Aktuelles rund um das Motto des NABU "Für Mensch und Natur"

 

Laborratte im Versuch
Laborratte im Versuch

Tierversuchszahlen 2015: Zahl der Tiere in Versuchen unverändert hoch   04.12.2016

Die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft veröffentlichten Zahlen zeigen, dass der Verbrauch von Tieren zu wissenschaftlichen Zwecken auf hohem Niveau stagniert. Fast drei Millionen Tiere wurden 2015 genutzt – etwa genauso viele wie im Vorjahr. Besonders erschreckend ist die Zahl der im Rahmen der Grundlagenforschung verwendeten Tiere: Ihre Zahl ist fast doppelt so hoch wie im Vorjahr 2014. Erstmals hat das Ministerium auch veröffentlicht, welchen Grad an Schmerzen, Leiden und Schäden die Tiere in den Versuchen ausgesetzt waren. Die Tierschützer kritisieren die gleichbleibend hohe Zahl der Tierversuche und fordern die Politik auf, endlich zu handeln. Quelle: Deutscher Tierschutzbund |mehr|

Steinhummel
Steinhummel

Bestäuber in Bedrängnis   04.12.2016

Weltweit ist ein ganzes Heer von Insekten und anderen Tieren damit beschäftigt, Pollen von einer Pflanze zur nächsten zu tragen und so die Blüten zu bestäuben. Bestäuber sind nicht nur wirtschaftlich wichtig, weil sie für bessere Ernten in der Landwirtschaft sorgen. Auch viele Wildpflanzen sind auf ihre Dienste angewiesen, um sich vermehren zu können. Allerdings haben die Bestäuber heutzutage mit vielen Problemen zu kämpfen, die zum Rückgang ihrer Bestände führen können. Vor den ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen dieser Entwicklung warnt ein internationales Forscherteam jetzt im Fachjournal "nature". Quelle: UFZ |mehr|

Am 5. Dezember ist Weltbodentag
Am 5. Dezember ist Weltbodentag

Boden achten und schützen und "für Folgegenerationen sichern"   03.12.2016

Der Boden ist ein wichtiger Klimaretter, schützenwertes Gut, wertvoller Lebensraum: Er speichert und filtert Grundwasser, bietet Nahrung für Mensch und Tier und sorgt für biologische Vielfalt. "Wir müssen ihn achten und schützen, um seine Eigenschaften zu bewahren und für Folgegenerationen zu sichern", sagt Dr. Heinrich Bottermann, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), anlässlich des Weltbodentages am Montag. Neben dem zunehmenden Flächenverbrauch stelle der vermehrte Eintrag von Schad- und Nährstoffen auch aus der Landwirtschaft das größte Problem für den Erhalt "gesunden" Bodens dar. Quelle: DBU |mehr|

2015 bereits schaffte Coca Cola verschiedene Mehrwegflaschen ab
2015 bereits schaffte Coca Cola verschiedene Mehrwegflaschen ab

DUH enthüllt Strategiepapier: Coca-Cola bekämpft Mehrweg   03.12.2016

Der amerikanische Getränkekonzern Coca-Cola versucht gezielt europaweit Mehrwegsysteme zu bekämpfen. Besonders betroffen ist Deutschland mit dem weltweit größten Mehrweg-Getränkesystem. Ein durch die Organisation DCLeaks ans Tageslicht gekommenes, internes Strategiepapier von Coca-Cola zeigt: Neben Mehrwegsystemen sollen auch bessere Umweltstandards, die Erhöhung der Sammelmengen von Einweg-Plastikflaschen und Getränkedosen sowie die Anhebung von Recyclingquoten verhindert werden. Der amerikanische Getränkegigant möchte bestehende Umweltstandards absenken, anstatt sie weiterzuentwickeln. Quelle: DUH |mehr|

Noch gesunde Korallen im Great-Barrier-Riff
Noch gesunde Korallen im Great-Barrier-Riff

Schlimmste Bleiche am Great Barrier Reef   02.12.2016

Die schlimmste Bleiche seit dem Beginn der Aufzeichnungen hat sich in diesem Jahr im Great Barrier Reef vor Australien ereignet: Auf rund 700 Kilometern im nördlichen Bereich des 2.300 Kilometer langen Riffs seien zwei Drittel der Korallen in den letzten acht bis neun Monaten abgestorben, gaben Wissenschaftler der James-Cook-Universität am Dienstag bekannt. Im zentralen und im südlichen Teil des Riffs sei die Zahl der toten Korallen dagegen deutlich niedriger. Quelle: Klimaretter |mehr|

Regenwaldholz auf dem Weg zum Sägewerk
Regenwaldholz auf dem Weg zum Sägewerk

Brasilien: 8000 Quadratkilometer Regenwald in zwölf Monaten abgeholzt   02.12.2016

Die Fläche entspricht ungefähr dreimal der des Saarlandes. Fast 8000 Quadratkilometer Regenwald wurden in Brasilien innerhalb von zwölf Monaten abgeholzt - ein Anstieg um 29 Prozent. Es handelt sich um den größten Waldverlust in Brasilien seit 2008. Von August 2015 bis Ende Juli dieses Jahres sei eine Regenwaldfläche von 7989 Quadratkilometern zerstört worden, heißt es in einem von dem staatlichen Umweltforschungsinstitut INPE veröffentlichten Bericht auf der Basis von Satellitendaten. Die Entwaldung entspricht rund dreimal der Fläche des Saarlands. Quelle: SPIEGEL online |mehr|

Kiebitz auf seinem Gelege
Kiebitz auf seinem Gelege

Wie Eltern ihre Pflichten aufteilen   01.12.2016

Eltern müssen sich für die Betreuung ihres Nachwuchses abstimmen. Bei Watvögeln führt dies zu einer extremen und unerwarteten Vielfalt darin, wie sich Elternpaare um ihr Nest kümmern. Ein internationales Team unter der Leitung von Max-Planck Wissenschaftlern fand heraus, dass sich einige Paare fast stündlich beim Brüten abwechselten, während bei anderen ein Elternteil bis zu 50 Stunden auf dem Nest sitzen blieb. Die Vielfalt dieser Brutrhythmen entsteht laut der Studie weniger durch das Risiko, zu verhungern, sondern vielmehr durch das Risiko, gefressen zu werden. Überraschenderweise folgt der Rhythmus der Nestfürsorge oft nicht dem 24-Stunden-Tag. Quelle: MPI für Ornithologie |mehr|

Sammelklage gegen Monsanto-Übernahme   01.12.2016

Ein Monsanto-Tribunal der anderen Art könnte jetzt in den USA bevorstehen: Nach Medienberichten haben Aktionäre dort eine Sammelklage gegen die Übernahme des US-Saatgutgiganten Monsanto durch die deutsche Bayer AG eingereicht. Der Vorwurf: Das Monsanto-Management wolle das Unternehmen zu preiswert verkaufen. Laut „Handelsblatt“ ist das „eine typische Aktion der amerikanischen Prozessindustrie“. Quelle: Informationsdienst Gentechnik |mehr|

Fast-Food-Trinkbecher am Straßenrand
Fast-Food-Trinkbecher am Straßenrand

Coffee to go schadet der Umwelt

30.11.2016

Bei der Vermeidung umweltschädlichen Einwegbecher-Mülls ist bundesweit keine einheitliche Strategie in Sicht. Bundes- oder landesweite Verbote sind rechtlich ohnehin ausgeschlossen. Mehrere Bundesländer arbeiten aber an freiwilligen Vereinbarungen mit Gastronomen und Kaffee-Ketten, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in den Landeshauptstädten ergeben hat. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert dagegen eine konzertierte Anstrengung für ein einheitliches Mehrwegsystem. Quelle: proplanta |mehr|

Wölfe gewinnen ihren früheren Lebensraum immer mehr zurück
Wölfe gewinnen ihren früheren Lebensraum immer mehr zurück

Sachsen: Das Rosenthalrudel – immer wieder!   30.11.2016

Das Rosenthalrudel in Sachsen stellt das Wolfsmanagement auf eine harte Probe. Nach den Übergriffen bei Cunnewitz am 05. und 06.10. mit insgesamt 32 getöteten Schafen sind nun einen Monat später, am 06.11., beim selben Schafhalter wieder sieben Schafe getötet und eins verletzt worden. In allen Fällen hatte der Schafhalter seine Tiere durch Festzäune von 140 cm Höhe geschützt. Diesmal war der Festzaun 135 – 150 cm hoch. Zusätzlich war eine Breitbandlitze gespannt, die aber auf dem Zaun auflag, d.h. keine zusätzliche optische Erhöhung des Hindernisses bedeutete. Quelle: Wolfsite |mehr|

Satellitenaufnahme der Jamal-Halbinsel
Satellitenaufnahme der Jamal-Halbinsel

Wenn der Permafrost in Russland taut   29.11.2016

Seit tausenden Jahren leben Menschen auf der Jamal-Halbinsel in Nordrussland im Einklang mit der Natur. Diesen Sommer verloren die Nezen 2000 Rentiere. Der Klimawandel hat in der Region in den letzten Jahren schwere Schäden angerichtet. Vor zwei Jahren hatten extreme Wetterbedingungen auf der Jamal-Halbinsel ein beispielloses Massensterben zur Folge. Zunächst war nur sehr viel Schnee vom Himmel gekommen. Doch es folgten außergewöhnlich hohe Temperaturen und anschließend wieder klirrende Kälte. Der Schnee auf dem Boden der Tundra verwandelte sich in Eis. 58.000 Rentiere verhungerten, weil ihre Nahrung unter der Eisschicht eingefroren war. Bei vielen toten Tieren waren die Hufe völlig abgewetzt. Quelle: Sonnenseite |mehr|

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