Engagierter Boverather stoppt Wasserablassen am Maubachweiher 06.08.2013
Maubachweiher
Dem engagierten Eingreifen des Naturfreundes und stellvertretenden Ortsvorsteher des Dauner Stadtteils Boverath, Achim Lange, ist es zu verdanken, dass vom Maubachweiher vorerst nicht noch mehr Wasser abgelassen wird. Das Ablassen des Wassers ist das Ergebnis eines Ortstermins verschiedener Behörden mit dem Eigentümer. Behördlicherseits wurde dabei argumentiert, dass technische Untersuchungen und Berechnungen Sicherheitsdefizite des über 100 Jahre alten Dammes offenbart hätten. Aus diesem Grund sollte der Wasserspiegel um zwei Meter gesenkt werden.
Das offenbar abrupt vorgenommene Absenken des Wasserspiegels hatte zur Folge, dass verschiedene Wasserlebewesen keine Möglichkeiten mehr hatten, sich an die veränderten Wasserverhältnisse anzupassen. Teichmuscheln lagen plötzlich im Freien, Kaulquappen drohten in abgeschnittenen Untiefen zu vertrocknen. Dank der Intervention von Herrn Lange beim Eigentümer des Maubachweihers wurde das Ablassen des Wassers vorerst gestoppt.
Warum man in einer Zeit, in der manche Amphibien ihren Entwicklungszyklus im Wasser noch nicht abgeschlossen hatten, derart rapide und ohne jegliche Schutzmaßnahmen zu ergreifen, den Wasserspiegel so stark senkt , ist völlig unverständlich. Offen ist auch noch das weitere Schicksal des Weihers. Wenn er schon aus Sicherheits- und Kostengründen nicht in der jetzigen Größe zu erhalten ist, wäre es dennoch wünschenswert, wenn der Weiher nicht als Ganzes verschwinden würde.
Seine Existenz hat der Maubachweiher der Versorgung früherer Dampflokomitiven mit Wasser zu verdanken. Dazu ließ die damalige Reichsbahn Ende des 19. Jahrhunderts den Maubach bei Boverath zu einem Weiher aufstauen. Von diesem Wasserreservoir leitete eine Versorgungsleitung das Wasser zum Bahnhof Daun.