Rohstoffplanung: NABU nimmt Stellung

 

20.10.2018 Um im Hinblick auf die Rohstoffplanung im Landkreis Vulkaneifel mit einer Stimme zu sprechen, hatte der NABU seine Vorstellungen in die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft Dauner Naturschutzverbände (AGNV) eingebracht. Gemeinsam mit 5 anderen Naturschutzverbänden gelang es, einvernehmlich Grundsätze für den Lava- und Basaltabbau aufzustellen. Seit einiger Zeit jedoch wird zunehmend deutlich, dass die AGNV die gemeinsam festgelegten Positionen aufgibt und Positionen vertritt, die nicht vom NABU geteilt werden. Die beiden NABU-Gruppen Daun und Kylleifel haben daher zu dem im Rahmen des Lösungsdialogs Rohstoffplanung im LK Vulkaneifel vorgestellten agl-Konzeptvorschlag eine eigene Stellungnahme zum erstellt.

 

Der agl-Konzeptvorschlag geht von 46 Rohstoffpotenzialflächen aus, die nach Ansicht des Landesamtes für Geologie und Bergbau (LGB) für den Lava- und Basaltabbau geeignet sind. Bei 13 dieser Flächen sieht der Vorschlag keinerlei Rohstoffabbau vor. Bei weiteren 14 wird die Rohstoffgewinnung auf den bisher genehmigten Bereich begrenzt. Für die künftige Rohstoffgewinnung werden insgesamt 19 Flächen vorgeschlagen (Vorranggebiete für die Rohstoffgewinnung, Vorranggebiete für die vorsorgende Rohstoffsicherung und Vorbehaltsgebiete für die vorsorgende Rohstoffsicherung).

 

Darüber hinaus weist der Vorschlag einen Bereich aus, in dem der Rohstoffabbau künftig grundsätzlich ausgeschlossen wird. Bei der Ausweisung der Flächen für die Rohstoffgewinnung wird zudem deren Konzentration auf bereits stark vorgeschädigte Bereiche angestrebt. Wir erachten den Konzeptvorschlag daher trotz seiner formalen bzw. redaktionellen Unstimmigkeiten als einen insgesamt diskussionswürdigen aber noch verbesserungsbedürftigen Vorschlag.

 

Zur vollständigen NABU-Stellungnahme als pdf geht es hier.

 

Zum agl-Konzeptvorschlag als pdf geht es hier.

 

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