Mehr Wasser für den Mürmes   29.08.2011

 Durch Aufschweißen einer Metallplatte kann der Wasserspiegel erhöht werden

Moore sind in Deutschland inzwischen selten geworden. In großer Zahl wurden sie entwässert und abgetorft. Der Mürmes bildet da keine Ausnahme. Große Entwässerungsgräben durchziehen das Gebiet, und bis kurz nach Ende des II. Weltkrieges wurde im Mürmes noch Torf gestochen. Seit 1975 steht der Mürmes unter Naturschutz. Maßnahmen, die eine Verbesserung des ökologisch entwerteten Gebietes bringen konnten, scheiterten lange Zeit an den Besitzverhältnissen. Der NABU kaufte daher seit 1978 etwa 20 ha im Mürmes auf. Auf diesen Flächen und auf den Flächen der öffentlichen Hand konnten schließlich im Rahmen des Maarprogramms in den 1980er Jahren Maßnahmen zur Verbesserung der Situation ergriffen werden. Als die wichtigste davon ist der Bau einer Ablaufsperre anzusehen, durch die verhindert wurde, dass der Mürmes weiterhin alljährlich zur Sommerzeit weitgehend trockenfiel.

 

Noch mehr Wasser

Das in diesem Jahr gestartete EU LIFE-Projekt „Wiederherstellung von Mooren“ hat auch den Mürmes miteinbezogen. Neben staatlichen Stellen ist der NABU Projektbeteiligter des Vorhabens. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die Regeneration und Sicherung von bedeutenden Moorlebensräumen herbeizuführen sowie die von Moorlebensräumen ausgehende CO2-Freisetzung zu stoppen und die CO2-Bindung der Moore wieder zu aktivieren. Im Mürmes wurde daher der Wasserspiegel durch Aufschweißen einer Metallplatte am Auslaufwerk um 25 cm angehoben. Auf Grund des Geländeprofils wird schon mit dieser geringen Anhebung eine Wiedervernässung bis weit ins Gelände hinein erreicht. Somit kann sich die Entwicklung eines lebendigen Moores auch in solchen Bereichen entfalten, die dazu vorher zu trocken waren.

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