Aktuelles rund um das Motto des NABU "Für Mensch und Natur"

 

Grenzsicherheitszaun zwischen Ungarn und Serbien
Grenzsicherheitszaun zwischen Ungarn und Serbien

Im Draht hängen geblieben: Grenzsicherheitszäune erzwingen neue Artenschutz-Strategien   26.06.2016

Zwischen 25'000 und 30'000 Kilometer Drahtzäune und Mauern umgeben die Grenzen vieler Länder in Osteuropa und Zentralasien. Dies tötet Tiere, welche sich in den Zäunen verfangen, wirkt als Barriere für die Bewegungen von Wildtieren und schneidet Arten von wichtigen saisonalen Lebensräumen ab. Die langfristigen Folgen sind eine geringere Lebensfähigkeit der Wildbestände und eine Verringerung ihrer Fähigkeit, auf den Klimawandel zu reagieren. Diese Situation erzwingt ein Umdenken grenzüberschreitender Naturschutzstrategien. Quelle: KORA |mehr|

Saigaantilopen
Saigaantilopen

Saigabestände erholen sich   26.06.2016

Nach dem dramatischen Massensterben der stark bedrohten Saiga-Antilopen im vergangen Jahr, atmen Artenschützer wieder auf: Die Populationen in Kasachstan entwickeln sich positiv, so das Ergebnis der diesjährigen Saiga-Zählung aus der Luft, das das Ministerium für Landwirtschaft der Republik Kasachstan nun veröffentlicht hat. „Das Massensterben war ein riesiger Verlust und eine große Bedrohung für die Art. Dass die Saiga-Bestände wieder wachsen und es in diesem Frühjahr kein erneutes Sterben gab, sind gute Nachrichten“, sagte NABU-Vizepräsident Thomas Tennhardt. |mehr|

FSC-Logo
FSC-Logo

Wolf verliert Schafspelz   25.06.2016

Dem österreichischen Unternehmen Holzindustrie Schweighofer ist das FSC-Zertifikat entzogen worden. FSC und der zuständige Zertifizierer „Quality Austria“ reagieren damit auf massive Proteste des WWF und anderer Organisationen. Die Umweltschützer werfen Schweighofer und Quality Austria schwerwiegende Verstöße gegen FSC-Vergaberichtlinien vor, weshalb der WWF Beschwerde einlegte. „Dass sich ein Umweltsünder wie Schweighofer hinter einem zu Unrecht vergebenen Zertifikat verstecken konnte war unerträglich“, so Johannes Zahnen, Referent für Forstpolitik beim WWF. Quelle: WWF |mehr|

Blühendes Rapsfeld
Blühendes Rapsfeld

Gentech-Kontamination mit Langzeitwirkung  25.06.2016

Letztes Jahr säten Landwirte in acht Bundesländern unbeabsichtigt Gentechnik-Raps aus - das Saatgut war mit transgenen Samen des Bayer-Konzerns verunreinigt. Da Raps lange im Boden überdauern kann, fordern Landwirtschafts- und Verbrauchervertreter, die betroffenen Äcker 20 Jahre zu überwachen. Das Rapssaatgut bleibt auch nach einem Umbruch der Pflanzen keimfähig. „So lange besteht also mindestens das Risiko, dass vereinzelt gentechnisch veränderter Raps auf den verunreinigten Flächen keimt“, erklärt Annemarie Volling von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft. „Daher müssen die Bundesländer die betroffenen Flächen über 20 Jahre hinweg überwachen und auflaufenden Durchwuchsraps vernichten.“ Quelle: Informationsdienst Gentechnik |mehr|

Dreihornchamäleon beim Vorschießen der Zunge
Dreihornchamäleon beim Vorschießen der Zunge

Chamäleons: Klebe-Spucke als Erfolgsgeheimnis

24.06.2016

Extrem zäher Speichel sorgt bei Chamäleons dafür, dass es für Beute kaum ein Entrinnen gibt. Der Schleim auf der Zunge der Tiere sei 400 Mal zäher als menschlicher Speichel, berichten Forscher im Fachmagazin "Nature Physics". Dies erkläre, warum Chamäleons selbst Beute mit nahezu einem Drittel ihres eigenen Gewichts zu überwältigen vermögen. Quelle: SPIEGEL online |mehr|

Goldammer
Goldammer

Dialekte der Goldammer   24.06.2016

Den Gesang der Goldammer kennt fast jeder, der sich im Frühling bis in den Sommer im Offenland mit Gehölzen, aber auch in Gärten oder auf Waldlichtungen aufhält. Weniger bekannt ist, dass sich der Goldammergesang in verschiedene Dialekte aufteilen lässt. Viele dieser Dialekte lassen sich problemlos mit dem eigenen Gehör unterscheiden. Zur Untersuchung feinerer Unterschiede benötigen die Spezialisten Sonogramme. Dieses Thema wird und wurde besonders in Böhmen und Mähren von tschechischen Vogelkundlern untersucht. Sie präsentieren ihre Erkenntnisse auf der Internetseite:

http://www.yellowhammers.net/. Quelle: birdnet |mehr|

Stadtpark Hannover
Stadtpark Hannover

Drei Städte wagen mehr Wildnis   23.06.2016

Die Wildnis zieht in Dessau-Roßlau, Frankfurt am Main und Hannover ein: Bislang intensiv gepflegte, aber auch brachliegende städtische Flächen werden ab jetzt zu "wilden" Lebensräumen. Ziel ist, die biologische Vielfalt zu erhöhen. Das Bundesumweltministerium fördert das Verbundvorhaben in den nächsten sechs Jahren mit insgesamt 3,3 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) begleitet das Projekt "Städte wagen Wildnis - Vielfalt erleben" fachlich. Quelle: BfN |mehr|

 

EU-Richtlinien erweisen sich als effektive Naturschutzwerkzeuge
EU-Richtlinien erweisen sich als effektive Naturschutzwerkzeuge

Studie zu Naturschutzrichtlinien aufgedeckt  23.06.2016

Die EU-Vogelschutzrichtlinie und die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie erfüllen alle Kriterien des von der EU-Kommission auferlegten „Fitness-Checks“ – das beweist ein internes Gutachten, das das Nachrichtenportal euractiv veröffentlicht hat. Zugleich wurde bekannt: Die EU-Kommission hat die Ergebnisse der Studie seit Januar 2016 zurückgehalten. Quelle: EuroNatur |mehr|

Orcashow im Oceanarium  Miami, USA
Orcashow im Oceanarium  Miami, USA

Baltimore: Aquarium will Beckenhaltung von Delfinen beenden   22.06.2016

Noch leben sie in einem Becken - doch bald könnte es für sie in Florida oder der Karibik eine neue Heimat geben: Das National Aquarium Baltimore will acht Delfinen künftig ein Leben nahezu in Freiheit ermöglichen und das erste Wasserschutzgebiet für Delfine in den USA errichten. Die Tiere sollen bis spätestens Ende 2020 umgezogen sein. Wo genau das Schutzgebiet mit echtem Meerwasser entstehen soll, steht noch nicht fest. Denkbar seien Küstengebiete in den Florida Keys oder der Karibik. Quelle: SPIEGEL online |mehr|

Asiatische Tigermücke
Asiatische Tigermücke

Wie sich Tigermücken für den Winter rüsten 22.06.2016

Die Asiatische Tigermücke breitet sich von Südeuropa Richtung Norden aus und überträgt Viren, die für den Menschen gefährlich sind. Gebremst wird sie nur durch die kühleren Temperaturen in Nordeuropa. Um mehr über ihre Mechanismen der Kältetoleranz zu erfahren, haben WissenschaflerInnen des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums und der Goethe-Universität Eier dieser Plagegeister unter dem Elektronenmikroskop analysiert. Die Ergebnisse der jüngst im „Journal of Vector Ecology“ erschienenen Studie sollen helfen, die zukünftige Verbreitung der Mücken besser zu modellieren. Quelle: Senckenberg |mehr|

Lichtverschmutzung über Colmar, Frankreich
Lichtverschmutzung über Colmar, Frankreich

Sternenhimmel für immer weniger Menschen sichtbar   21.06.2016

Immer mehr Menschen auf der Welt haben nur noch einen trüben Blick auf den Sternenhimmel. Eine Hauptursache ist die zunehmende Beleuchtung von Straßen, Plätzen, Häusern und Denkmälern. Über 80 Prozent der Weltbevölkerung, in den USA und Europa sogar 99 Prozent, leben unter einem mehr oder weniger lichtverschmutzten Himmel, wie ein Team internationaler Wissenschaftler herausfand. Mehr als ein Drittel der Erdbevölkerung könne vom Wohnort aus die Milchstraße nicht mehr sehen, in Europa seien es 60 Prozent. Quelle: proplanta |mehr|

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