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  Demnächst abgebaut? Der Döhm
Meldung vom 28.07.10
 

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Verliert die Vulkaneifel bald noch mehr Vulkanberge? Wenn es nach den Vorstellungen des Landesamtes für Geologie und Bergbau (LGB) in Mainz geht, werden die Vorrangflächen für die Rohstoffsicherung, d.h. Flächen für den Abbau vulkanischer Gesteine, in der Vulkaneifel künftig erheblich erweitert. Betroffen, und damit vom Abbau bedroht, sind weitere markante Vulkanberge, die heute noch die einmalige Vulkanlandschaft im Landkreis Vulkaneifel prägen.

Der Döhm
Zu den vom Abbau bedrohten Bergen gehört der Döhm bei Dreis. Der 653 m hohe Vulkankegel gehört vollständig zum Naturschutzgebiet „Dreiser Weiher mit Döhmberg und Börchen“. Als Lagerstätte von Tuff und Basalt ist er aber, wie fast alle Vulkanberge und Maarwälle der Vulkaneifel, für den Gesteinsabbau von besonderem Interesse.

Der ROP
In dem gegenwärtigen Regionalen Raumordnungsplan (ROP) der Region Trier, in dem die verschiedenen Nutzungen der Landschaft verbindlich festgelegt sind, ist der Döhm als Fläche mit hochwertigen Rohstoffvorkommen dargestellt. Derzeit wird der ROP von der Planungsgemeinschaft in Trier neu erarbeitet. Dabei gibt es Bestrebungen, den Döhm als „Vorranggebiet Rohstoffsicherung“ auszuweisen.

Das NSG
Grundsätzlich steht einem Gesteinsabbau am Döhm die Verordnung für das Naturschutzgebiet entgegen. Sie verbietet den Gesteinsabbau. Würde der Döhm im Rahmen des Abwägungsprozesses bei der Planungsgemeinschaft in Trier jedoch als „Vorrangebiet Rohstoffsicherung“ ausgewiesen, wäre die Naturschutzverordnung für diesen Bereich nicht mehr wirksam. Der Abbau wäre legalisiert und der Döhm könnte abgebaut werden. Der Entscheid der Planungsgemeinschaft für ein „Vorranggebiet Rohstoffsicherung“ würde auch eine spätere Mitsprache hiesiger Gremien, wie etwa Ortsgemeinde- oder Verbandsgemeinderat oder auch Kreistag, ausschließen.

Das Ende!
Der weitere Weg wäre damit für den Döhm vorgezeichnet. Er würde solchen Vulkanbergen wie Goßberg bei Walsdorf, Radersberg bei Brück, Kalenberg bei Oberstadtfeld, Wartgesberg bei Strohn, Goldberg bei Ormont oder dem Steffelnkopf folgen, die inzwischen schon ganz oder weitgehend aus dem Landschaftsbild verschwunden sind.


 
 
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