Aktuelles rund um das Motto des NABU "Für Mensch und Natur"

 

Erschossener Wolf (Archivbild von einem Fall aus dem Jahr 2007)
Erschossener Wolf (Archivbild von einem Fall aus dem Jahr 2007)

Und schon wieder ist ein Wolf tot - Zweiter Fall innerhalb von zwei Wochen   30.09.2016

Erneut wurde ein toter Wolf aufgefunden, dieses Mal im Kreis Cuxhaven. Erste Anzeichen deuten auf eine Schussverletzung. Der NABU will nun mit den Spitzenverbänden von Jägern, Landwirten und Schafzüchtern beraten, wie solche Straftaten zu verhindern und strenger zu ahnden sind. |mehr|

Kinderarbeit in einer Wolframmine im Kongo
Kinderarbeit in einer Wolframmine im Kongo

Unternehmen dürfen weiter schweigen   30.09.2016

Zahlreiche Unternehmen dürfen weiterhin schweigen, wenn es um ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit geht. Zumindest wenn der vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzesentwurf, mit dem die EU-Richtlinie zur verpflichtenden Offenlegung von sozialen und ökologischen Aspekten umgesetzt werden soll, tatsächlich Gesetz wird. Denn dann wären gerade einmal 300 Unternehmen bzw. Konzerne in Deutschland zur Berichterstattung über ihren Umgang mit Umwelt und Gesellschaft verpflichtet. Insgesamt gibt es in Deutschland aber über 11.000 große Unternehmen. Zudem enthält der Entwurf viele Schlupflöcher, die eine aussagekräftige Berichterstattung verhindern. Quelle: WWF |mehr|

Paletten-Doktorfisch im Monterey Bay Aquarium, USA
Paletten-Doktorfisch im Monterey Bay Aquarium, USA

„Findet Dorie“ – Tierschutzbund warnt vor unüberlegter Anschaffung von Meerfischen   29.09.2016

Anlässlich des Filmstarts von „Findet Dorie“ am 29. September zeigt sich der Deutsche Tierschutzbund besorgt: Bereits bei anderen tierischen Filmen nutzte die Heimtierindustrie die mediale Aufmerksamkeit, um aus bestimmten Tierarten Profit zu schlagen – oftmals auf Kosten der Tiere. Paletten-Doktorfische wie „Dorie“ werden als Wildfänge der Natur entnommen, was die natürlichen Bestände dezimiert und durch Fangmethoden mit dem Gift Cyanid auch die umgebenden Korallen zerstört. Aufgrund der hohen Haltungsansprüche und der oft kritischen Herkunft der Tiere ist von einer Haltung von Meerwasserfischen abzuraten. Quelle: Deutscher Tierschutzbund |mehr|

In Deutschland gibt es inzwischen 46 Wolfsrudel
In Deutschland gibt es inzwischen 46 Wolfsrudel

Wolf fasst in Deutschland weiter Fuß   29.09.2016

Der Wolf erobert sich seine alte Heimat zurück. Das zeigen die aktuellen Monitoring-Daten, die das Bundesamt für Naturschutz (BfN) heute vorgestellt hat. Mittlerweile sind in Deutschland 46 Rudel, 15 Paare und vier sesshafte Einzeltiere nachgewiesen. Im Vergleich des aktuellen Monitoringjahres 2015/2016 zum vorherigen ist die Zahl der bestätigten Rudel in Deutschland von 31 auf 46 gestiegen, die Zahl der Wolfspaare ist von 19 auf 15 und die Zahl der sesshaften Einzelwölfe ist von sechs auf vier gesunken. Als Wolfsländer haben sich mittlerweile sechs Bundesländer etabliert: Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen. Die meisten Tiere leben in Sachsen und Brandenburg. Nach Sachsen war auch im Jahr 2000 erstmals nach der Ausrottung der Art in Deutschland vor 150 Jahren ein Wolfspaar aus Polen zugewandert. Quelle: BfN |mehr|

Der verendete Luchs B459 am Ettenberg
Der verendete Luchs B459 am Ettenberg

Schweiz: Tot aufgefundener Luchs wurde gewildert   28.09.2016

Der vorgestern am Ettenberg auf dem Gemeindegebiet Schwellbrunn tot aufgefundene Luchs erlag einer Schussverletzung. Dies ergab die Obduktion des Tieres an der Universität Bern. Die Jagdverwaltung von Appenzell Ausserrhoden hat bei der Staatsanwaltschaft Anzeige gegen Unbekannt eingereicht. Der verendete Luchs wies an seinem rechten Hinterlauf eine Verletzung auf, die laut der Abteilung für Fisch- und Wildtiermedizin der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Bern (FIWI) von einem Streifschuss stammt. Ein Projektil wurde zwar nicht gefunden, dennoch weisen die Spuren laut den Experten auf ein kleinkalibriges Geschoss hin. Das Geschoss zertrümmerte den Oberschenkelknochen des Tieres ohne eine sofortige tödliche Wirkung zu entwickeln. Das Tier ist anschließend auf langsame und qualvolle Weise verendet. Quelle: KORA |mehr|

Der himmelblaue Zwerggecko benötigt einen besseren Schutz
Der himmelblaue Zwerggecko benötigt einen besseren Schutz

EU-Gesetzeslücke hilft Wildtier-Schmugglern  28.09.2016

Europa ist Umschlagplatz und Absatzmarkt für exotische Wildtiere, die in ihren Herkunftsländern illegal aus der Natur gefangen und außer Landes geschafft werden. Eine Gesetzeslücke ermöglicht Schmugglern, solche Tiere in Europa legal zu verkaufen. Dies zeigt der Bericht „Stolen Wildlife II“, den die Naturschutzorganisation Pro Wildlife am Dienstag auf der CITES-Artenschutzkonferenz in Johannesburg vorstellt. Pro Wildlife fordert ein EU-Gesetz, das solche Geschäfte mit gestohlenen Tieren verhindert. Quelle: Pro Wildlife |mehr|

Totengräber an einer Froschleiche beim NSG Sangweiher
Totengräber an einer Froschleiche beim NSG Sangweiher

Kadaver sind wertvoll für Waldökosysteme   27.09.2016

Wo ein Tier im Wald verendet, fängt für viele Organismen das Leben erst an. Bakterien vermehren sich, Fliegen legen ihre Eier ab und Aaskäfer finden Nahrung. Wie schnell sie ein totes Säugetier zersetzen, hängt maßgeblich auch von der Nutzungsintensität der Wälder ab, wie Christian von Hoermann von der Universität Ulm nun erstmals belegte. Für seine Studie platzierte er 75 Ferkelkadaver in unterschiedlichen Waldgebieten Deutschlands. Quelle: NuL |mehr|

Typische Buchenwälder sehen heute noch so aus
Typische Buchenwälder sehen heute noch so aus

Wenn der Wald zum Palmenhain wird   27.09.2016

Palmen in deutschen Buchenwäldern? Eine ungewohnte Vorstellung. Im Tessin, einer milden Region im Süden der Schweiz, gibt es das schon. Die ursprünglich als Gartenpflanze eingeführte Palme, die eigentlich aus Ostasien stammt und zehn bis 15 Meter hoch wird, verdrängt dort zunehmend heimische Bäume. Sie besiedelt Waldlichtungen und Waldränder, wo die Jungbäume oft Dickichte bilden. Folge: Durch die Beschattung kommen die Keimlinge oder Schösslinge anderer Bäume nicht mehr hoch. Viele Experten bringen die schnelle Verbreitung der exotischen Art im Tessin mit dem Klimawandel in Verbindung. Dortige Naturschützer raten dringend, keine Samen von Gartenpalmen in die Natur zu bringen, verwilderte Jungpflanzen gleich auszureißen und neue Wuchs-Orte in den Wäldern den zuständigen Naturschutzfachstellen der Kantone zu melden. Quelle: Klimaretter |mehr|

Am Usutu-Virus erkranktes Amselweibchen
Am Usutu-Virus erkranktes Amselweibchen

Erneutes Amselsterben durch das Usutu-Virus   26.09.2016

Das 2010 erstmals in Stechmücken in Deutschland festgestellte tropische Usutu-Virus, löste 2011 und 2012 in Deutschland ein Massensterben unter heimischen Vögeln aus, vor allem Amseln waren betroffen. Nach einigen Jahren ohne größere Ausbrüche tritt das Virus dieses Jahr wieder vermehr auf. Seit Ende Juli mehren sich die Meldungen kranker und kurze Zeit später verstorbener Amseln beim NABU. Etwa 100 dieser Beobachtungen sind bisher eingegangen. Die meisten Meldungen kranker und toter Amseln stammen aus den bereits 2011/12 betroffenen wärmebegünstigten Regionen Deutschlands entlang des gesamten Rheintals sowie am Untermain und am unteren Neckar. Weitere Verdachtsmeldungen erreichten den NABU aber auch aus bisher nicht betroffenen Regionen, zum Beispiel aus dem Leipziger Raum und aus Berlin. |mehr|

Der Elefantenbestand ist dramatisch zurückgegangen
Der Elefantenbestand ist dramatisch zurückgegangen

Weltgipfel zum Artenschutz   26.09.2016

Ab 24. September treffen sich Vertreter von 182 Ländern und der EU auf der 17. Tagung der Konferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens der Vereinten Nationen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten (CITES CoP17) treffen. Sie wollen konkrete Maßnahmen zum besseren Schutz einiger der am stärksten gefährdeten Arten unseres Planeten vereinbaren. Die EU nimmt erstmals als ordentliches Mitglied teil. EU-Umweltkommissar Karmenu Vella erklärte im Vorfeld des Gipfels: „Die EU ist stolz darauf, bei der Bekämpfung des illegalen Artenhandels weltweit eine Vorreiterrolle einzunehmen. Wir sehen CITES CoP als eine Chance, den illegalen Artenhandel und die zugrunde liegende Korruption noch härter zu bekämpfen. Quelle: Sonnenseite |mehr|

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