Aktuelles rund um das Motto des NABU

 

             "Für Mensch und Natur"

 

 Buckelwal "Timmy": Ein Weckruf für den Meeresschutz

 26.04.2026

Springender Buckelwal
Springender Buckelwal

Wenn ein Buckelwal seinen Weg in die Ostsee findet, sorgt das für große Aufmerksamkeit. Doch so außergewöhnlich diese Begegnung ist, sie erzählt eine größere Geschichte – über den Zustand unserer Meere, die zunehmenden Risiken für Wale und Delfine und den dringenden Handlungsbedarf im Meeresschutz.

 

Für Whale and Dolphin Conservation (WDC), die international führende Wal- und Delfinschutzorganisation, ist der Buckelwal in der Ostsee kein isoliertes Ereignis, sondern ein sichtbares Zeichen tiefgreifender Veränderungen in den Ozeanen. Veränderungen, die maßgeblich vom Menschen verursacht sind – und die politische Antworten verlangen.

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Quelle: Sonnenseite

 

So viele Weißstörche wie noch nie    11.04.2026

Weißstorchpaar beim Begrüßungsritual
Weißstorchpaar beim Begrüßungsritual

An dem Mythos des Kinder bringenden Klapperstorchs gemessen, müsste Deutschland einen Babyboom erleben. Es gibt laut jüngster Bilanz vermutlich so viele Weißstörche wie noch nie. Zwar ist noch unklar, wie stark die Vogelgrippe die Population reduziert hat – Experten erwarten aber keinen Einbruch. Der Großvogel ist sehr anpassungsfähig. Seine langanhaltende Verehrung durch die Menschen und neue Nahrungsquellen etwa im Zuge der Landwirtschaft erleichtern dem Weißstorch das Leben.

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Quelle: GEO 

 

       Zum Vorteil von Schaf und Schäfer   07.04.2026

Hier schützen Herdenschutzhunde die Schafherde
Hier schützen Herdenschutzhunde die Schafherde

Jahrelang waren Wölfe in Deutschland ein seltener Anblick. Nach Zahlen des Bundesamts für Naturschutz (BfN) wächst die Population jedoch seit einiger Zeit – von 128 Rudeln im Jahr 2019 auf nun 219 bestätigte Rudel 2025. Ein aktueller Vorfall, bei dem ein Wolf eine Frau in einer Einkaufspassage in Hamburg-Altona gebissen hat, sorgt derweil für intensive Debatten über den Umgang mit Wölfen. Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit 125.000 Euro geförderte Startup Pax Lupus aus Wismar hat derweil ein autonomes System entwickelt, das in freier Natur Wolfs- und Herdenschutz zugleich ermöglicht: Eine mobile Anlage vertreibt Wölfe mit Drohnen, ohne die Tiere zu schädigen. |mehr|

Quelle: DBU

 

          Raffinierte Rettungsaktion   02.04.2026

Feldhamster in seinem Lebensraum
Feldhamster in seinem Lebensraum

Feldhamster sind vom Aussterben bedroht und vielerorts bereits aus der Natur verschwunden. Letzte Chance für den Erhalt der Art ist die Nachzucht. Das ist bei den Einzelgängern gar nicht einfach.

 

Der Flirt kann für das Männchen unter Umständen böse ausgehen. »Ich muss vorwarnen, Hamster sind nicht ohne. Wenn wir die gleich zusammensetzen, kann es auch sein, dass sie sich mal fetzen«, sagt der Tierpfleger Jörg Kritschker.

 

Einen Paarungskandidaten hat es im Vorjahr übel erwischt. »So richtig verbissen, so schnell kam ich auch gar nicht dazwischen«, schildert der Tierpfleger. Zwei »Macken«, die das Weibchen hinterlassen hat, mussten in der Tierarztpraxis genäht werden.

 

Sichtbare Verletzungen sind aber die Ausnahme. Um den Stress der Tiere zu reduzieren, geht das Team nach einem Stufenplan vor. Die Nachzucht hier im Münsterland und anderswo soll den Erhalt der vom Aussterben bedrohten Art sichern. |mehr|

Quelle: Spektrum.de

 

             Natur wiederherstellen   17.03.2026

Entwässertes Niedermoor
Entwässertes Niedermoor

Der NABU warnt Bund und Länder eindringlich, das Gesetz zur Wiederherstellung der Natur auszubremsen. Stattdessen sollte die Umsetzung entschlossen vorangebracht werden, fordert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger anlässlich des Deutschen Naturschutztags in Berlin. Mehr als 80 Prozent der Lebensräume in Europa befinden sich in einem schlechten Zustand. „Europas Natur steckt in einer historischen Krise und dieses Gesetz ist eines der zentralen Instrumente, um sie zu stoppen“, sagt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. |mehr|

 

     Keine Essensreste für Wölfe   14.03.2026

Ruhender Wolf
Ruhender Wolf

In der Lausitz-Stadt Spremberg locken Essensreste auf Komposthaufen trotz erster Abschreckungsversuche immer wieder Wölfe an. Das Landesamt für Umwelt sieht die Gefahr, dass sich die Tiere zunehmend an den Menschen gewöhnen und ruft die Bevölkerung wiederholt auf, Futterquellen zu beseitigen. «Es ist ein aufwendiger Fall, den wir so bislang nicht hatten», sagte der Referatsleiter für Artenschutz beim Landesamt für Umwelt (LfU), Lars Lachmann. |mehr|

Quelle: proplanta

 

          Rosa Bussard in Bonn   27.01.2026

Ein natürlich gefärbter Mäusebussard
Ein natürlich gefärbter Mäusebussard

Seit Ende November 2025 wird immer wieder ein rosafarbener Mäusebussard im Bonner Norden gesichtet. Die Färbung ist zweifellos nicht natürlich und es ist auch keine Möglichkeit erkennbar, wie der Vogel versehentlich zu seinem "Anstrich" gekommen sein könnte. Da das ansonsten putzmuntere Tier voll flugfähig ist, kann es sich nicht um Sprühlack handeln, der das Gefieder verkleben würde. Es muss eine Farbe sein, wie sie auch von Geflügelhaltern zum Markieren von Hühnern oder Tauben verwendet wird. Die wahrscheinlichste Erklärung ist, dass sich der Greifvogel in einen Hühnerstall verflogen hat und dann - statt vom Tierhalter erschlagen zu werden - eingesprüht und wieder freigelassen wurde. |mehr|

Quelle: Komitee gegen den Vogelmord

 

            Jagd ohne Blei jetzt  26.01.2026

Immer wieder vergiften sich Greifvögel bei der Aufnahme von Aas
Immer wieder vergiften sich Greifvögel bei der Aufnahme von Aas
Die Jagd mit bleihaltiger Munition hat auf vor allem auf große und oftmals seltene Greifvogelarten entsetzliche Auswirkungen. Diese sind schon lange bekannt und gut dokumentiert. Arten wie zum Beispiel Stein- und Seeadler, Rotmilan und Mäusebussard nehmen das extrem starke Gift über Kugelgeschossfragmente in bei der Jagd im Wald zurückgelassenen Aufbruch auf. Und auch für die seit Juni 2021 ausgewilderten Bartgeier stellt bleihaltige Munition die größte Gefahr dar. |mehr|

Quelle: LBV 

 

   Milliardärsvermögen auf Rekordniveau   22.01.2026

Im Jahr 2025 ist das Vermögen von Milliardär*innen dreimal so schnell gewachsen wie in den Jahren davor. Seit 2020 hat es inflationsbereinigt um mehr als 80 Prozent zugelegt. Das zeigt der Bericht „Resisting the Rule of the Rich, den die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam zu Beginn des Weltwirtschaftsforums in Davos veröffentlicht. Gleichzeitig lebt fast die Hälfte der Menschheit in Armut. Die politische Macht von Superreichen setzt die Demokratie zunehmend unter Druck. Oxfam fordert die Bundesregierung auf, Superreiche angemessen zu besteuern, in soziale Gerechtigkeit zu investieren sowie Mittel für Entwicklungszusammenarbeit wieder zu

erhöhen. |mehr|

Quelle: Oxfam

 

         Jäger fängt illegal Greifvögel   16.09.2025

Habicht mit Beute
Habicht mit Beute

Mitarbeiter des Vereins Komitee gegen den Vogelmord haben in einem Wäldchen bei Winzer (Landkreis Deggendorf) zahlreiche Verstöße gegen jagd- und naturschutzrechtliche Bestimmungen sowie das Tierschutzgesetz dokumentiert. Neben einem Hochsitz und einer Voliere mit dutzenden Fasanen hatte ein Jäger dort mehrere illegale Tierfallen aufgestellt, darunter auch einen verbotenen Habichtfangkorb, der mit einer lebenden weißen Taube beködert war. In unmittelbarer Nähe fanden sich ein Haufen mit mehreren Kilo Schlachtabfällen sowie der Kadaver eines Rehs. Das Gebiet befindet sich mitten im Naturschutzgebiet „Donaualtwasser Winzerer Letten“.|mehr|

Quelle: Komitee gegen den Vogelmord

 

              Tod beim Sex   24.08.2025

Gottesanbeterin in typischer Haltung
Gottesanbeterin in typischer Haltung

Männchen der Gottesanbeterinnen-Art Miomantis caffra haben es nicht leicht: Wollen sie sich fortpflanzen, leben sie mit dem ständigen Risiko, auf dem Speiseplan ihrer Partnerinnen zu landen. Schlimmer noch, wie eine aktuelle Studie zeigt: Gerade die Weibchen, bei denen es besonders wahrscheinlich ist, während oder nach dem Paarungsakt angegriffen und verspeist zu werden, senden besonders verlockende Signale für die Männchen aus. Das berichten Laura Knapwerth und Nathan Burke von der Universität Hamburg im Fachmagazin »Functional Ecology« .|mehr|

 

Tausende Tonnen Braunalgen an Spaniens Stränden   27.07.2025

 

Strand auf den Kanaren
Strand auf den Kanaren

Seit Mai hat die Stadtverwaltung von Cádiz 1200 Tonnen der Alge Rugulopteryx okamurae vom beliebtesten Strand der Stadt, La Caleta, entfernt – darunter allein 78 Tonnen an einem einzigen Tag. »Wir sind völlig überfordert. Das ist eine Umweltkatastrophe«, sagt José Carlos Teruel. Das berichtet die britische Zeitung »Guardian«.»Immer wenn der Wind aus Westen kommt, wissen wir, dass die nächste Welle von Algen anrollt.«

 

Innerhalb von etwas mehr als einem Jahrzehnt hat sich die Algenart, die einst nur in Japan, China und Korea vorkam, in der Straße von Gibraltar, an großen Teilen der Südküste Spaniens, bei den Kanarischen Inseln, den Azoren sowie weiter nördlich im Kantabrischen Meer und vor dem Baskenland ausgebreitet. Vermutlich kommt sie im Ballastwasser von Schiffen, die den Suezkanal passieren und ihre Tanks im Mittelmeer entleeren, als blinder Passagier in die Region. |mehr|

Quelle: SPIEGEL Wissenschaft

 

     Erster Goldschakalnachweis in RLP   06.06.2025

Goldschakal
Goldschakal

In der vergangenen Woche ist erstmals ein Goldschakal in Rheinland-Pfalz nachgewiesen worden. Eine Fotofalle im Pfälzerwald lieferte den eindeutigen Beleg für das Auftauchen der scheuen Wildtierart. Bereits seit einiger Zeit hegten Expertinnen und Experten der Landesbehörden die Vermutung, dass sich das Tier auch in Rheinland-Pfalz aufhalten könnte – nun liegt der erste klare Nachweis vor. „Das Auftauchen dieses Wildtiers ist ein Zeichen für ökologische Vielfalt und es zeigt, dass unsere Landschaft intakte Lebensräume bietet, um Wildtieren eine neue Heimat geben zu können“, so Umweltministerin Katrin Eder.

 

In Deutschland ist der Goldschakal schon seit einigen Jahren häufiger gesichtet worden. Von Österreich kommend ist er bereits bis nach Schleswig-Holstein dokumentiert. In Baden-Württemberg wurde in den vergangenen Jahren sogar die Vermehrung dieser Art nachgewiesen. Auch im Nordelsass gab es Nachweise. |mehr|

 

 Kooperieren oder nicht kooperieren?   24.05.2025

Gänsegeier im Suchflug
Gänsegeier im Suchflug

Allein oder nicht allein, das ist hier die Frage – nicht nur Hamlet steht vor großen Fragen, auch Wildtiere müssen täglich Entscheidungen treffen, die für ihr Überleben entscheidend sind. In einer Fallstudie modellierten Forschende der GAIA-Initiative, ob ein Informationsaustausch unter Weißrückengeiern (Gyps africanus) dem Einzeltier bei der Nahrungssuche mehr Vor- als Nachteile bringt. Sie fanden heraus, dass soziale Strategien insgesamt vorteilhafter sind als nicht-soziale Strategien, dass aber Umweltbedingungen wie die Dichte von Geiern und Kadavern in der Landschaft starken Einfluss darauf haben, welche Strategie zu den besten Ergebnissen führt. |mehr|

Quelle: IZW

 

   Bunte Vögel haben es in der Stadt leichter   16.04.2025

Blaumeise
Blaumeise

Von wegen graue Stadt: Vögel mit auffälligem Federkleid kommen laut einer Studie im urbanen Raum besser zurecht als ihre Verwandten mit schlichtem braunem Gefieder.

 

Sei es eine Blumenwiese oder ein Obstbaum im Mai: Kräftige Farben assoziieren die meisten Menschen eher mit der Natur als dem innerstädtischen Raum. Da liegt der Gedanke nahe, dass auch die urbane Tierwelt in eher simplen Farben erscheint. Ein Forschungsteam der Universität Granada und des Max-Planck-Instituts für biologische Intelligenz fand nun in einer gemeinsamen Studie jedoch heraus , dass dies zumindest für Vögel nicht gilt. Stattdessen heißt es in der Stadt: Je bunter eine Spezies ist, desto leichter hat sie es. |mehr|

Quelle: SPIEGEL Wissenschaft

 

      Kompensation mit Verstand   28.02.2025

Zugegeben: Frühlingshaft und idyllisch mutet das abgelichtete Stück Land noch nicht an. Gleichwohl wächst hier ein Lebensraum für den Steinkauz und eine ganze Lebensgemeinschaft heran. Das Grünland und die Obstbäume sind die Kompensation für die im Zuge eines Radwegebaus verursachten Eingriffsfolgen in Natur und Landschaft. Für die Pflege der Obstbäume sorgt, mit dem Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen vertraglich vereinbart, die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE). Zunächst musste sie aber einen grundlegenden Missstand korrigieren und mit einem gutgesetzten Gehölzschnitt die Obstbäume in die gewünschte Form bringen. Gepflanzt hatte man nämlich fälschlich Bäume mit säulenartigem Habitus. Jetzt, nach einigen Jahren der Pflege endlich, gewinnen die Kronen an Breite, so dass darin wohl auch bald eine Steinkauzniströhre befestigt werden kann. |mehr|

Quelle EGE

 

    Lückenschluss beim NP Schwarzwald   26.02.2025

Auf der Karte ist die Lücke gut zu erkennen
Auf der Karte ist die Lücke gut zu erkennen

Der Nationalparkrat hat mit großer Mehrheit grünes Licht für die Erweiterung des Nationalparks Schwarzwald gegeben. Zehn der elf im Rat vertretenen Gemeinden stimmten dem Lückenschluss zwischen den beiden Teilgebieten des Nationalparks zu. Einzig die Gemeinde Baiersbronn sprach sich dagegen aus. Damit wurde der Weg für die geplante Erweiterung des Schutzgebiets freigemacht.

 

Die Entscheidung fiel am Freitag während einer Sitzung des Nationalparkrats auf dem Ruhestein. In einer bemerkenswerten Mehrheit stimmten die Kreise Rastatt, Ortenau und Freudenstadt sowie die Städte und Gemeinden Oppenau, Ottenhöfen, Seebach, Bad Peterstal-Griesbach, Bühl, Baden-Baden und Forbach für den Lückenschluss. Nur Baiersbronn votierte mit Nein, nachdem sich der dortige Gemeinderat in seiner Sitzung mit knapper Mehrheit gegen die Erweiterung ausgesprochen hatte. |mehr|

Quelle: schwarzwald-aktuell.eu

 

    Tiere als Landschaftsgestalter   24.02.2025

Biberteich mit Burg
Biberteich mit Burg

Schon Charles Darwin erkannte: Erdwürmer bewegen jede Menge Erde. Auch andere Tiere graben Löcher, tragen Hügel zusammen und verändern Flüsse. Ihr Einfluss kommt dem großer Überschwemmungen gleich.

 

Mit Baggern, Bulldozern und Planierraupen verändern Menschen die Landschaft - aber sie sind nicht die einzigen. Auch Tiere agieren als Architekten und Landschaftsplaner. Biber schaffen ganze Feuchtgebiete, Termiten erbauten meterhohe Hügel, Lachse formen Flussbette um. Wie sehr sie die Erdoberfläche gemeinschaftlich umgestalten, haben sich Forschende der Queen Mary University of London nun erstmals für eine Studie angeschaut. |mehr|

Quelle: GEO

 

        Bartgeier im Aufwind   23.02.205

Bartgeier haben sich auf Knochen spezialisiert
Bartgeier haben sich auf Knochen spezialisiert

Die Schweizerische Vogelwarte, die Stiftung Pro Bartgeier und die Abteilung Conservation Biology der Universität Bern haben eine Studie durchgeführt, um die Demografie des Bartgeiers in den Alpen besser zu verstehen. Was besonders erfreulich ist: Die Studie geht davon aus, dass sich unter den aktuellen Bedingungen die Alpenpopulation in zehn Jahren verdoppeln wird.

 

Diese Zunahme ist aber alles andere als gesichert: Schon bei nur neun zusätzlichen Todesfällen pro Jahr schrumpft der Bestand bereits wieder. Darum ist es besonders wichtig, potenzielle Todesursachen zu beseitigen. Dazu gehören Kollisionen mit Leitungen und Windenergieanlagen, Vergiftungen, illegale Abschüsse sowie Störungen am Brutplatz. |mehr|

Quelle: Naturschutz.ch

   

   Strengere Regeln für Tiertransporte?   22.02.2025

Schweine im Tiertransporter
Schweine im Tiertransporter

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat der EU-Kommission ein Eckpunktepapier zur Regulierung von Tiertransporten in Drittstaaten vorgelegt. Ziel ist es, die Ausfuhr lebender Tiere aus Deutschland an klare Tierschutzstandards zu knüpfen. Bundesminister Cem Özdemir betont, dass Transporte nur noch erlaubt sein sollen, wenn Zielländer und Transitländer sich in einer Vereinbarung zur Einhaltung definierter Mindestanforderungen verpflichten.

 

Hintergrund sind wiederkehrende Skandale um Langstreckentransporte, bei denen Tiere unter schlechten Bedingungen reisen, oft unzureichend versorgt werden und schlimmstenfalls qualvoll verenden. |mehr|

Quelle: Deutscher Naturschutzring

 

  Rückwärtsgewandt statt Visison   18.02.2025

Umbruch wertvollen Grünlandes zum Acker
Umbruch wertvollen Grünlandes zum Acker

Am 19. Februar 2025 will die EU-Kommission offiziell ihre Vision der EU-Landwirtschafts- und Ernährungspolitik vorstellen. Das Papier gilt als Blaupause für die Regeln für Landwirtschaft und Agrarindustrie und für die Verteilung der Agrarsubventionen von 2028 bis 2034. Die nun geleakte Version des Papiers bewertet die Deutsche Umwelthilfe (DUH) als rückwärtsgewandt.

 

Die vorab bekannt gewordene Version der EU-Kommission kommentiert DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner: |mehr|

Quelle; DUH

 

    Tiefgreifender als angenommen   17.02.2025

Pestizideinsatz auf Getreideacker
Pestizideinsatz auf Getreideacker

Pflanzenschutzmittel werden vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt, um Schädlinge zu kontrollieren. Dabei können sie jedoch auch viele nützliche Tier-, Pflanzen- und Pilzarten schädigen, die gar nicht Ziel der Bekämpfung sind. Wie tiefgreifend und bislang unbekannt die tatsächliche Wirkung unterschiedlicher Pestizide auf eine Vielzahl an Organismengruppen ist, zeigt eine internationale Metastudie unter Beteiligung des Leibniz-Instituts zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB). Die Synthese aus 1.705 Arbeiten wurde im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht.

 

Mit steigender Nachfrage nach Nahrungsmitteln und der zunehmenden Resistenz von Schädlingen gegen Pflanzenschutzmittel werde eine verbesserte Risikobewertung benötigt, betonen die Autoren der Studie. Pflanzenschutzmittel können inzwischen in fast allen Ökosystemen in vielfältigen Mischungen und Konzentrationen nachgewiesen werden. Doch waren die Erkenntnisse zur Wirkung auf Nichtzielorganismen bislang nicht umfassend verfügbar. |mehr|

Quelle: Natur und Landschaft

 

      Völlig neue Ökosysteme entdeckt   16.02.2025

Gewächshaus in Gärtnerei
Gewächshaus in Gärtnerei

Beheizte Gewächshäuser gehören zu den besonderen Highlights Botanischer Gärten. Doch neben exotischen Pflanzenarten beherbergen sie oft weitere Bewohner. Darunter auch unerwünschte.

 

Ein Nachwuchsforscher der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist nun in 24 Gewächshäusern in Berlin und Brandenburg auf Pirsch gegangen – und hat 32 nichtheimische Arten von tropischen und subtropischen Insekten, Würmern und anderen wirbellosen Arten entdeckt. Die größte Gruppe der heimlichen Bewohner stellen die Ameisen mit 14 verschiedenen Spezies. Die Ergebnisse hat der erst 19-jährige Absolvent eines Freiwilligen Ökologischen Jahrs (FÖJ) Elias Freyhof nun im Fachblatt "Contributions to Entomology" veröffentlicht. |mehr|

Quelle: GEO

 

     Schwere Zeiten fürden Wolf   15.02.2025

Herdenschutzhund bewacht eine gemischte Herde
Herdenschutzhund bewacht eine gemischte Herde

Auf diese Meldung hat Wildtier-Expertin Christiane Schröder schon lange gewartet. Wie das Landesamt für Umwelt (LfU) jetzt auf einer Webseite mitteilt, sind die registrierten Wolfsrisse an Nutztieren im vergangenen Jahr in Brandenburg um rund 40 Prozent zurückgegangen.

 

«Das sind mit etwas über 1.000 Wolfsrissen immer noch zu viele, der Rückgang zeigt aber, dass die Schutzmaßnahmen der Tierhalter wirken», sagt die Biologin, die Wölfe in Brandenburg viele Jahre beobachtet hat und Geschäftsführerin des Naturschutzbunds (Nabu) in Brandenburg ist. Nach Zahlen des LfU hat es im vergangenen Jahr 279 Angriffe auf Nutztiere gegeben, 79 weniger als 2023. Die Zahl der Wolfsrisse verringerte sich sogar um 418 auf 1.047. Einen so starken Rückgang der Tierschäden hat es in Brandenburg seit ihrer Registrierung im Jahr 2007 nicht gegeben. |mehr|

Quelle: proplanta

 

 Wahlprogrammanalyse per Mausklick   09.02.2025

Wähler bei der Stimmabgabe in München 2008
Wähler bei der Stimmabgabe in München 2008

Der Deutsche Naturschutzring (DNR) hat die Wahlprogramme der Parteien CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP, Linke, BSW und AfD zur Bundestagswahl 2025 im Hinblick auf die grundlegenden Positionen des DNR analysiert. Der Fokus lag auf diesen Parteien, da sie entweder bisher im Bundestag vertreten waren oder laut Umfragen voraussichtlich einziehen werden.

 

Innerhalb von 10 Kapiteln wurden zentrale Themenbereiche herausgearbeitet, zum Beispiel die Position zu 100 Prozent Erneuerbare, zu Tierschutz oder der Förderung des öffentlichen Personenverkehrs. Was steckt an Aussagen in den Wahlprogrammen und in welchem Ausmaß überschneiden sie sich mit den Positionen des DNR? |mehr|

Quelle: DNR

 

      Gegen die Naturkrise   07.02.2025

Dern Distelfalter erbringt unglaubliche Flugleistungen
Dern Distelfalter erbringt unglaubliche Flugleistungen

Die Vielfalt der Natur ist bedroht: Nur noch etwa ein Viertel der für Deutschland typischen Biotope gilt als ungefährdet. In nur 50 Jahren sind die weltweiten Bestände an Säugetieren, Vögeln, Reptilien und Amphibien um fast 70 Prozent geschrumpft. Die Vielfalt der Lebensräume, der Arten, und ihre genetischen Variationen verschwinden aktuell so schnell, dass es als das sechste Massenaussterben auf unserem Planeten bezeichnet wird – verursacht durch den Menschen.

 

Es ist ein so komplexes System, dass wir nie genau wissen können, ob wir auf ein Element ohne verheerende Verluste verzichten können. Aber wir wissen genug, um zu erkennen: Es ist ein System, das wir nicht weiter aufs Spiel setzen können, ohne uns selbst zu schaden. Wir wissen genug, um zu handeln.|mehr|

 

    Genetische Vielfalt nimmt ab   05.02.2025

Selbst beim häufigen Haussperling geht die genetische Vielfalt zurück
Selbst beim häufigen Haussperling geht die genetische Vielfalt zurück

Die genetische Vielfalt von Tieren, Pflanzen und Pilzen nimmt weltweit ab. Doch zielgerichtete Schutzmaßnahmen sind oft wirksam und können zur Erhaltung bedrohter Arten und ihrer genetischen Diversität beitragen. Das ist das Ergebnis der bislang umfassendsten globalen Metaanalyse zur genetischen Vielfalt, die nun in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurde. Mithilfe neuer Methoden wertete ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Universität Freiburg Daten zu hunderten verschiedenen Arten aus mehr als drei Jahrzehnten aus.

 

Bei rund zwei Drittel der untersuchten Populationen ließ sich ein Rückgang der genetischen Diversität nachweisen. Das kann negative Auswirkungen auf die Fitness einzelner Individuen und ganzer Populationen haben. Denn genetische Vielfalt sichert die langfristige Überlebensfähigkeit von Arten, indem sie Anpassungen an zukünftige Umweltveränderungen ermöglicht. Außerdem fördert eine hohe genetische Vielfalt die Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen, die wiederum lebenswichtige Dienstleistungen für die menschliche Gesellschaft bereitstellen. |mehr|

Quelle NATUR und LANDSCHAFT

 

    Forscher bitten um Mithilfe   04.02.2025

Neu in Deutschland: Caenoplana variegata
Neu in Deutschland: Caenoplana variegata
Mehrere tropische Wurmarten wurden schon in Deutschland entdeckt. Nun eine weitere: Caenoplana variegata. Forschende warnen, sie könnte die Bodenfruchtbarkeit gefährden

Kleinenbroich ist als Wahlheimat tierischer Exoten bislang kaum in Erscheinung getreten. 2023 hat sich das geändert. In diesem Jahr tauchte in einem Garten in der Ortschaft nahe dem nordrhein-westfälischen Mönchengladbach – erstmals in Deutschland – ein sehr besonderer Wurm auf. Caenoplana variegata ist bis zu 20 Zentimeter lang, trägt eine charakteristische gelbe Linie auf dem Rücken, sondert giftigen Schleim ab – und frisst Fleisch. Darunter Regenwürmer, Schnecken und Kellerasseln. |mehr|

Quelle: GEO

 

   Zum UN-Welttag der Feuchtgebiete   02.02.2025

Pietzmoor in Niedersachsen
Pietzmoor in Niedersachsen

Im Klimaschutz haben Moore als Kohlenstoffspeicher eine enorme Bedeutung. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch: Trockengelegte Moore geben große Mengen Treibhausgase frei. Ein Beispiel ist das Rote Moor in der Rhön, das nach jahrzehntelangem Torfabbau von zunehmender Trockenheit und sinkendem Grundwasserspiegel bedroht ist. 2023 starteten umfangreiche Arbeiten für seine Wiedervernässung, inzwischen steht das Wasser bis zur maximalen Anstauhöhe. «Dadurch entstehen an verschiedenen Stellen bei hohen, anhaltenden Niederschlägen auch offene Wasserflächen», erläuterte Heike Godt von der Oberen Naturschutzbehörde des Regierungspräsidiums Kassel. Der Schwingrasen sei bereits kurz nach Umsetzung der Schutzmaßnahmen im Leegmoor aufgeschwommen. Als Leegmoor wird der abgetorfte Bereich bezeichnet. Ein Schwingrasen ist eine Pflanzendecke unter anderem aus Torfmoosen, Seggen und Wollgras. Diese Pflanzen sind nur wenig mit dem Boden verbunden und schwimmen bei steigenden Wasserständen auf. |mehr|

Quelle: proplanta

Lesen Sie zu diesem Beitrag auch die folgende Meldung:

 

   Abschuss-Gewinnspiele auf Dortmunder Messe   01.02.2025

Jagdtrophäe Leopard
Jagdtrophäe Leopard

2016 verabschiedete die Weltnaturschutzunion (IUCN) eine Resolution gegen die Zucht von Löwen zum Abschuss in Gehegen (Gatterjagd). Auch der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßte dieses Signal gegen diese besonders grausame Form der Trophäenjagd. Infolgedessen untersagte die Dortmunder Messe ab 2017 derartige Angebote. Doch wie Pro Wildlife 2023 aufdeckte, wurde dieses Verbot nicht kontrolliert und damit auch nicht durchgesetzt. Anstatt die Kontrollen zu verschärfen, hat die Messe das Verbot nun nahezu unbemerkt aus den Teilnahmebedingungen gestrichen. Neben der Gatterjagd von Löwen dürfen nun auch wieder Angebote für Jagden auf künstlich gezüchtete Farbvarianten von Antilopen vermarktet werden. „Es ist ein Armutszeugnis, dass die Messe nicht einmal ihre Minimalstandards aufrechterhält und Angebote zulässt, die selbst von Jagdlobbyorganisationen öffentlich abgelehnt werden,“ so Dr. Mona Schweizer von Pro Wildlife. „Es ist erschreckend, insbesondere vor dem Hintergrund des globalen Artensterbens, dass selbst die kleinen positiven Entwicklungen bezüglich wichtiger Tier- und Artenschutzaspekte von Trophäenjagdangeboten auf der Messe nicht nur ausgebremst, sondern auch rückgängig gemacht werden. Das ist absolut inakzeptabel!“, bemängelt Schweizer weiter. |mehr|

Quelle: Natur und Landschaft

 

Polnisches Gericht stoppt Oder-Ausbau   31.01.2025

Fischsterben in der Oder 2023
Fischsterben in der Oder 2023

Das Verwaltungsgericht Warschau hat im Hauptverfahren den umstrittenen Ausbau der Oder gestoppt – ein wichtiger Sieg für den Naturschutz! Die klagenden Umweltverbände DNR, NABU und BUND Brandenburg feiern diese Entscheidung als Meilenstein für die Erhaltung des Flusses, der bereits stark durch Industrie und Landwirtschaft belastet ist. Schon 2023 hatten die Umweltverbände einen Baustopp erwirkt, der allerdings vom polnischen Infrastrukturministerium missachtet wurde.

 

  Etwas Hoffnung für den Feldhamster   30.01.2025

Die Feldhamster in den rheinland-pfälzischen Vorkommensgebieten sind im Winterschlaf. Mit Blick auf das Jahr 2024 lässt sich eine zweigeteilte Bilanz ziehen, wie die Zahlen der letztjährigen Kartierungen der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz (SNU) zeigen. Aufgrund der Feldhamsterbau-Funde aus den letzten Jahren kann aktuell von einer gesicherten Feldhamster-Population südlich von Mainz und fünf Reliktvorkommen mit sehr wenigen Einzeltieren in Rheinhessen bzw. an der Nahe ausgegangen werden.

 

Bei den Begehungen im Frühjahr und Sommer sowie der Kontrolle der Flächen mit Schutzmaßnahmen bei Mainz wurden in diesen Bereichen 2024 insgesamt knapp 800 ha Fläche kartiert. Dabei zeigen sich zwischen den Gebieten deutliche Unterschiede. |mehr|

Quelle: SNU

    Orcas machen Jagd auf Weiße Haie   29.01.2025

Wo immer sie auftauchten, waren plötzlich die Weißen Haie weg – Forschende aus Südafrika haben nun rekonstruiert, wie Orcas die Raubfische erst von einer Bucht vor der Küstenstadt Gansbaai vertrieben und anschließend aus der rund 300 Kilometer entfernten Mossel Bay. »Soweit ich weiß, gab es im Jahr 2024 weniger als zehn bestätigte Sichtungen«, sagte Esther Jacobs von der Haischutzorganisation Keep Fin Alive jetzt dem britischen »Guardian«. Früher hingegen wurde die Mossel Bay regelmäßig von zahlreichen Haien aufgesucht.

 

Begonnen hat die Forschungsarbeit bereits 2017. Alison Towner von der Universität Rhodes untersuchte seinerzeit und in den Folgejahren mit weiteren Wissenschaftlern Weiße Haie, die vor den Gewässern um die Stadt Gansbaai in jämmerlichem Zustand an Land gespült wurden: Sieben von ihnen fehlte die Leber, bei einigen auch das Herz. Schnell schloss das Team auf Angriffe von Schwertwalen als Ursache, höchstwahrscheinlich durch die beiden Männchen, von den Forschenden Port und Starboard getauft. Sie tummelten sich in den Gewässern vor Gansbaai seit 2015. Gesichtet oder dokumentiert wurden die Angriffe allerdings nicht. |mehr|

Quelle: SPIEGEL

 

    Vogel des Jahres: Mut zur Lücke   28.01.2025  

Der Hausrotschwanz liebt Spalten und Nischen
Der Hausrotschwanz liebt Spalten und Nischen

Etwas nervös mutet der schlanke, flinke Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros) an, wenn er wippend und mit zitterndem Schwanz durch den Garten huscht. Anders als viele andere Vogelarten ist der diesjährige Vogel des Jahres nicht gefährdet. Seine Bestände sind stabil. Trotzdem tut man gut daran, den Sympathieträger im Garten zu unterstützen, denn moderne Baustrukturen erschweren ihm die Suche nach geeigneten Nistplätzen.

 

Bereits ab März kehrt der Mittel- und Langstreckenzieher aus Nordafrika oder dem Nahen Osten in seine Brutgebiete in Mitteleuropa zurück. Hier verweilt der Hausrotschwanz etwa bis Oktober. Bevor die Rückreise in den Süden beginnt, kann man die Männchen noch einmal kräftig singen hören, um ihren Revieranspruch zu stärken. Infolge des Klimawandels zeichnet sich jedoch ein neuer Trend ab: Immer häufiger überwintert der Hausrotschwanz in unseren Gefilden. Das zeigen auch die vorläufigen Ergebnisse der Zählaktion "Stunde der Wintervögel". |mehr|

Quelle: GEO

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