Schalkenmehren: Blütenreiche Ackerstreifen für Insekten 07.08.2020

                           So blüht es am Schalkenmehrener Maar

Wer als Einheimischer in und um Schalkenmehren spazieren geht, dem wird wahrscheinlich auffallen, dass sich die Fläche der Blühstreifen an den landwirtschaftlichen Nutzflächen vergrößert hat. Dies geht auf eine Spende des Hoteliers Hubert Drayer vom Wohlfühlhotel Michels in Schalkenmehren zurück. Noch im vergangenen Jahr hatte er unserer Gruppe mitgeteilt, er wolle in diesem Jahr auf das bisher von ihm für seine Gäste an Sylvester veranstaltete Feuerwerk verzichten. Mit dem so eingesparten Geld wolle er ein Naturschutzprojekt unterstützen. Er bat um einen Vorschlag.

 

Nichts fiel uns leichter als das. Schon in den Jahren zuvor hatten Schalkenmehrener Bürger auf einigen ihrer landwirtschaftlichen Flächen Blühstreifen angelegt – sehr zur Freude der Maarbesucher aber insbesondere zum Nutzen der Insekten. Sie profitieren seitdem von Initiativen der Familien Mölder und Scholzen. Auf den von ihnen angelegten Blühstreifen fanden Insekten Blüten zum „Auftanken“ und auch geeignete Futterpflanzen für ihre Raupen.

 

Von der von Herrn Drayer erhaltenen Spende erwarben wir geeigneten Samen, hier die Veitshöchheimer Bienenweide. Dies ist eine mehrjährige Blumenmischung und kommt nächstes Jahr wieder zum Blühen. Durch tatkräftige Unterstützung vom Schalkenmehrener Angelverein wurden neben den bereits aktiven Familien weitere Partner für das Blütenprojekt in und um Schalkenmehren herum gewonnen. Diesen stellten wir den Samen zur Verügung, so dass die Bienenweide nun u.a. auch beim Wohnmobilstellplatz am Ortseingang von Schalkenmehren und im Rasbachtal blüht.

 

Vielleicht macht das Schalkenmehrener Beispiel auch noch anderswo Schule!

 

     Entwässerungsgraben im NSG Dreiser Weiher
Entwässerungsgraben im NSG Dreiser Weiher

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) rät zu einem Paradigmenwechsel beim Wassermanagement im ländlichen Raum. „Die anhaltende Trockenheit der letzten Jahre macht es erforderlich, das Wasser in der Landschaft zu halten und Fließgewässern ausreichend Raum zu geben“, sagte Alexander Bonde, DBU-Generalsekretär bei der Jahrespressekonferenz, die erstmalig per Videokonferenz stattfand. In Zeiten von Hitze, Dürre und Starkregen, die der Klimawandel verursache, seien Anpassungen nötig. „Zielführend sind regionale Konzepte, die gemeinsam mit den betroffenen Akteuren aus Behörden, Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz erarbeitet werden. Unterstützung bieten digitale Systeme, die beispielsweise die Wasserverteilung in der Landschaft virtuell darstellen“, so Bonde. Auch die Wirkung der Energiewende auf den Wasserhaushalt müsse zukünftig berücksichtigt werden. Einer Studie zufolge werde sich der Wasserbedarf im Energiesektor bis 2050 in Deutschland um die Hälfte verringern. |mehr|

 

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