs auf dem nördlichen und östlichen Maarwall wurde gerodet und aus dem Moorbereich entfernt. Die Weiterverarbeitung zu Hackschnitzeln folgt als nächstes. Der gerodete Streifen wird nun zu Grünland mit blütenreichen Wiesen entwickelt. Dort kann der Falter künftig die von ihm benötigten Nektarpflanzen vorfinden. Eine extensive Beweidung wird die Flächen dauerhaft offenhalten.
Mehr Wasser fürs Moor
Die bisher vorhandenen Nadelgehölze hatten sich nicht nur durch kräftiges Aussamen negativ auf das Moor ausgewirkt. Sie hatten dem Moor vor allem große Mengen Wasser entzogen – das Lebenselexier eines jeden Moores. Das Roden der Gehölze wird sich positiv auf den Wasserhaushalt des Moores auswirken, mit weiteren positiven Auswirkungen auf das Wachsen der moortypischen Pflanzen. Begünstigt wird dadurch allem die Moosbeere. Diese wiederum benötigt der Hochmoor-Perlmutterfalter zur Eiablage und als Futterpflanze für seine Raupen.
Fortführung der Arbeiten in 2015
Im Spätwinter 2014/15 wurden die Arbeiten fortgeführt. Die gerodeten Bereiche wurden gemulcht. So kann sich die erwünschte
Grünlandvegetation leicht dort ausbreiten.
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