LSG Strohner Schweiz soll aufgehoben werden 07.07.2006

             LSG Strohner Schweiz mit Wartgesberg im Bereich Sprink

Seit 1938 sind der Wartgesberg und die umgebende Strohner Schweiz als Landschaftsschutzgebiet (LSG) ausgewiesen. Der damals bereits vorhandene Lavaabbau am Wartgesberg liegt zwar innerhalb der LSG-Grenzen, durfte jedoch unberührt von den Schutzbestimmungen fortgeführt werden.

 

Geplante Erweiterung des Lavaabbaus wird verschwiegen

Inzwischen ist das Lavavorkommen in den zugelassenen Grenzen weitestgehend ausgebeutet. In den angrenzenden, landschaftsgeschützten Bereichen steht jedoch noch umfangreich Lava an. In ihnen soll nach dem Willen der Betreiber und der am Bruchzins verdienenden Gemeinde nun der Abbau fortgeführt werden. Dem allerdings steht bisher die LSG-Rechtsverordnung (VO) entgegen.

 

Eigenartig! Urplötzlich „entdeckte“ Anfang des Jahres die Kreisverwaltung Vulkaneifel, dass „insbesondere die erhebliche Veränderung des Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes in diesem Bereich“ Gründe seien, die LSG-VO aufzuheben. Von der Erweiterung des Lavaabbaues im Schreiben an die Naturschutzverbände kein einziges Wort!

 

Unzutreffende Begründung

Die Begründung der KV „erhebliche Veränderung des Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes“ ist nachweislich falsch! Außer dem bereits seit 1938 zugelassenen Lavaabbau gibt es in dem Gebiet keine gravierenden Veränderungen. Die Schutzwürdigkeit ist nach wie vor gegeben, die Absicht, die LSG-VO aufzuheben, mithin nicht begründet. Die von der KV geplante Aufhebung des LSG Strohner Schweiz und Wartgesberg lehnen wir daher ab.

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